GR Sissi Potzinger (ÖVP-Graz), Familiensprecherin des EUFRI: ÖVP darf nicht in die rote Falle tappen!

Wien (OTS) - Hunderttausende christlicher Wähler würden verprellt, wenn von den vielen, oft sehr guten Vorschlägen der Perspektiven 2010 ausgerechnet der "Homo-Pakt" als erste und einzige Forderung umgesetzt würde, obwohl er gar kein offizieller Vorschlag der dafür zuständigen Arbeitsgruppe "Familie und Recht" war, sondern nur die Extremste der verschiedenen Meinungsäußerungen innerhalb der Gruppendiskussion.

Erstens müsste die ÖVP ihre Zustimmung zu einer solchen Lösung zu allererst davon abhängig machen, dass die wichtigen Punkte zur Familien- und Geburtenförderung auch von den anderen Parteien mitgetragen werden. Zweitens sollte es für eine solche Lösung genügen, dass vor dem Notar abzuschließen, sowie es in vielen EU-Ländern (Frankreich, Bayern) üblich ist. Drittens darf eine solche Möglichkeit für Homosexuellen nicht zu einer neuen Diskriminierung von Heterosexuellen führen. Wenn daher die Bereitschaft zweier Menschen durch einen besonderen Pakt oder Vertrag für einander Verantwortung zu übernehmen zu verschiedenen Konsequenzen führt (Mitversicherung bei der Krankenkasse, Weitergabe von Mietwohnungen, etc.), dann darf diese Möglichkeit nicht auf Homosexuelle eingeschränkt werden. Wenn z.B. zwei Arbeitskolleginnen die Wohnung teilen und auch die Freizeit miteinander verbringen und füreinander einstehen, müssen sie nach diesem Vorschlag eine lesbische Beziehung vortäuschen, wenn sie auch in den Genuss solcher Möglichkeiten kommen wollen?

Aus diesen Gründen kann es daher keinen "Homo-Pakt" geben, sondern, wenn überhaupt, dann nur ein Zivil-Pakt zwischen zwei Personen, die damit füreinander Verantwortung übernehmen.

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