- 26.09.2007, 13:38:47
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Österreichische Apothekerkammer warnt vor Arzneimittelversand
Arzneimittelsicherheit ist nur durch kontrollierte Abgabe von Medikamenten in der Apotheke gegeben

Wien (OTS) - Die tödlichen Schlankmacher aus dem Internet, die
einer 19-jährigen Deutschen das Leben gekostet haben, sind lediglich
die Spitze des Eisbergs. Illegale und gefälschte Präparate sind im
Internet nur allzu leicht zu bestellen und dramatische Zwischenfälle
nahezu vorprogrammiert. "Medikamente, die ohne Beratung über das
Internet bestellt werden, können gefährliche Folgen für die
Gesundheit haben. Wir warnen eindringlich vor dem Versandhandel von
Arzneimitteln", betont Mag. Heinrich Burggaser, Präsident der
Österreichischen Apothekerkammer.
Nur wenige Stunden nachdem die 19-jährige Deutsche mit
Herzbeschwerden, Hitzewallungen und Atemproblemen ins Spital
eingeliefert worden war, starb sie auf der Intensivstation. Am Tag
davor hatte sie einen halben Teelöffel der illegalen und weltweit
verbotenen Substanz Dinitrophenol geschluckt, die ihre 21-jährige
Freundin via Internet aus Russland besorgt hatte.
Der Internet-Handel von Medikamenten ist in Österreich aus gutem
Grund verboten: Er läuft in der Regel völlig anonym und ohne jeden
Kundenkontakt ab. Persönliche Beratung ist nicht möglich, während die
Apothekerin und der Apotheker die Kunden jederzeit über Wirkung,
Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten aufklären können. Ein
über das Internet bestelltes Arzneimittel kommt hingegen über den
Postweg, legt hunderte Kilometer zurück, ohne dass eruiert werden
kann, was mit dem Produkt geschehen ist. Bereits der Versand stellt
ein Sicherheitsrisiko für das Arzneimittel dar.
Gesundheit ist ein zu wertvolles Gut
Illegale und gefälschte Medikamente werden zunehmend zu einem
weltweiten Problem. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schlägt in
regelmäßigen Abständen Alarm. Ihrer jüngsten Erhebung zufolge ist
bereits jedes zehnte Arzneimittel eine Fälschung und somit auch
illegal. Betroffen sind Schmerzmittel und Lifestyle-Medikamente
genauso wie Muskelaufbaupräparate (Anabolika) oder eben auch
"Diätpillen". Darüber hinaus werden auch Nahrungsergänzungsmittel wie
zum Beispiel niedrig dosierte Vitamin- und Mineralstoffpräparate
gefälscht und via Internet vertrieben. Im besten Fall sind die
gefälschten Medikamente wirkungslos, im schlimmsten Fall können sie
Erkrankungen oder sogar den Tod verursachen.
"Das österreichische Apothekensystem mit seiner effizienten
Arzneimittelkontrolle bis hin zur Abgabe bietet den Konsumenten die
größtmögliche Arzneimittelsicherheit. Illegale Medikamente haben in
unseren Apotheken keine Chance," betont Burggasser.
Die streng kontrollierte Beschaffung und Abgabe von Medikamenten
durch Apotheken in Österreich verhindert, dass illegale Medikamente
in den Arzneimittelverkehr gelangen. "Arzneimittel gehören in die
Hände von Fachleuten", ist Burggasser überzeugt.
Apotheken auf einen Blick
In Österreich spielen die Apotheken eine wichtige Rolle als
Gesundheitsnahversorger. Insgesamt beraten 4.700 Apothekerinnen und
Apotheker in 1.200 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen.
Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der
Apotheker. Sie erfolgt individuell und auf fachlich hohem Niveau.
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Rückfragehinweis:
Österreichische Apothekerkammer Presse und Kommunikation Mag. Gudrun Reisinger und Mag. Jutta Pint Tel. 01/404 14 DW 600 und DW 601 Mobil: 0664-1615849 und Mobil: 0664-5350722 E-Mail: [email protected] E-Mail: [email protected]
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