• 29.09.2007, 09:25:38
  • /
  • OTS0012 OTW0012

ARC-Science-News: Nano-"Januskopf" soll Oberflächen reinigen

Neues Forschungsprojekt über selbstreinigende Oberflächenbeschichtungen

Gebäude, die mit nanobeschichteten Scheiben verglast sind (siehe Glasfläche rechts), müssen wesentlich seltener gereinigt werden als mit herkömmlichen Verglasungen.

Wien, Seibersdorf (OTS) - Janus, der römische Gott mit den zwei
Gesichtern, ist Namenspatron für eine neue Generation an
selbstreinigenden Nanobeschichtungen, die in den nächsten vier Jahren
im Forschungsprojekt Phonas entwickelt werden. Unter der Leitung der
Austrian Research Centers (ARC) sollen Nanopartikel designt werden,
die zwei Reinigungsfunktionen in sich vereinen: das Anhaften von
Schmutz an der Oberfläche verhindern und Schmutzpartikel aktiv
auflösen. Wasser und Sonnenlicht werden dabei als Quellen genutzt,
die diese Prozesse aktivieren. Damit soll es in Zukunft z.B. möglich
sein, Aussenfassaden und Badinstallationen zu entwickeln die Schmutz
und Fett abstoßen oder Möbel zu entwerfen, die immun gegen
Rotweinflecken sind. Autos der Zukunft sollen durch Sonnenlicht und
Regenwasser automatisch gereinigt werden.

Nano-Beschichtungen der Zukunft schützen nicht nur Glas

Nano-Beschichtungen finden heute bereits breite Anwendung, sind
bis jetzt aber hauptsächlich auf Glasoberflächen beschränkt. Gebäude,
die mit nanobeschichteten Scheiben verglast sind, müssen wesentlich
seltener gereinigt werden als mit herkömmlichen Verglasungen. Die
Nanobeschichtungen der Zukunft sollen nun verschiedene Funktionen in
sich vereinen und für unterschiedlichste Oberflächen, wie Keramik,
Lack oder Polymere, nutzbar sein. Und so werden das selbstreinigende
Auto oder die selbstreinigende Duschkabine sehr bald in unser
tägliches Leben Einzug halten. Besonders vielversprechend sind auch
Pläne, sterilisierende Nanopartikel zu entwickeln, die z.B. in
Spitälern breiten Einsatz finden können.

Die besten Köpfe forschen im Phonas-Projekt

Vier Projektpartner aus der Wissenschaft sind im Projekt Phonas
vereint, acht Industriepartner sowie das BMVIT, die FFG, der FWF und
die Österreichische Nanoinitiative unterstützen das Projekt. Die
wissenschaftliche Leitung übernehmen die Austrian Research Centers,
die beteiligten ExpertInnen stammen aus der Technischen Universität
Wien, Institut für Materialchemie, der Fachhochschule Wr. Neustadt
für Wirtschaft und Technik, dem ECHEM Center of Competence in Applied
Electrochemistry und der Profactor Produktionsforschungs GmbH.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Mag. Michael H. Hlava
   Austrian Research Centers GmbH - ARC
   Leiter Corporate Communications
   
   Donau-City-Straße 1, Tech Gate Vienna, A-1220 Wien
   office Forschungszentrum, A-2444 Seibersdorf
   Tel.:  +43 (0)50550-2046
   Fax:   +43 (0)50550-2010
   Mobil: +43 (0)664 620 77 66
   HG Wien - FN 115980i - ATU14703506 
   
   Dr. Nils Stelzer, MSc.
   Austrian Research Centers GmbH - ARC
   Bereich Funktional Materials
   Geschäftsfeldleiter Surface Engineering
   
   A-2444 Seibersdorf
   Tel.:  +43 (0) 50550- 3351
   Mobil: +43 (0) 664 825 12 93
   mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ARC

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel