• 02.10.2007, 10:37:58
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Europa Donna: Begleitung von Brustkrebspatientinnen - Präsentation der Initiative "Breast Friends"

Wien (OTS) - Jede Brustkrebspatientin sollte - abgesehen vom
ärztlichen Team - eine/n kompetente/n BegleiterIn aus ihrem
persönlichen Umfeld auf dem Weg durch die Krankheit haben - eine oder
einen "Breast Friend" eben. Eine Idee, die im angloamerikanischen
Raum schon weite Verbreitung gefunden hat. Europa Donna Österreich
will mit der Initiative "Breast Friends" Menschen in Österreich dazu
ermutigen, Brustkrebspatientinnen auf ihrem schweren Weg durch
Diagnose und Therapie aktiv zu begleiten. Ein Leitfaden mit
Ratschlägen, Tipps und Informationen, der mit der Unterstützung
Österreichs führender BrustkrebsspezialistInnen entstanden ist, soll
diese besonderen Bezugspersonen, diese "Breast Friends", bei der
Begleitung ihrer an Brustkrebs erkrankten Angehörigen und Freundinnen
unterstützen.

Am 1. Oktober, zum Auftakt des Brustkebsmonats, präsentierte
Europa Donna Österreich die "Breast Friends"-Initiative im Rahmen
einer Festveranstaltung in der Akademie der bildenden Künste in Wien.
Im Anschluss an den Festakt fand die Vernissage "Breast Friends -
Außergewöhnliche Freundschaften" mit Fotowerken des britischen
Star-Fotografen Rankin statt, der prominente Breast Friends wie Jerry
Hall, Marcia Cross, Romina Power und Rosanna Arquette portraitierte,
um Awareness für die Breast Friends-Idee zu schaffen.
Prominenz aus Wissenschaft und Gesellschaft, Health Care
Professionals sowie zahlreiche von Brustkrebs Betroffene waren der
Einladung des österreichischen Forums der Europäischen Föderation
gegen Brustkrebs gefolgt.

Den Weg gemeinsam gehen ...

"Ziel der "Breast Friends"-Initiative von Europa Donna Österreich
ist es, gemäß unserem Motto Gemeinsam statt einsam, Menschen dazu zu
ermutigen, Brustkrebspatientinnen aktiv zu unterstützen und
begleiten", so Europa Donna Österreich-Präsidentin Sylvia
Eisenburger-Kunz in ihrer Rede. "Die Diagnose Brustkrebs verursacht
einen Schock, den man nicht allein durchleben sollte. Angst, Ohnmacht
und Hilflosigkeit sind oft die dominierenden Gefühle. Dabei gilt es
gerade jetzt, eine Vielzahl von Entscheidungen zu treffen. Die
Begleitung durch einen Breast Friend kann hier eine unschätzbar
wertvolle Stütze sein!"

Brustkrebs hat viele Gesichter

Es gibt viele verschiedene Formen von Brustkrebs. Daher ist es für
eine erfolgreiche Therapie extrem wichtig, dass alle notwendigen
diagnostischen Maßnahmen gesetzt werden. Nur wenn genau identifiziert
wurde, welche Form vorliegt, kann die für die jeweilige Patientin
optimale Behandlung "maßgeschneidert" werden. "Die 'Breast
Friends'-Initiative von Europa Donna Österreich soll Angehörige,
Freunde, Freundinnen und Bekannte von Brustkrebs-Patientinnen
ermutigen, sich mit der Erkrankung auseinanderzusetzen, denn so
können sie für die Betroffenen eine wichtige Stütze im Umgang mit
'ihrer' Krankheit sein!" so der international renommierte Onkologe
Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, der sich in seiner Rede auch bei
seinen vielen KollegInnen bedankte, die dem Redaktionsteam bei der
Erstellung des "Leitfadens für Breast Friends" mit Erfahrung, Rat und
Tat zur Seite gestanden sind.

Hilfe für HelferInnen

Doch wie kann man einer Patientin sinnvoll helfen? Wie soll man
auf sie zugehen? In welchen Bereichen benötigt die Patientin am
meisten Unterstützung? Welche Informationen sind wichtig? Wie geht
man als HelferIn mit den eigenen Ängsten und Ressourcen um?

Dr.in Karin Gruber, Medizin- und Wissenschaftsjournalistin und
Autorin des Leitfadens: "Der Leitfaden "Breast Friends - den Weg
gemeinsam gehen ..." soll auch bei diesen Fragen Hilfestellung geben.
Es ist sehr wichtig, sich der eigenen Ängste, Stärken und Schwächen
bewusst zu sein und die eigenen Grenzen zu erkennen und zu
respektieren."
Dr.in Gruber hat für ihre Arbeit am Leitfaden nicht nur Interviews
mit Österreichs führenden SpezialistInnen rund um die Thematik
Brustkrebs, sondern auch mit vielen Betroffenen geführt. "Die
Diagnose Krebs steht am Anfang eines schweren, schmerzlichen und oft
langen Weges, der den Betroffenen sehr viel abverlangt. Menschen aus
dem Umfeld der Patientin können entscheidend beeinflussen, wie dieser
Weg wird. Sie können der Patientin helfen, ihre Handlungsfähigkeit zu
sichern oder wieder zu erlangen. Sie können ihr helfen, mit der
Krankheit leben zu lernen. Und ein zentrales Element dabei sind
Informationen. Informationen sind unerlässlich für bewusste
Entscheidungen und damit für das Wiedererlangen von
Selbstbestimmtheit und Kontrolle über das eigene Leben."

