- 05.10.2007, 12:21:35
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Der Depression wird der Kampf angesagt
Rot-Grünes Pilotprojekt der Stadt Wien startet Vortragsreihe in der Urania
Wien (OTS) - Seit dem Startschuss des Rot-Grünen Pilotprojektes
"Lebenslust statt Depression" zu Beginn dieses Jahres ist viel
geschehen. Einen Rückblick über die Aktivitäten der vergangenen neun
Monate sowie über wesentliche zukunftsweisende Maßnahmen zogen am
Freitag GR Mag. Sonja Ramskogler (SPÖ). GR Dr. Sigrid Pilz (Wiener
Grüne), Ao. Univ.-Prof. Dr. Karin Gutierrez-Lobos (Fachärztin für
Psychiatrie, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie,
Medizinische Universität Wien) und O.Univ.Prof. Dr. DDr. hc Siegried
Kasper (Facharzt für Psychiatrie, Universitätsklinik für Psychiatrie
und Psychotherapie, Medizinische Universität Wien).
Wie berichtet wurde, habe es eine große Veranstaltung im April
gegeben, ein Folder mit zielgruppenspezifischen Adressen und
Hilfsangeboten in Wien sei aufgelegt worden, und 50 Fachleute seien
speziell zur Bekämpfung dieser Krankheit ausgebildet worden. Dazu
hätten vor allem Fachärzte für Psychiatrie gehört, aber auch
Klinische- und Gesundheitstherapeuten sowie Psychotherapeuten.
Ziel war und ist es, aufzuzeigen, dass es sich bei Depression um
eine "richtige" Krankheit handelt. Jeder vierte Österreicher sei
zumindest einmal von dieser Krankheit persönlich betroffen. Wie
Ramskogler und Pilz feststellten, könne durch eine richtige und
gezielte Therapie einerseits die Zahl von Selbstmorden gesenkt
werden, andererseits würde dies zu einer Reduzierung der Kosten im
Gesundheitswesen von bis zu 25 Prozent führen.
Nun gelte es, Hausärzte zu sensibilisieren und eine
Partnerschaft aufzubauen. Dazu wurde in einer Auflage von 40.000
Stück ein Folder aufgelegt, der nicht nur bei Hausärzten, sondern
auch bei relevanten Institutionen aufliegen wird. Nützliche Details
finden sich auf der Homepage www.buendnis-depression.at
Die im Pressegespräch anwesenden Mediziner betonten, dass es
eine Vielzahl hervorragender Medikamente gebe, die im Fall von
Depression helfen können. Das Problem sei, dass viele Betroffene
Depression nicht als Krankheit anerkennen wollen und Beschwerden auf
Probleme im Rücken etc. zurück führen. Daher sei das Gespräch mit dem
Arzt so wichtig.
Vortragsreihe startet am kommenden Dienstag
Im Kooperation mit der Volkshochschule Urania wird es mit Beginn
am kommenden Dienstag vier Vorträge geben, wobei der Eintritt frei
ist. Das sind die Themen:
o 9. September: Depression hat viele Gesichter - Information rund um die Krankheit, Entstehung, Formen und Behandlung von Depressionen;
o 7. November: Depression im Kindes- und Jugendalter - Von der Normalität zur Krankheit;
o 11. Dezember: Depression und Migration - Verfolgung macht krank, Flucht, Exil, Trauma und Depression;
o 15. Jänner 2008: Alltag Depression - Betroffene und Angehörige im
Gespräch
Abschließend hoben Ramskogler und Pilz hervor, dass die Vernetzung, Aufklärung und vor allem gezielte Information intensiv fortgesetzt wird. Daher wird es einmal monatlich zu einem Treffen kommen, bei der nicht nur jüngste Erkenntnisse diskutiert werden, sondern auch künftige den Menschen helfende Projekte beschlossen werden sollen. (Schluss) ull
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