Sozialminister Buchinger unterstützt "White Ribbon"-Initiative gegen Männergewalt (BILD)

Wien (OTS) - Gemeinsam mit "White Ribbon Österreich"-Obmann Mag. Romeo Bissuti hat Männerminister Dr. Erwin Buchinger gestern Abend die Vernissage "Männer gegen Männergewalt" eröffnet. "Diese Veranstaltung ist zum einen in einen breiten internationalen Rahmen gestellt, zum anderen ist sie ein Zeichen für die Neuausrichtung der Männerpolitik in Österreich, wie ich sie als Männerminister verstehe", so Buchinger, der neben der guten Zusammenarbeit mit "White Ribbon Österreich" vor allem auch jene mit dem Frauen- und Unterrichtsministerium im gemeinsamen Kampf gegen die Gewalt hervorhob. "Gewaltprävention ist ein wesentlicher Schwerpunkt in der Männerpolitik - zentraler und wichtigster Punkt dabei ist aber, dass Männer selbst gegen Männergewalt auftreten und das Thema nicht nur von der Frauenpolitik an uns Männer herangetragen wird", so Buchinger.

Zahlen und Fakten zum Thema Männer und Gewalt

"Wir können heuer zwar auf 10 Jahre Gewaltschutzgesetz zurückblicken, aber das Problem Männergewalt ist - leider - immer noch akut", so Buchinger und nannte einige aktuelle Daten und Fakten zum Thema: 1997 gab es in Österreich 1.365 Wegweisungen, 2006 waren es bereits 7.235 - mehr als fünfmal so viele. In den letzten 10 Jahren hat die Polizei 100.000 Mal interveniert und hat 40.000 Mal ein Betretungsverbot bzw. eine Wegweisung für Männer ausgesprochen.

"Meine Fäuste fliegen nur im Ring" - aktuelle Kampagne gegen Männergewalt

Die gestern im Sozialministerium präsentierten Plakate, die bis Anfang Dezember im Alfred-Dallinger-Saal des BMSK ausgestellt sind, richten sich an alle Männer - die Botschaft soll auch Menschen mit nicht deutscher Muttersprache erreichen. Die Plakate sind Teil einer von "White Ribbon Österreich" gestalteten, durchgeführten und breit angelegten Aufklärungsoffensive. Burschen und junge Männer verschiedenster Herkunft und Milieus sollen mit diesen Plakaten angesprochen und motiviert werden, die Problematik zu erkennen und sich mit dieser auseinanderzusetzen. "Öffentlichkeit zu schaffen für das Problemfeld Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt ist der erste Schritt zur Prävention", so Buchinger abschließend. (Schluss)

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