• 12.10.2007, 12:00:16
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RUBENS "VENUS VOR DEM SPIEGEL" aus den Fürstlichen Sammlungen ab 18. Oktober 2007 zu Gast in der TIZIAN-AUSSTELLUNG des KUNSTHISTORISCHEN MUSEUMS - BILD

Peter Paul Rubens (1577-1640)
Venus vor dem Spiegel, um 1613/14
Öl auf Holz
Höhe 123 cm, Breite 98 cm
Inv.-Nr. GE 120

Wien (OTS) - Peter Paul Rubens Gemälde "Venus vor dem Spiegel"
(1613/14), eines der bedeutendsten Rubens-Werke der Fürstlichen
Sammlungen, ist von 18. Oktober 2007 bis 6. Jänner 2008 in der Schau
"Der späte Tizian und die Sinnlichkeit der Malerei" im
Kunsthistorischen Museum zu sehen.

Erstmals werden in der Ausstellung das "Urbild" dieses Sujets,
Tizians "Venus mit Spiegel" aus der National Gallery in Washington
und das von Peter Paul Rubens in Anlehnung an sein Vorbild gefertigte
Gemälde in einer direkten Gegenüberstellung präsentiert. Beide Bilder
zeigen die Göttin der Liebe bei der Toilette, begleitet von Amor, der
einen Spiegel trägt. Um diese spannende Konfrontation zu ermöglichen,
verlässt die "Venus" von Peter Paul Rubens für kurze Zeit ihren
angestammten Platz im LIECHTENSTEIN MUSEUM.

Tizians Gemälde baut auf seiner Kenntnis antiker Vorbilder auf, in
der Venus folgt er einer berühmten Skulptur der Göttin, die später in
den Besitz der Medici gelangte. Während in diesem Werk die in den
Spiegel schauende Venus nicht den direkten Kontakt zum Betrachter
aufnimmt, ist Rubens’ Venus wesentlich raffinierter komponiert: Hier
nimmt die Göttin über den Spiegel den Kontakt zu ihrem Besucher auf,
das Porträt im Spiegelbild und ihr Profil "spielt" der Maler
gegeneinander aus.

Von 12. Oktober 2007 bis 7. Jänner 2008 bereichern im Austausch
zwei hochkarätige Leihgaben des Kunsthistorischen Museums die
Dauerausstellung des LIECHTENSTEIN MUSEUM.
Das "Bildnis einer jungen Dame" (um 1540), das zu den anziehendsten,
malerisch und farblich brillantesten Bildnissen des oberitalienischen
16. Jahrhunderts gehört und Alessandro Bonvicino, genannt Moretto da
Brescia (1498-1554), zugeschrieben wird, ist im Umfeld des Saales 9
gemeinsam mit Werken des Antonis Van Dyck zu sehen. Diese
Konfrontation führt dem Betrachter wertvolle Anregungen durch
oberitalienische Porträts des 16. Jahrhunderts für die Malerei des
Van Dyck sowie Unterschiede der Werke vor Augen.
Guido Renis (1575-1642) Gemälde des "Heiligen Hieronymus" (um
1634/35), das im Zusammenhang mit Werken des gleichen Sujets in der
Nachfolge von Gerrit van Honthorst und Antonis van Dyck in Saal 6
gezeigt wird, befand sich zwischen 1767 und 1957 in den Fürstlichen
Sammlungen, ehe es vom Kunsthistorischen Museum erworben wurde.

Reni und die Schule der Bologneser Malerei mit ihrem streng
klassizistischen Ideal zählten schon zu den Favoriten von Fürst
Johann Adam Andreas I. von Liechtenstein und wurden auch von seinen
Nachfolgern sehr geschätzt. Nun ist das Gemälde Renis für kurze Zeit
wieder im Palais Liechtenstein zu sehen und kann so das Bild der
Malerei Italiens - präsent in den Deckenbildern des Bolognesen
Marcantonio Franceschini sowie in den Galeriebildern - schlüssig
ergänzen.

Weitere Informationen zu den Leihgaben in der Dauerausstellung:
http://www.liechtensteinmuseum.at/de/pages/2439.asp

Informationen zur Tizian-Ausstellung: www.khm.at

   LIECHTENSTEIN MUSEUM. Die Fürstlichen Sammlungen
   Fürstengasse 1, 1090 Wien 
   Öffnungszeiten: Freitag bis Montag, 10.00-17.00 Uhr
   Tel.: +43 (1) 319 57 67-252
   Fax: +43 (1) 319 57 67-255
   E-Mail: info@liechtensteinmuseum.at
   www.liechtensteinmuseum.at

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sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
LIECHTENSTEIN MUSEUM. Die Fürstlichen Sammlungen
Mag. Alexandra Hanzl
Tel.: +43 (1) 319 57 67-140
Fax: +43 (1) 319 57 67-20
E-Mail: press@liechtensteinmuseum.at

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