- 03.10.2007, 12:46:42
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Gipfel der Zukunftsgeneration der Sozialpartner
3. Oktober 2007, Bad Ischl
Wien (PWK734) - Die Zukunftsgeneration der Sozialpartner bekennt
sich in Übereinstimmung mit der österreichischen Bundesregierung zum
EU-weiten Lissabon-Prozess. Will das Ziel erreicht werden, die EU bis
2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten
Wirtschaftsraum zu transformieren, so muss besonderes Augenmerk auf
Bildung und Ausbildung gelegt werden. Zwar ist Bildung im Zuge des
Lebenslangen Lernens ein nie abgeschlossener Prozess, dennoch ist
keine andere Gesellschaftsgruppe von den Rahmenbedingungen der
(Aus-)Bildung derart betroffen wie Kinder und Jugendliche.
Die schulische Bildung dient dazu, Jugendliche auf eine
weiterführende Ausbildung bzw. die Berufstätigkeit vorzubereiten. Aus
diesem Grund soll die Schule Jugendlichen sowohl fachliche wie auch
persönlichkeitsbildende Kompetenzen vermitteln.
Es ist uns wichtig, festzuhalten, dass Bildung und Ausbildung
nicht allein dem Herbeiführen von "Arbeitsmarktfähigkeit" dienen.
Bildung dient vor allem auch der persönlichen und gesellschaftlichen
Weiterentwicklung. Um teilhaben zu können an Gesellschaft und
Arbeitswelt, bedarf es des Wissens um die eigenen Fähigkeiten und
Möglichkeiten. Demokratie und Innovation beruhen auf und speisen sich
aus informierten, eigenständig handelnden und denkenden Personen.
Die Zukunftsgeneration Sozialpartner unterstützt das generelle
Ziel eines modernen, an den Prinzipien des lebensbegleitenden Lernens
ausgerichteten Bildungssystems, das europa- und weltweit Beachtung
findet.
Bezugnehmend auf das Papier "Chance Bildung" der Sozialpartner
halten wir im Zusammenhang mit der Frage der (Aus-)Bildung künftiger
Generationen für besonders wichtig: Das Bekenntnis zur
Durchlässigkeit, zur umfassenden Berufsinformation und zur
Integration.
Durchlässigkeit
Besonders begrüßt die Zukunftsgeneration Sozialpartner den
Benchmark zu Erhöhung des Anteils an Lehrlingen und
Lehrabsolventinnen, die die Berufsreifeprüfung ablegen. Die
Berufsreifeprüfung soll in Zukunft Lehrlingen aller Berufsfelder als
freiwillige Möglichkeit offen stehen.
Auch für die Anerkennung non-formaler Aus- und Weiterbildung soll
in Zukunft ein praktikables Modell entwickelt werden.
Bildungs- und Berufsorientierung als fixer Bestandteil
Generell regt die Zukunftsgeneration Sozialpartner an, dass die
Berufsorientierung im Rahmen der schulischen Bildung in allen
Schulstufen und Schulformen zum fixen Bestandteil wird. Dabei sollen
die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Praxis des Berufes
durch zB. Betriebsbesuche, Schnupperpraktika und Gespräche mit
PraktikerInnen erhalten. Neben dem Besuch von
Berufsinformationsmessen oder den Berufsinformationszentren der
anerkannten Weiterbildner (Wifi, bfi, LFI, ams), soll die Möglichkeit
zur Absolvierung von Potenzialanalysen und Berufsinfotests wie zB.
http://www.bic.at/, http://www.berufskompass.at oder der
AK-Begabungstest ebenfalls standardmäßig angeboten werden.
Die Zukunftsgeneration der Sozialpartner freut sich, dass auch ein
verstärktes Augenmerk darauf gelegt werden soll, dass Frauen und
Mädchen für technische Berufe begeistert und ausgebildet werden
sollen. Initiativen wie der Töchtertag oder Girls Day sollen im
Rahmen der Berufsorientierung stärker beworben werden.
Integration
Die Zukunftsgeneration der Sozialpartner begrüßt, die Einführung
eines verpflichtenden gebührenfreien Vorschuljahres, damit jene
Kinder, die einer besonderen Förderung bedürfen, dem
Volksschulunterricht bestmöglich folgen können. Darüber hinaus halten
wir es für notwendig, dass im Deutschunterricht in der Volksschule
bei Bedarf StützlehrerInnen eingesetzt werden, damit alle Kinder
möglichst früh und möglichst umfassend die deutsche Sprache
beherrschen.
Darüber hinaus erachtet es die Zukunftsgeneration der
Sozialpartner aber für notwendig, dass Integration zum Thema im
Unterricht in allen Schulstufen gemacht wird. Das Kennenlernen, der
Umgang mit und das Wissen um das Miteinander verschiedener Kulturen
muss fix im Lehrplan verankert werden.
Im Bekenntnis zu Europa halten wir es darüber hinaus für notwendig
bestehende Austauschprogramme für Schüler/innen und Lehrlinge
bekannter zu machen und auszubauen. (us)
Jürgen Michlmayr, ÖGJ
Harald Gatterer, Junge Wirtschaft
Johannes Kessel, Landjugend
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Junge Wirtschaft | Gründer-Service | Frau in der Wirtschaft Mag. Elisabeth Zehetner Tel: +43 (0)5 90 900 3018 Fax: +43 (0)5 90 900 295 E-Mail: elisabeth.zehetner@wko.at Internet: www.unternehmerin.at
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