- 09.10.2007, 10:34:15
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Naturhistorisches Museum: Tierqual für Muscheldinner
Salzburg (OTS) - Mit zweifelhaften Methoden versuchen
Institutionen wie das Naturhistorische Museum Interesse zu wecken,
nicht genug, dass Tiere in vergleichsweise winzigen Glasvitrinen
gehalten werden, setzt man nun auf das sogenannte "Muscheldinner".
Tausende Kilogramm Muscheln wurden in den letzten Jahren bereits
vor Ort verzehrt. Ungeachtet dessen, dass die Muscheln lebendig im
siedenden Wasser gekocht werden, delektieren sich "Promis" an den
Tieren.
Museumsdirektor Lötsch sprach in einem Interview Muscheln ein
Bewusstsein ab, selbst wenn dies der Fall sein sollte, bedeutet es
nicht, dass Muscheln kein Schmerzempfinden haben.
Außerdem müssen Muscheln auf Algengifte untersucht werden, die
beim Menschen Magen-Darm Erkrankungen, aber auch tödliche
Vergiftungen verursachen können. Obwohl es zur Feststellung der
Toxine eine tierversuchsfreie Methode gibt, die in Deutschland etwa
seit 15 Jahren erfolgreich angewendet wird, werden in vielen
EU-Ländern - auch in Österreich - noch immer grausame
Giftigkeitstests an Mäusen und Ratten durchgeführt: Ohne Betäubung
wird den Tieren Muschelextrakt in den Bauch injiziert. Dann
beobachtet man, wie lange der Todeskampf der Tiere dauert, woraus
dann die Konzentration des Muschelgiftes berechnet wird. Oft erleiden
die Tiere einen qualvollen Vergiftungstod, der bis zu 24 Stunden
dauern kann.
Vielleicht bleibt nun dem einen oder anderen die Muschel im Hals
stecken? Hoffentlich auch dem Direktor des Naturhistorischen Museums.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Tierschutzverein
Erich Goschler, Präsident
Tel.: 0662/843255
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