• 15.10.2007, 09:30:00
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Allianz Invest: Hypothekenkrise, ausgestanden oder nur Atempause?

Wien (OTS) - Die US-Notenbank hat die durch die US-Hypothekenkrise
stark verunsicherten Finanzmärkte mit einer Zinssenkung vorerst
beruhigt. Die vollen Auswirkungen der Hypotheken- und Kreditkrise
sind aber noch nicht absehbar. Die Anlageexperten der Allianz
Investmentbank raten im vierten Quartal zu selektiven Investments
oder dazu, Kapital auf dem Direktkonto Allianz "Top Cash" zu parken
und ruhigere Börsenzeiten abzuwarten.

Obwohl weiterhin große Unsicherheiten über die Auswirkungen der
US-Subprimekrise auf die Weltkonjunktur und die Finanzbranche
bestehen, haben sich die internationalen Aktienindizes überraschend
schnell von ihrem Einbruch im Sommer erholt. Etliche Indizes,
darunter der MSCI-World-Index sowie der US-Leitindex S&P-500, haben
sogar neue Höchststände erreicht. "Aus fundamentaler Sicht ist das
Umfeld für Aktien weiterhin positiv. Allerdings haben die Risken für
die Weltkonjunktur durch den Credit Crunch als Folge der
US-Hypothekenkrise zugenommen. Wir erwarten zwar eine Verlangsamung
des globalen Wirtschaftswachstums - mit einem Abgleiten der
US-Wirtschaft in die Rezession rechnen wir aber nicht", analysiert
Mag. Christian Ramberger, Leiter des Portfoliomanagement Aktien die
Situation, mit der Anleger aktuell konfrontiert sind. Ramberger gibt
allerdings zu bedenken, dass das volle Ausmaß der Hypothekenkrise
noch nicht feststeht, da nicht nachvollziehbar ist, wie hoch die
Wertberichtigungen bei Subprime Mortgages und ABS-Veranlagungen sind
und wer diese hält.

Während in den USA die Immobilien-, Bau- und Konsumgüterindustrie
unmittelbar von der Hypothekenkrise betroffen sind, sollten in Europa
und den Emerging Markets kaum direkte Auswirkungen spürbar werden.
Die restriktive Kreditvergabe wird aber einen dämpfenden Effekt auf
die Aktienmärkte haben, da Firmenübernahmen, Private
Equity-Transaktionen und Leveraged Buy-Outs schwieriger zu
finanzieren sind. "Bis zum Jahresende sehen wir für die
internationalen Aktienmärkte Kurspotenzial von drei bis fünf Prozent,
wenngleich zwischenzeitliche Korrekturen immer möglich sind. Der
heimische Aktienmarkt könnte sich sogar etwas besser entwickeln,
falls das Strabag-IPO für neuen Schwung sorgt," erwartet Allianz
Chief Investment Officer Martin Bruckner. Mit etwas Sorge beobachtet
der Investmentexperte die Aktienkursentwicklung in China. "Die
Kurssteigerungen sind fundamental nicht nachvollziehbar. Größere
Korrekturen könnten, wie bereits im Februar, einen Domino-Effekt an
den Weltbörsen auslösen," so Bruckner.

Aus Bewertungsgründen und wegen der höheren Liquidität rät
Aktienexperte Ramberger dazu, Large Caps Small Caps vorzuziehen.
Zudem favorisiert er Growth-Werte gegenüber Value-Titeln. Speziell im
Finanzsektor ist selektive Aktienauswahl ratsam. Der Allianz
Aktienexperte empfiehlt, Versicherungen den Vorzug gegenüber Banken
zu geben.

