Plassnik: "Globales Netzwerk von Ministerinnen fordert Gewaltstopp in Myanmar und die Freilassung von Aung San Suu Kyi"

Außenministerin bei Treffen des internationalen Netzwerks von Ministerinnen

New York (OTS) - Am Rande der UNO-Generalversammlung fand heute in New York ein Treffen des "Women Empowerment Network" statt, an dem 31 Ministerinnen aus aller Welt, darunter 15 Außenministerinnen, teilnahmen. Auf Anregung der philippinischen Staatspräsidentin Gloria Macapagal-Arroyo und unter dem gemeinsamen Vorsitz von Condoleezza Rice und Ursula Plassnik, äußerten die Ministerinnen ihre tiefe Besorgnis angesichts der eskalierenden Lage in Myanmar. Sie forderten das Regime zum sofortigen Gewaltstopp auf und verlangten einen Dialog mit den Führern der demokratischen Bewegung. Weiters erneuerten die Ministerinnen den Aufruf, die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi freizulassen.

Schwerpunktthemen des Netzwerktreffens waren Konfliktprävention, die Erfahrungen von Frauen in Nachkriegssituationen, insbesondere in Afrika, der Kampf gegen Armut, der Zugang von Frauen zu Bildung, der Frauenhandel und Frauen in der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Länder.

Die stellvertretende UNO-Generalsekretärin und ehemalige Außenministerin von Tansania Asha-Rose Migiro informierte die Ministerinnen über konkrete Fortschritte bei der verstärkten Einbeziehung von Frauen in die Friedensarbeit der Vereinten Nationen. Mittlerweile seien drei stellvertretende UNO-Sonderbeauftragte für Liberia, Sudan und den Libanon ernannt worden.

Positive Erwähnung fand die Konferenz über Frauen im Nahen Osten vom Mai 2007 in Wien. Die griechische Außenministerin Dora Bakoyannis plant dazu eine Folgeveranstaltung im Frühjahr 2008. EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner lädt zu einem Treffen des Ministerinnen-Netzwerks nach Brüssel ein.

Die Außenministerin von Burundi Antoinette Batumubwira betonte die Beiträge von Frauen in Post-Konfliktsituationen: "Die Stimmen der Frauen müssen besser gehört werden, gerade auch in Post-Konfliktregionen und -situationen."

"Wir müssen unser Netzwerk einflussreicher Frauen gezielt nützen, um auch auf die Situation weniger privilegierter Frauen aufmerksam zu machen", so die Außenministerin von Malawi Joyce Banda.

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