Unsicherheiten und Ängste

Univ.-Prof.in Dr.in Karin Gutiérrez-Lobos, Universitätsklinik für
Psychiatrie und Psychotherapie, Wien, und Vizepräsidentin von Europa
Donna Österreich, deren Mutter an Brustkrebs verstorben ist: "Das
soziale Umfeld der Patientin spielt eine wichtige Rolle. Oftmals
reagieren Personen aus dem Umfeld auf Grund von Nicht-Wissen und
eigenen Ängsten mit großer Unsicherheit. Auch hier soll der Leitfaden
Hilfestellung bieten. Es gibt aber kein Patentrezept, denn Menschen -
PatientInnen wie Breast Friends - sind nun einmal verschieden. Breast
Friends sollten sich klar darüber werden, wo ihre eigenen Stärken
liegen, worin sie gut sind und was sie gerne machen. Und genau dort
sollten sie ansetzen."
Aber eines, so betont Prof.in Gutiérrez-Lobos, ist von essentieller
Wichtigkeit: "Niemals Druck auf die Patientin ausüben, nicht
versuchen, sie zu etwas zu überreden. Ein Breast Friend sollte
einfach für sie da sein und sie auf ihrem eigenen Weg bestärken!"

Breast Friends - außergewöhnliche Freundschaften

Ingrid Schnabl, ebenfalls Vizepräsidentin von Europa Donna
Österreich: "Wichtig ist, dass man für die Patientin da ist, ihr
zuhört, sie beim Einholen von Information unterstützt, mit ihr z.B.
eine Frageliste für den nächsten ÄrztInnen-Besuch zusammenstellt, sie
auch dorthin begleitet, ihr bei der Bewältigung des Alltags hilft -
kurz gesagt als wirkliche Freundin, als wirklicher Freund in dieser
schweren Zeit für sie da ist und ihr aktiv Hilfe und Unterstützung
anbietet Und: Jede Patientin hat das Recht auf die bestmögliche
Therapie! Information ist dabei extrem wichtig und gerade beim
Einholen von Informationen kann ein Breast Friend die Patientin
wesentlich unterstützen."

Medizinische Basics für Patientinnen und Breast Friends

Um Betroffene und ihre Angehörigen auch mit den medizinischen
Grundlagen der Erkrankung vertraut zu machen, ist bei Europa Donna
Österreich auch das Buch "Ist es vielleicht Brustkrebs? - Ein
Leitfaden für Frauen mit der Diagnose Brustkrebs" kostenlos
erhältlich.
Der Leitfaden für Breast Friends und das Buch mit den medizinischen
Grundlagen sind unter www.europadonna.at/breastfriends zum Downlad
verfügbar oder in Print-Form erhältlich via office@europadonna.at;
Telefon: 0650/902 32 65.

Breast Friends-Event in der Akademie

Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant, Präsident der ABCSG (Austrian
Breast & Colorectal Study Group) referierte über die Chancen für
Brustkrebspatientinnen bei der Teilnahme an medizinischen Studien und
betonte, genauso wie Sektionschef Prof. Med.-Rat Dr. Hubert Hrabcik,
Generaldirektor für öffentliche Gesundheit vom Bundesministerium für
Gesundheit, Familie und Jugend, und Univ.-Prof. in Dr. in Beate
Wimmer-Puchinger, Frauengesundheitsbeauftragte der Stadt Wien, die
Wichtigkeit der "Breast Friends"-Initiative von Europa Donna
Österreich.

Breast Friends - Außergewöhnliche Freundschaften

Dr. Martin Hangarter, Geschäftsführer von Roche Austria, übernahm
die Eröffnung der Ausstellung. Der Pharmakonzern Roche, der
Grundlagenforschung ebenso fördert wie humanitäre, soziale und
kulturelle Projekte, hat die Rankin-Ausstellung "Breast Friends -
Außergewöhnliche Freundschaften" nach Österreich gebracht. Der
britische Starfotograf Rankin portraitierte prominente Breast Friends
aus der ganzen Welt: Jerry Hall, die "Ex" von Oberstone Mick Jagger,
deren Zwillingsschwester an Brustkrebs erkrankt ist, Suzanne Wyman,
Ehefrau von Rolling Stones-Bassist Bill Wyman, deren beste Freundin
Brustkrebs hat, "Desperate Housewife" Bree, Marcia Cross, die ihre
Freundin Rosemary Moritz als Breast Friend begleitet hat,
Hollywood-Star Rosanna Arquette und Romina Power und deren Schwester,
um nur einige zu nennen, haben sich von ihm ablichten lassen, um die
Breast Friends-Idee zu unterstützen.

Die Ausstellung "Breast Friends - Außergewöhnliche Freundschaften"
des britischen Star-Fotografen Rankin ist von 2. - 14. Oktober im
Wiener AKH (Universitätsklinik für Innere Medizin I, Klinische
Abteilung für Onkologie, Vorstand: Univ.-Prof. Dr. Christoph
Zielinski) zu sehen.

Foto-Shooting für österreichische Breast Friends

Im Rahmen des Breast Friend-Events in der Akademie der bildenden
Künste fand auch das Kick-Off für das Foto-Shooting für die
Ausstellung mit Portraits österreichischer Brustkrebspatientinnen und
ihrer Breast Friends statt, die 2008 der Öffentlichkeit präsentiert
werden wird. Die renommierte österreichische Fotografin Gabriela Koch
setzt dabei auf sensible Schwarz-Weiß-Portraits.

Fotos und Text der Presseaussendung (Lang- und Kurzfassung) zum
Download unter: www.europadonna.at -> Presse

Rückfragehinweis:

Barbara Urban             
   medical media consulting  
   Mobil: 0664/41 69 4 59    
   mailto:barbara.urban@medical-media-consulting	
   
   Mag. Harald Schenk
   medical media consulting
   Mobil: 0664/160 75 99
   mailto:harald.schenk@medical-media-consulting

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MMC

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