Anleihen sollten von der Erwartung weltweit stabiler bis sinkender
Leitzinsen und von ihrer Rolle als sicherer Hafen in Krisenzeiten
profitieren. "Da die US-Notenbank bereits in einen Zinssenkungszyklus
übergegangen ist, während die EZB noch die Konjunktur- und
Währungsentwicklung abwartet, haben wir den Anteil europäischer
Anleihen in unserer empfohlenen Asset Allocation leicht zu Gunsten
von US-Papieren reduziert. Hochqualitative Industrieanleihen und
Schwellenländeranleihen mit guter Bonität, die im Zuge der
Subprime-Krise gelitten haben, sind jetzt als Investment
interessant", erklärt Martin Bruckner seine Anlagestrategie bei
festverzinslichen Papieren.

Die US-Notenbank Fed hat den Leitzinssatz wegen der US-Kreditkrise
bereits um 50 Basispunkte gesenkt und signalisiert, dass sie weitere
Maßnahmen setzen wird, falls sich eine deutliche
Konjunkturverlangsamung der US-Wirtschaft abzeichnet. Die EZB hat aus
Rücksicht auf die angespannte Finanzmarktsituation auf eine
Zinsanhebung verzichtet, kommuniziert aber, dass ihre Sorge weiterhin
der Inflationsentwicklung in der Eurozone gilt.
Als Reaktion auf die sich ausweitenden Zinsdifferenzen zwischen den
USA und Europa hat der Euro in den letzten Wochen neue Höchststände
zum US-Dollar markiert. Nach Einschätzung der Allianz Experten dürfte
der Euro zum Jahresende gegen 1,45 US-Dollar tendieren.

Die Emerging Markets werden auch weiterhin die Rolle des globalen
Wachstumsmotors einnehmen. "Das hohe strukturelle BIP-Wachstum in den
Schwellenländern hält ungebrochen an. Trotz der deutlichen
Outperformance sind die Schwellenländer-Aktien wegen des enormen
wirtschaftlichen Aufholpotenzials weiterhin attraktiv. Emerging
Market-Aktien aber auch -Anleihen guter Emittenten sollten deshalb
übergewichtet werden", rät Bruckner.

Kein Thema ist hingegen Japan. Die japanische
Konjunkturentwicklung enttäuscht und liefert kaum Unterstützung für
die Unternehmen. Die Schwäche des japanischen Yen stützt zwar die
Exporte, bei Problemen an den Finanzmärkten könnte er aber wie
zuletzt durch die Auflösung der Yen-Carry-Trades schnell an Stärke
gewinnen und sich als Belastung für den Aktienmarkt erweisen.
Japanische Anleihen sind wegen des absolut niedrigen Zinsniveaus in
Japan unattraktiv.

Liquiditäts- und Risikomanagement sind in der aktuellen Börsephase
der Schlüssel zum Erfolg. Chancenorientierte Anleger können
Korrekturen an den Aktienmärkten zum Aufbau von Positionen in
Qualitätswerte nutzen. Anleger mit niedriger Risikoneigung sollten
abwarten und Liquidität für ruhigere Börsezeiten aufbauen.
Eine clevere Alternative zu Geldmarktprodukten, die von vielen
Anlegern zum Parken von Liquidität benutzt werden, ist das
Direktkonto "Allianz Top Cash". Bei der Veranlagung in "Top Cash"
fallen weder Spesen noch Gebühren an. Ab dem 22. Oktober, dem Beginn
der Allianz Weltsparwochen, erhöht "Allianz Top Cash" die Sparzinsen
für täglich fälliges Geld ohne Mindesteinlage von 3,85 auf 4,00
Prozent. Top Cash bietet damit bei dieser Sparform die besten Zinsen
Österreichs.

Downloads von http://www.allianz.at/cms/cmsallianzat/presse.nsf

- Präsentationsunterlagen
- Pressetext als PDF
- Folder Top Cash

Fotos: Abdruck honorarfrei, Copyright Allianz

- Martin Bruckner
- Mag. Christian Ramberger

Rückfragehinweis:

Mag. Bernd Huemer
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Gruppe in Österreich
   Hietzinger Kai 101-105
   1130 Wien
   Tel: 01/878 07 - 88710, Fax: - 40261
   E-Mail: [email protected]
   Internet: www.allianz.at

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