Plassnik: "Dialog der Kulturen braucht praktisches und konkretes Handeln"

Außenministerin beim Treffen der Alliance of Civilizations

New York (OTS) - "Im Dialog der Kulturen und Religionen ist praktisches Handeln gefragt. Drei Aspekte sind dabei besonders wichtig: die Ebene der Gemeinden, der Austausch von erfolgreichen Erfahrungen und das gezielte Netzwerken als Mittel zur Dialogbeschleunigung", so Außenministerin Ursula Plassnik heute beim Treffen der Alliance of Civilizations am Rande der UNO-Generalversammlung in New York.

"Die UNO ist als Dach unserer Aktivitäten unverzichtbar, im Setzen von globalen Standards und als Hüterin der Menschenrechte. Es darf keine Relativierung oder Schmälerung der universellen Menschenrechte im Namen von Religion oder Kultur geben", so die Außenministerin. Die Alliance of Civilizations als Netzwerk von Staaten und Internationalen Organisationen wurde 2005 vom damaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan initiiert. Ihr Ziel ist es, gemeinsam mit der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft mit konkreten Projekten zum friedlichen Zusammenleben der Religionen und Kulturen beizutragen.

"Die Frauen und die Jugend müssen wir in den Dialog stärker einbeziehen, denn sie sind der Motor für Veränderung in ihren Gesellschaften", so Plassnik. Die Alliance of Civilizations setze daher mit ihrem Thema "Jugend" für ihr Treffen in Madrid Anfang 2008 den richtigen Schwerpunkt.

Die Außenministerin verwies auch auf die Nahostfrauenkonferenz in Wien: "Die zentrale Botschaft dieser Konferenz war: Wir müssen das Problem zwischen Israelis und Palästinensern politisch lösen. Es darf nicht von jenen gefangen genommen werden, die vorgeben, im Namen der Religion zu handeln".

"Nicht nur die Politik, sondern auch religiöse Führer müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und gegen Praktiken, die keine Grundlage in der Religion haben, wie Ehrenmorde oder Genitalverstümmelung, klar Stellung beziehen", so Plassnik.

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