IV-Präsident Sorger: Steigende Belastungen bei Energie gefährden Standort und Arbeitsplätze

Industrie: Bekenntnis zu Standort, aber weitere Ökostrom-Novelle nicht leistbar - Industrie nicht aus dem Land "preisen" - Überlegungen der Politik gefordert

Wien (OTS) - (PdI) "Österreichs energieintensive Unternehmen, die zu den energieeffizientesten der Welt zählen, können keine weiteren Belastungen verkraften. Allein die stetig steigenden Belastungen aus dem Ökostromgesetz machen bereits bis zu 20 Prozent der Stromkosten einzelner Industrieunternehmen aus und gefährden den Standort und damit heimische Arbeitsplätze", erklärte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Dr. Veit Sorger, heute, Mittwoch. Anlässlich der morgigen Diskussion bei der ÖVP-Klubklausur betonte Sorger, "eine weitere Ökostrom-Novelle zu Lasten der Industrie können wir uns auch gerade vor dem Hintergrund der anstehenden Vorgaben auf europäischer Ebene nicht leisten". "Von der Politik sind Überlegungen gefordert, wie man die vorhandenen Mittel effizienter nutzen kann und wo es noch verfügbare Potenziale gibt, bevor an weitere Subventionsaufstockungen gedacht wird", so Sorger zur geplanten Novellierung des Ökostromgesetzes.

Industrie braucht sichere und leistbare Energieversorgung

Die Industrie sei der Motor der aktuellen Konjunktur und der positiven Beschäftigungsentwicklung. "Eine sichere und leistbare Energieversorgung ist dabei eine der wichtigsten Säulen des Industriestandortes Österreich und seiner Unternehmen im internationalen Wettbewerb. Wir erwarten daher von der ÖVP ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Österreich, gerade auch in Sachen Klima- und Energiepolitik", so der IV-Präsident.

Bei europäischem Burden-Sharing nicht Kyoto-Fehler wiederholen

Österreich dürfe bei der anstehenden Debatte zum europäischem Burden-Sharing im Bereich Erneuerbarer Energie und CO2-Emissionen nicht den Kyoto-Fehler wiederholen "und sich voreilig zu unrealistischen und überambitionierten Zielen verpflichten, die mit vernünftigem Aufwand nicht erfüllbar sind", warnt die Industrie. "Unrealistische Ziele benachteiligen Österreich und sind nicht nur ein Investitionshindernis, sondern zugleich Ausdruck standortpolitischer Verantwortungslosigkeit. "Wir erwarten uns von der Politik, dass sie uns gegenüber Brüssel verteidigt und alle Register zieht, damit Teile der österreichischen Industrie nicht aus dem Land ’gepreist’ werden", betonte Sorger.

"Es geht um die Schaffung eines Rahmens, der langfristige Investitionen in energieintensiven Industrien in Österreich weiter zulässt, was derzeit nicht gesichert ist", so Sorger. Aus Klimaschutz-Sicht sei es geradezu absurd, energieeffiziente Produktionskapazität aus Österreich zu verdrängen, "die dann durch weitaus weniger energieeffiziente Produktionskapazität in Russland, China oder anderen Teilen der Welt ersetzt wird und damit auch dem Weltklima schadet".

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