ÖAMTC fordert Augenmaß bei der Reform des Sanktionensystems

Kein Pardon für Hochrisikolenker

Wien (OTS) - "Eine Verschärfung der Strafen darf nicht die
Mehrheit der Autofahrer treffen, die sich grundsätzlich gesetzeskonform verhalten. Sie soll viel eher jene treffen, die sich weitab der Gesetze bewegen und damit sich und andere massiv gefährden", sagt Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung zur heute angekündigten Verschärfung von Verkehrsstrafen.

* Zum Thema Führerscheinentzug: Der ÖAMTC begrüßt, dass das Vorhaben, den Führerschein bereits beim ersten Mal bei einer Alkoholisierung zwischen 0,5 und 0,8 Promille zu entziehen, vom Tisch ist. "Uns geht es in erster Linie darum, schwerst alkoholisierte Lenker und Wiederholungstäter einzubremsen", sagt Rohracher.

* Zum Thema höhere Verkehrsstrafen bei Geschwindigkeitsübertretungen über 30 km/h: Die Festsetzung von 72 Euro erscheint dem Club akzeptabel, weil erst ab dieser Höhe ausländische Verkehrssünder verfolgt werden können. Gleichzeitig fordert der Club aber eine rigorose Durchforstung der bestehenden Tempolimits auf Sinnhaftigkeit. "Was wir ebenso dringend brauchen, ist ein bundesweit einheitlicher Strafenkatalog. Delikte müssen von Vorarlberg bis ins Burgenland mit der gleichen Geldbuße belegt sein", wiederholt Rohracher eine langjährige Club-Forderung.

Für den ÖAMTC steht außer Frage, dass nur ein Mix aus Aufklärung, Eigenverantwortung und Kontrolle nachhaltig zur Reduzierung der Verkehrsunfälle beitragen kann.

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