- 26.09.2007, 12:50:00
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ÖAMTC: EU Kommission präsentiert Grünbuch zum Thema Stadtverkehr
Die europäischen Autofahrerclubs arbeiten schon heute an der Mobilität von morgen
Wien (OTS) - Ein Großteil der EU Bevölkerung lebt in Städten und
Ballungsräumen. Dadurch steht die notwendige Mobilität des Einzelnen
oft im Gegensatz zu den Bedürfnissen der Stadtbewohner. Es gilt die
Mobilität zu verbessern, ohne die Lebensbedingungen zu
verschlechtern. Das Grünbuch Stadtverkehr, das nun von der Kommission
veröffentlicht wurde, versucht diese Problematik in den Griff zu
bekommen. "Der Verkehr in den Städten soll dabei aber nicht zum
Spielball der EU Gesetzgebung werden", erklärt Elisabeth
Brugger-Brandau, Verkehrswirtschaftsexpertin des ÖAMTC.
Durch die unterschiedlichen Anforderungen und Gegebenheiten in den
europäischen Städten sind lenkende Eingriffe in die Mobilität durch
die EU nicht zielführend. Die Einführung z.B. einer Citymaut in
österreichischen Städten ist aus ökologischer und auch aus
verkehrstechnischer Sicht unsinnig und zielt nur darauf ab, den
Verkehr in den Innenstädten teurer zu machen. Die EU kann und soll
nur einen Rahmen vorgeben, die Lösungen müssen in den Städten unter
Berücksichtigung der regionalen Gegebenheiten gefunden werden. "Eine
einheitliche Lösung von 'oben' kann bei der komplexen Thematik
Stadtverkehr nicht funktionieren", sagt Brugger-Brandau.
Die europäischen Autofahrerclubs haben im Rahmen der FIA
(Fédération Internationale de l'Automobile) aktiv am Thema
"Stadtverkehr" gearbeitet und lösungsorientierte Maßnahmen und
Verbesserungsvorschläge definiert. Einige der Club-Vorschläge zur
Sicherstellung von Mobilität und Erreichbarkeit, zur Stauverringerung
und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Lebensqualität in
Städten im Detail:
Motorisierter Individualverkehr
* Verkehrsinformationssysteme (fließender und ruhender Verkehr)
* Ausreichend Stellplätze für den ruhenden Verkehr
* Verkehrssteuerungssysteme ("intelligente" Grüne Wellen)
* Förderung von Fahrgemeinschaften und Car-Sharing
Öffentlicher Personennahverkehr
* Umweltfreundliche Fahrzeuge
* Fahrgast-Informationssysteme
Fußgänger- und Radverkehr
* Sichere Verkehrsanlagen (z.B. Fahrradwege)
Wirtschaftsverkehr
* Citylogistik-Konzepte (Lkw-Routenpläne, Ladezonen)
Maßnahmen Multimodalität
* Kommunales und regionales Mobilitätsmanagement (Mobilitätszentrale,
-portal)
* Betriebliches Mobilitätsmanagement (Jobticket, Erdgas-Fuhrpark)
* Park-and-Ride/ Bike-and-Ride (einschließlich Fahrradmitnahme im
ÖPNV)
* Mobilitätsstationen (Stellplätze für Car-Sharing-Fahrzeuge an
Haltestellen)
Lärmschutz
Verkehrsentwicklungsplanung
* Verzahnung von Stadt- und Verkehrsentwicklung
Luftqualität
* Steuerliche Förderung sauberer Fahrzeugtechnik (z.B.
Dieselpartikelfilter)
* Einsatz sauberer Fahrzeuge in kommunalen Flotten
* Sprit-Spar-Training
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Magnus Moser
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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