- 09.10.2007, 10:26:12
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Internationaler Tag der Katastrophenvorsorge: Rotes Kreuz fordert Dotierung des Auslandskatastrophenfonds aus Mitteln des Klimafonds
Konsequenzen des Klimawandels sind ohne Prävention nicht in den Griff zu bekommen
Wien (Rotes Kreuz) - "250 Millionen Menschen werden jährlich Opfer
von Naturkatastrophen. Das sind um ein Drittel mehr als vor zehn
Jahren", alarmiert Max Santner, Leiter der Internationalen Hilfe des
Österreichischen Roten Kreuzes. In weniger entwickelten Ländern hat
sich die Zahl sogar verdoppelt. Anlässlich des Internationalen Tages
der Katastrophenvorsorge am 10. Oktober, appelliert das
Internationale Rote Kreuz gemeinsam mit den Vereinten Nationen an die
Regierungen, die Mittel für Katastrophenvorsorge deutlich anzuheben.
So auch die wiederholte Forderung, den Auslandskatastrophenfonds aus
Mitteln des neu geschaffenen Klimafonds zu dotieren. "Allein mit 10
Prozent der mit 500 Millionen dotierten Mittel ließen sich
entscheidende Maßnahmen setzen", so Santner.
Von 2004 bis 2006 ist die Anzahl der Rotkreuz-Katastropheneinsätze
von 278 auf 482 gestiegen. Grund dafür sind in erster Linie
meteorologische Ursachen aufgrund der Klimaveränderung. Während 2004
auf 54 Überflutungen reagiert wurde, sind es im Jahr 2006 schon 121.
Im heurigen Jahr verzeichnet das Rote Kreuz alleine bis jetzt mehr
als 100 Fluteinsätze. Die Zahlen bestätigen einmal mehr die
jahrelangen Aufzeichnungen des Internationalen Roten Kreuzes: wetter-
und klimabedingte Naturkatastrophen nehmen dramatisch zu. "Die
entscheidenden Hilfsmaßnahmen in den kommenden Jahren bestehen in
Risiko-Reduktion, sprich Anpassung an Risiken, die sich nicht mehr
vermeiden lassen, und Katastrophenvorsorge", erklärt Max Santner.
Trotz umfassender Zusagen seitens europäischer Staaten gehen nicht
mehr als vier Prozent der Mittel für humanitäre Hilfe in
Vorsorgemaßnahmen.
Maßnahmen des Roten Kreuzes sind u.a. gezielte Siedlungspolitik in
flut- oder tsunamigefährdeten Gebieten Indonesiens, das Pflanzen von
Mangrovenwäldern entlang der vietnamesischen Küste, um die
zerstörerische Wucht von Taifunen abzufangen; die Finanzierung von
Wasserstandsanzeigern in Mosambik, damit die Bevölkerung vor Fluten
rechtzeitig flüchten kann; In der Vorsorge kosten diese Maßnahmen
rund eine Million Euro und sparen in der Folge Jahr für Jahr fünfzehn
Millionen an Wiederaufbau-Kosten. "Eine Investition, die sich
ökonomisch betrachtet rechnet", so Santner.
Rückfragehinweis:
ÖRK-Pressestelle Mag. Andrea Winter Tel: 01/58 900-153 Mobil: 0664/823 48 54 mailto:[email protected] www.roteskreuz.at
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