Rack: Europa muss den Fremdenverkehr mehr fördern

Tourismus als wichtige Einnahmequelle - Verbraucherschutz stärken

Brüssel, 9. Oktober 2007 (ÖVP-PD) Der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments stimmte heute in Brüssel über einen Bericht über Möglichkeiten für eine neue EU-Tourismuspolitik ab. Der steirische Europaparlamentarier Univ. Prof. Dr. Reinhard Rack dazu:
"Tourismus ist für viele EU-Länder, besonders auch für Österreich, eine ganz wichtige Einnahmequelle. Die EU hat aber - und das wird auch so bleiben - in der Fremdenverkehrspolitik selbst keine Kompetenz. Jedoch spielt der Tourismus für das reibungslose Funktionieren des Binnenmarkts eine bedeutende Rolle, auch der Verbraucherschutz ist besonders wichtig. Daher macht es durchaus Sinn, auf europäischer Ebene gute Ideen zu sammeln, wie wir eine effiziente europäische Partnerschaft für den Tourismus gestalten können." ****

"Der Fremdenverkehrssektor liegt im Schnittpunkt zahlreicher EU-Politiken, die wesentlichen Einfluss auf seine Effizienz und seinen potenziellen Beitrag zu Wachstum und Beschäftigung haben. Leider hat die EU aber in den letzten Jahren kein in sich schlüssiges politikübergreifendes Tourismuskonzept entwickeln können. Das bringt einerseits nachteilige Folgen für den Sektor selbst und seine Entwicklung mit sich, während zugleich die Gefahr des Verlusts europäischer Marktanteile zunimmt", warnt Rack.

Konkret schlägt der Parlamentsbericht eine Vereinfachung und Kostenreduktion im Bereich der Touristenvisa vor. "Dies muss natürlich unter primärer Berücksichtigung des Sicherheitsaspektes überlegt werden. Dennoch ist hier Raum für Verbesserungen, vor allem im administrativen Bereich", so Rack. Weiters fordert der Ausschuss Bemühungen für eine Harmonisation im Bereich der Bewertung der Nächtigungsangebote ein: "Der Kunde muss sich sicher sein können, was beispielsweise ein Vier-Stern-Hotel genau bedeutet - und das in allen EU-Staaten. Das ist auch eine Frage des Verbraucherschutzes und der Qualitätssicherung." In diesem Zusammenhang könnte ein eigenes Gütesiegel angedacht werden, mit dem auch in den Bereichen Umweltschutz, Sicherheit und Qualität genaue Aussagen getroffen werden könnten.

Die Frage des Verbraucherschutzes sei vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass immer mehr Menschen ihren Urlaub direkt
im Internet buchen würden. "Schlussendlich müssen wir auch Menschen mit reduzierter Mobilität und vor allem älteren Menschen erhöhte Aufmerksamkeit widmen. Gerade diese Gruppe unserer Gesellschaft hat ein besonders hohes Potential für den Fremdenverkehr", betonte Rack. "All dies sind Möglichkeiten, wo auf EU-Ebene konkrete Beispiele und beste Ideen gesammelt werden könnten, ohne dabei das Prinzip der Subsidiarität zu verletzen. Wir brauchen hier kein Zuviel an Europa, Dinge wie eine europäische Ferienordnung sind mit Sicherheit nichts, was auf EU-Ebene geregelt gehört", sagte Rack abschließend.

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