Gesundheitsministerium zu Protestdrohungen der Ärztekammer

Wien (OTS) - Zu den von Seiten der Ärztekammer geäußerten Protestdrohungen gegen sogenannte "ambulante Versorgungszentren" stellte das Gesundheitsministerium heute, Mittwoch, folgende Fakten klar:

Die der Ärztekammer vorliegenden Schriftstücke sind unautorisierte Arbeitspapiere aus den Länderverhandlungen zu den 15a-Vereinbarungen und entsprechen in keinster Weise den Intentionen des Gesundheitsministeriums. So plane man die Schaffung von "Gesundheitszentren" (nicht wie fälschlicherweise kommuniziert "ambulanter Versorgungszentren"). Durch die damit realisierte Verlagerung von Leistungen aus dem spitals- in den niedergelassenen Bereich sollen die Spitalsambulanzen entlastet und Versorgungslücken vor allem im ländlichen Bereich geschlossen werden - die medizinische Versorgung erfolgt somit wohnortnah da, wo die Menschen sie brauchen.

Die Gesundheitsministerin setzt mit der Schaffung dieser Gesundheitszentren einen zentralen Punkt des Regierungsprogramms und auch eine langjährige Forderung der Ärztekammer um. Keinesfalls werde es dadurch zu einer von Seiten der Standesvertretung befürchteten Zentralisierung der Gesundheitsversorgung kommen. Vielmehr geht es um eine gemeinsame Planung der Gesundheitsversorgung anhand regionaler Anforderungen und dabei nehmen die Haus- und Fachärzte eine zentrale Rolle ein.

Gemeinsam mit allen Akteuren des Gesundheitssystems werde man deshalb am großen Ziel arbeiten, die Finanzierung aus einer Hand zu realisieren, Ineffizienzen zu vermeiden und alle Kompetenzen und Kräfte zum Wohle der Patient/innen einzusetzen.

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