• 28.09.2007, 11:25:03
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Klima-Gipfel in New York und Dalai Lama in Wien

Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich ein Top-30 Ranking der
meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen
Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (21. bis 27.
September 2007) belegt Bundeskanzler Alfred Gusenbauer Rang eins.
Innenminister Günther Platter findet sich auf Platz zwei,
Infrastrukturminister Werner Faymann auf Rang drei.

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (Rang eins, 550 Nennungen) nahm
für Österreich gemeinsam mit über 70 Staats- und Regierungschefs an
der Klima-Konferenz der Vereinten Nationen in New York teil.
UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon appellierte an die Länder, sich so
rasch wie möglich auf ein neues Klimaabkommen zu einigen. Gusenbauer
meinte in seiner Rede, es gehe darum, "ein starkes Signal
auszusenden."

Trotz Kritik Chinas empfing Alfred Gusenbauer vergangenen
Donnerstag das geistlichen Oberhaupt Tibets, den Dalai Lama, im
Bundeskanzleramt. Da China Treffen mit dem Dalai Lama generell als
"Einmischung in innere Angelegenheiten" sieht, protestierte der
chinesische Außenamtsprecher gegen das Zusammentreffen mit dem
österreichischen Kanzler: "China verurteilt die
Abspaltungsaktivitäten des Tibeters, der unter Missbrauch der
Religion politische Ziele verfolgt." Gusenbauer wies die Kritik
zurück: "Wir pflegen mit allen das Gespräch, die den Dialog suchen.
Und wir lassen uns von niemandem vorschreiben, mit wem wir sprechen
dürfen." Gleichzeitig betonte er aber auch, den Dalai Lama als
Religionsführer und nicht als tibetanischen Politiker zu empfangen.

Mit einem Zehn-Punkte-Programm zur Verkehrssicherheit möchte
Verkehrsminister Werner Faymann (Rang drei, 331 Nennungen) mit
Innenminister Günther Platter (Rang zwei, 343 Nennungen) eine "Achse
des Guten" bilden und so auf die schlechte Unfallbilanz des ersten
Halbjahres 2007 reagieren. Der Plan sieht unter anderem etwa eine
Verschärfung der Alkohol-Bestimmungen vor: Bereits bei 0,5 Promille
Alkohol im Blut soll in Zukunft der Führerschein entzogen werden.
Auch die Strafen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen über 30 km/h
sollen erhöht werden. Platter betonte nach dem Vorstoß Faymanns
allerdings, dass die Pläne mit dem Innenministerium weder "akkordiert
noch besprochen" worden seien. Platter möchte die Vorschläge des
Verkehrsministers erst "mit Experten und Praktikern" diskutieren, für
"Schikane" stehe er nicht zur Verfügung. Die Autofahrerclubs ARBÖ und
ÖAMTC sowie die Grünen begrüßten die Vorschläge Faymanns.

In den laufenden Verfahren um der von Familienministerin Andrea
Kdolsky (Rang vier, 251 Nennungen) im Falle der Überschreitung der
Zuverdienstgrenze angeordneten Rückzahlungen des Kindergeldes, gab es
in der aktuellen Untersuchungswoche ein erstes Urteil. Eine
betroffene Mutter muss das bezogene Kindergeld nicht vollständig
zurückzahlen, sondern nur für jene Monate, in denen sie tatsächlich
zu viel verdient hat. Kdolsky nahm zu dem Urteil keine Stellung.

Der Niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll (Rang fünf,
220 Nennungen) feierte in der aktuellen Untersuchungswoche das
zehn-jährige Jubiläum der Landeshauptstadt St. Pölten und vergab
erstmals den Liese Prokop Preis für herausragende Leistungen von
Frauen.

Einige der Neueinstiege in dieser Woche in das Top-30
Politikerranking: Christoph Leitl, WKÖ (Rang neun, 128 Nennungen),
Erwin Buchinger, SPÖ (Rang 14, 113 Nennungen), Wolfgang Sobotka, ÖVP,
(Rang 24, 72 Nennungen) und Barbara Prammer, SPÖ (Rang 25, 70
Nennungen).

Die SPÖ ist diese Woche mit 13 PolitikerInnen im Ranking
vertreten, die ÖVP mit zwölf. BZÖ und FPÖ stellen jeweils einen
Vertreter, während sich die Grünen nicht unter den ersten 30
positionieren können. Außerdem im Ranking: Bundespräsident Heinz
Fischer, Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl und ÖGB-Chef
Rudolf Hundstorfer.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das
OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den
kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download
über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

Rückfragehinweis:
MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH
Mag. Clemens Pig, Geschäftsführender Gesellschafter
Tel.: +43 512 588 959-10
mailto:[email protected]
http://www.apa-mediawatch.at

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