- 26.09.2007, 19:15:21
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Buchinger setzt Zeichen gegen Gewalt von Männern
Sozialminister eröffnet Ausstellung von White Ribbon Österreich
Wien (SK) - "Gewaltprävention hat ein wesentlicher Bestandteil der
Männerpolitik zu sein", legte sich Erwin Buchinger, Bundesminister
für Soziales und Konsumentenschutz, am Mittwoch bei der Eröffnung der
Ausstellung "Meine Fäuste fliegen nur im Ring - Männer gegen
Männergewalt" des Vereins "White Ribbon Österreich" fest - und
bekräftigte damit einmal mehr seine "Neuausrichtung in der
Männerpolitik" und sein Engagement gegen Gewalt von Männern. Wichtig
ist dem Sozialminister dabei, dass "Männer selbst gegen Männergewalt
auftreten und das Männer versuchen, positive Rollenmodelle für Buben,
männliche Jugendliche und andere Männer darzustellen". ****
Essentiell ist für Buchinger bei der Männergewaltprävention, die
Kooperation mit anderen Ressorts wie dem Unterrichts- oder dem
Frauenministerium, denn das Thema ziehe sich durch mehrere
Ministerien und Bereiche der Männerpolitik. "Die Gewaltprävention
beginnt im Bubenalter", ist daher sein Credo. "Buben und männliche
Jugendliche zu stärken heißt vor dem Hintergrund der geplanten
Gewaltprävention, ihre Stärken, ihre Kraft und Energie in Richtung
einer partnerschaftlich orientierten positiven männlichen Identität
zu lenken", ist Buchinger überzeugt. Deshalb setzt er sich auch für
"geschlechtersensible Jugendarbeit ein, die die
Entwicklungsmöglichkeiten von Buben aufzeigt - und Angebote für
LehrerInnen und Eltern mit dem Ziel einer geschlechtergerechten
Erziehung anbietet".
"1997 gab es 1.365 Wegweisungen, 2006 waren es bereits 7.235, also
mehr als fünfmal so viele. Insgesamt hat die Polizei in den letzten
zehn Jahren zehntausend Mal wegen Gewalt interveniert - und in 40.000
Fällen ein Betretungsverbot oder eine Wegweisung für Männer
ausgesprochen. Österreichweit gibt es außerdem heute bereits dreißig
Frauenhäuser", resümierte Buchinger die Auswirkungen von zehn Jahren
Gewaltschutzgesetz. (schluss) re
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