• 26.09.2007, 10:00:00
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4 Olympia-Medaillen für Österreich in Moskau: Die Chemie stimmt aber nicht überall - AUDIO

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EINMODERATION (ÖSTERRICH) (OTS) - Österreich im Olympiafieber.
Weniger als 1 Jahr bleibt bis zur Eröffnung der Olympischen
Sommerspiele 2008 in Peking. In einem Olympischen Wettstreit ganz
anderer Art haben Österreicher bereits heuer "groß abgeräumt": Bei
der Chemie-Olympiade in Moskau gab’s gleich 4 Medaillen für ebenso
viele Starter in rot-weiß-rot. Trotz des Olympiaerfolges braucht
Österreich in Sachen Chemieausbildung aber Nachhilfestunden. Die
chemische Industrie klagt über einen Facharbeitermangel und auch an
den Unis gibt es immer weniger Studenten der Naturwissenschaften.

REDAKTEURSTEXT

2x Silber und 2x Bronze für Österreich: dieses tolle Ergebnis bei
der Chemie-olympiade 2007 in Rußland hatte niemand erwartet. Am
wenigsten die Olympioniken selbst. Unter ihnen Hubert Kalaus und
Stefan Pribitzer aus Wien:

OT01 0:00sec KALAUS/PRIBITZER Medaillenerfolg [Erhofft hab ich...]

260 Schülerinnen und Schüler aus 67 Nationen standen bei dem
jährlich stattfindenden Wettbewerb in Moskau am Start. Sie alle
absolvieren zunächst einen schriftlichen Test, bevor’s zum
Experimentieren ins Labor geht. Und dort wird’s richtig spannend,
erzählt Teilnehmer Kalaus:

OT02 0:10sec KALAUS Experiment [Im Prinzip...]

Fast wie bei den Cops der Krimiserie CSI. Noch häufiger reagieren
die Substanzen allerdings im echten Leben miteinander. Eine Tatsache,
die uns aber meist gar nicht bewußt ist, so der Wiener Chemielehrer
Manfred Kerschbaumer.

OT03 0:26sec KERSCHBAUM. Wofür Chemie [Wofür brauch...]

Und immer weniger kennen sich in den Naturwissenschaften aus!
Trotz der Erfolge bei Wettbewerben haben Österreichs chemische
Betriebe bereits heute Probleme, qualifiziertes Personal zu finden.
So auch Peter Untersperger, Vorstand beim Viskosefaserhersteller
Lenzing AG in Oberösterreich:

OT04 0:40sec UNTERSPERGER Facharbeiter-Mangel [Ja, eigentlich...]

Geht das so weiter, könnte es für die chemische Industrie eine
explosive Reaktion bedeuten, meint Vorstand Untersperger.

OT05 1:04sec UNTERSPERGER Konkurrenz überholt [Die Konkurrenz...]

Doch was tun, damit die Chemie stimmt? Mehr
naturwissenschaftlichen Unterricht an den Schulen - wünscht sich die
Industrie. Auch Salzburgs Landeshauptfrau, Bildungsreferentin Gabi
Burgstaller, heurige Gastrednerin bei der Siegerehrung zum
Bundeswettbewerb in Strasswalchen verfolgt die Entwicklungen mit
größter Aufmerksamkeit. Frau Landeshauptfrau Burgstaller hält es für
wichtig,

OT06 1:23sec BURGSTALLER Früh anfangen [Die Neugier...]

Auch Chemielehrer Kerschbaumer will seine Schüler mit möglichst
praxisnahen Experimenten und Übungen motivieren. Wenn’s etwa in der
anorganischen Chemie um Carbonate und Kalk geht, hört sich das in
seinem Unterricht so an:

OT07 1:50sec KERSCHBAUM. Entkalkung selbstgemacht [Wie schaut...]

Chemisches Wissen kann also auch bares Geld wert sein. Und für
Chemie-Olympionik Armin Thalhammer aus Hallein: das Ticket zur
Elite-Universität im englischen Oxford. Dort darf der 19jährige
Goldmedaillengewinner ab sofort studieren:

OT08 2:19sec THALHAMMER Oxford [Von 140 Bewerbern...]

Der junge Salzburger wird auch selbst zur Bekämpfung der
heimtückischen Krankheit ins Reagenzglas schauen. Auf verschiedensten
Forschungs-Gebieten.

OT09 2:40sec THALHAMMER Oxford [Eins davon...]

Mitdenkende Medikamente: Nur eines von dem, was die
Naturwissenschaften auch in Zukunft für uns vielleicht noch zu bieten
haben werden. Vorausgesetzt, das "chemische Gleichgewicht" ist
hergestellt - auch bei der Nachkommenschaft in Österreichs Labors.
***

Selbstverständlich organisieren wir Ihnen gerne Ihre Interviewpartner
zum aktuellen Thema.

Audio(s) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Audio
Service, sowie im APA-OTS Audioarchiv unter http://audio.ots.at

Rückfragehinweis:

Putz & Stingl RadioService
      Harald Sorger
      Tel. +43-(0)2236 / 23424-0
      mailto: [email protected]

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