Wirtschaftlichkeit und Umwelt sind keine Widersprüche

Neue Zentrale der Wiener Erdgasversorgung von Vizebürgermeisterin Brauner eröffnet

Wien (OTS) - Vorerst ein kurzer Rückblick: Vor fast 200 Jahren hatte es begonnen - im Jahr 1816 wurden die Apotheke "Zum Goldenen Löwen" in unmittelbarer Nähe des früheren Direktionsgebäudes der Wiengas in der Josefstadt, sowie das k.k. Polytechnische Institut, Vorläufer der Technischen Universität Wien, erstmals mit Gas beleuchtet. Knapp 100 Jahre später (1912) ist bereits das gesamte Wiener Stadtgebiet an die städtische Gasversorgung angeschlossen, die Länge des Rohrnetzes übersteigt 1.000 km. Nach dem Zweiten Weltkrieg, 1950, übersteigt die Rohrnetzlänge bereits 2.000 km. 1970 beginnt dann die Umstellung von Stadtgas auf Erdgas, 1978 ist die Erdgasumstellung abgeschlossen. Dies war eine gewaltige Aufgabe, mussten doch in mehr als 750.000 Haushalten und Betrieben rund 1,5 Mio. Gasgeräte angepasst werden. Schließlich 1988 übersteigt die Rohrnetzlänge 3.000 km.

Am Donnerstag wurde die neue Unternehmenszentrale der Wien Energie Gasnetz durch Vizebürgermeisterin und Finanzstadträtin Mag.a. Renate BRAUNER ihrer Bestimmung übergeben, die einleitend betonte:
"Wirtschaftlichkeit und Umwelt sind kein Widerspruch sondern ergänzen einander. Durch einen höchst effizienten Energieeinsatz sparen wir gleichzeitig Geld und schützen die Umwelt, überhaupt stellt das neue Direktionsgebäude ein Musterprojekt in Wien dar. Zudem bringt das neue Zentrum von Wien Energie Gasnetz eine weitere Aufwertung des Bezirks mit sich". Schließlich, so BRAUNER, liege es an einer Entwicklungsachse des 11. Bezirks, wie Wien überhaupt eine der wenigen Städte sei, die wachsen und ihre Strukturen laufend verbesserten. Mit bei der Eröffnung auch der Generaldirektor der Wiener Stadtwerke Holding AG, Dr. Felix JOKLIK, der zusammen mit der Vizebürgermeisterin und Vorstandsdirektor Mag. Helmut MIKSITS, unter musikalischer Umrahmung durch die Blasmusik der Wiengas "offiziell das Band durchschnitt".

Die Wien Energie Gasnetz hat das neue Direktionsgebäude mit einem finanziellen Aufwand von 19 Mio. Euro errichtet, das auch bemerkenswerte technische Maßstäbe setzt, so wird das Gebäude mit Erdgas-Absorptionskältemaschinen klimatisiert. Dazu Mag. MIKSITS:
"Das Pilotprojekt Kühlen mit Erdgas soll künftig als Erfahrungsgrundlage für Bauvorhaben dienen, bei denen maximale Effizienz und geringste Umweltbelastung im Kühl- oder Wärmebereich erwünscht sind". Diese Anlagen kühlen auf Grund des Erdgasantriebs sehr effizient mit einer geringen Menge von umweltfreundlichem Ammoniak.

Am Standort Simmering befindet sich auch das Herzstück der Wiener Gasversorgung, der im Jahr 2001 eröffnete sogenannte Erdgas-Dispatcher. Es handelt sich dabei um die zentrale Schaltstelle, in der die Zu- und Abfuhr der für die Versorgung Wiens notwendigen Erdgasmenge gesteuert und überwacht wird. Seither wird von hier aus das 3.500 km lange Gasnetz vollautomatisch gesteuert. Wien Energie Gasnetz, Tochter von Wien Energie investierte in den vergangenen zehn Jahren rund 450 Mio. Euro in Sachanlagen; im laufenden Geschäftsjahr sind Investitionen in Sachanlagen in der Höhe von 68 Mio. geplant.

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