Scholik: Erster Schritt in die richtige Richtung

Resolutionen von Dienststellenversammlung und zahlreiche negative Stellungnahmen haben Wirkung gezeigt

Wien (OTS) - Die AHS-Vorsitzende und Gründungsmitglied der Plattform "www.schule-bunt", Eva Scholik, sieht das Ergebnis der gestrigen Verhandlungsrunde zwischen den Koalitionsparteien zur SchOG-Novelle als ersten wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Der Versuch von BM Schmied, die Gesamtschule ("Neue Mittelschule") per Gesetz einzuführen und dabei das bisherige Mitspracherecht der Eltern, der Schülerinnen und Schüler, sowie der Lehrerinnen und Lehrer bei Schulversuchen abzuschaffen, hat zu heftigen Reaktionen geführt. Tausende AHS-Lehrer/innen haben bei Dienststellenversammlungen ihre Bedenken artikuliert und in Resolutionen festgehalten.
Offensichtlich haben die Stimmen der pädagogischen Vernunft ein Umdenken bei der Unterrichtsministerin bewirkt.
In einem ersten Gespräch wurde koalitionsintern vereinbart, dass die Gesamtschule ("Neue Mittelschule") nur als Schulversuch und nur unter Wahrung der Mitbestimmungsrechte der Eltern, Schüler/innen und Lehrer/innen erprobt werden soll.
Scholik geht davon aus, dass nun auch die weiteren Eckpfeiler vernünftiger Schulentwicklung fixiert werden:

  • Gesetzliche Einführung der Klassenschülerhöchstzahl 25 auch in den Bundesschulen.
  • Die Qualität des Unterrichts ist durch Differenzierung sicherzustellen!
  • Bildungsstandards in der 3. und 4.Klasse Volksschule sowie in der 8. Schulstufe, um das Leistungsniveau vergleichbar zu machen, sowie die richtige Schulwahl zu unterstützen.
  • Zusatzmodule zur Interessens- und Begabungsentwicklung (Sprachzertifikate, Freigegenstände
  • Zusatzmodule zur Kompensation von Lernschwächen.
  • Intensive Sprachförderung für Migrantenkinder ist auch in der AHS zu ermöglichen.
  • Die freie Schulwahl muss auch weiterhin gegeben sein!

"Die AHS-Lehrer/innen stehen nach wie vor sinnvollen Veränderungen des Schulsystems unter entsprechenden Rahmenbedingungen positiv gegenüber. Die Ausschaltung von Mitbestimmungsrechten und Zwangsbeglückung werden wir jedoch stets mit aller Entschiedenheit zurückweisen." stellt Scholik abschließend fest.

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