RUBENS "VENUS VOR DEM SPIEGEL" aus den Fürstlichen Sammlungen ab 18. Oktober 2007 zu Gast in der TIZIAN-AUSSTELLUNG des KUNSTHISTORISCHEN MUSEUMS

Wien (OTS) - Peter Paul Rubens Gemälde "Venus vor dem Spiegel" (1613/14), eines der bedeutendsten Rubens-Werke der Fürstlichen Sammlungen, ist von 18. Oktober 2007 bis 6. Jänner 2008 in der Schau "Der späte Tizian und die Sinnlichkeit der Malerei" im Kunsthistorischen Museum zu sehen.

Erstmals werden in der Ausstellung das "Urbild" dieses Sujets, Tizians "Venus mit Spiegel" aus der National Gallery in Washington und das von Peter Paul Rubens in Anlehnung an sein Vorbild gefertigte Gemälde in einer direkten Gegenüberstellung präsentiert. Beide Bilder zeigen die Göttin der Liebe bei der Toilette, begleitet von Amor, der einen Spiegel trägt. Um diese spannende Konfrontation zu ermöglichen, verlässt die "Venus" von Peter Paul Rubens für kurze Zeit ihren angestammten Platz im LIECHTENSTEIN MUSEUM.

Tizians Gemälde baut auf seiner Kenntnis antiker Vorbilder auf, in der Venus folgt er einer berühmten Skulptur der Göttin, die später in den Besitz der Medici gelangte. Während in diesem Werk die in den Spiegel schauende Venus nicht den direkten Kontakt zum Betrachter aufnimmt, ist Rubens’ Venus wesentlich raffinierter komponiert: Hier nimmt die Göttin über den Spiegel den Kontakt zu ihrem Besucher auf, das Porträt im Spiegelbild und ihr Profil "spielt" der Maler gegeneinander aus.

Von 12. Oktober 2007 bis 7. Jänner 2008 bereichern im Austausch zwei hochkarätige Leihgaben des Kunsthistorischen Museums die Dauerausstellung des LIECHTENSTEIN MUSEUM.
Das "Bildnis einer jungen Dame" (um 1540), das zu den anziehendsten, malerisch und farblich brillantesten Bildnissen des oberitalienischen 16. Jahrhunderts gehört und Alessandro Bonvicino, genannt Moretto da Brescia (1498-1554), zugeschrieben wird, ist im Umfeld des Saales 9 gemeinsam mit Werken des Antonis Van Dyck zu sehen. Diese Konfrontation führt dem Betrachter wertvolle Anregungen durch oberitalienische Porträts des 16. Jahrhunderts für die Malerei des Van Dyck sowie Unterschiede der Werke vor Augen.
Guido Renis (1575-1642) Gemälde des "Heiligen Hieronymus" (um 1634/35), das im Zusammenhang mit Werken des gleichen Sujets in der Nachfolge von Gerrit van Honthorst und Antonis van Dyck in Saal 6 gezeigt wird, befand sich zwischen 1767 und 1957 in den Fürstlichen Sammlungen, ehe es vom Kunsthistorischen Museum erworben wurde.

Reni und die Schule der Bologneser Malerei mit ihrem streng klassizistischen Ideal zählten schon zu den Favoriten von Fürst Johann Adam Andreas I. von Liechtenstein und wurden auch von seinen Nachfolgern sehr geschätzt. Nun ist das Gemälde Renis für kurze Zeit wieder im Palais Liechtenstein zu sehen und kann so das Bild der Malerei Italiens - präsent in den Deckenbildern des Bolognesen Marcantonio Franceschini sowie in den Galeriebildern - schlüssig ergänzen.

Weitere Informationen zu den Leihgaben in der Dauerausstellung:
http://www.liechtensteinmuseum.at/de/pages/2439.asp

Informationen zur Tizian-Ausstellung: www.khm.at LIECHTENSTEIN MUSEUM. Die Fürstlichen Sammlungen Fürstengasse 1, 1090 Wien Öffnungszeiten: Freitag bis Montag, 10.00-17.00 Uhr Tel.: +43 (1) 319 57 67-252 Fax: +43 (1) 319 57 67-255 E-Mail: info@liechtensteinmuseum.at www.liechtensteinmuseum.at

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