Naturhistorisches Museum: Tierqual für Muscheldinner

Salzburg (OTS) - Mit zweifelhaften Methoden versuchen
Institutionen wie das Naturhistorische Museum Interesse zu wecken, nicht genug, dass Tiere in vergleichsweise winzigen Glasvitrinen gehalten werden, setzt man nun auf das sogenannte "Muscheldinner".

Tausende Kilogramm Muscheln wurden in den letzten Jahren bereits vor Ort verzehrt. Ungeachtet dessen, dass die Muscheln lebendig im siedenden Wasser gekocht werden, delektieren sich "Promis" an den Tieren.

Museumsdirektor Lötsch sprach in einem Interview Muscheln ein Bewusstsein ab, selbst wenn dies der Fall sein sollte, bedeutet es nicht, dass Muscheln kein Schmerzempfinden haben.

Außerdem müssen Muscheln auf Algengifte untersucht werden, die beim Menschen Magen-Darm Erkrankungen, aber auch tödliche Vergiftungen verursachen können. Obwohl es zur Feststellung der Toxine eine tierversuchsfreie Methode gibt, die in Deutschland etwa seit 15 Jahren erfolgreich angewendet wird, werden in vielen EU-Ländern - auch in Österreich - noch immer grausame Giftigkeitstests an Mäusen und Ratten durchgeführt: Ohne Betäubung wird den Tieren Muschelextrakt in den Bauch injiziert. Dann beobachtet man, wie lange der Todeskampf der Tiere dauert, woraus dann die Konzentration des Muschelgiftes berechnet wird. Oft erleiden die Tiere einen qualvollen Vergiftungstod, der bis zu 24 Stunden dauern kann.

Vielleicht bleibt nun dem einen oder anderen die Muschel im Hals stecken? Hoffentlich auch dem Direktor des Naturhistorischen Museums.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Tierschutzverein
Erich Goschler, Präsident
Tel.: 0662/843255

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