• 25.09.2007, 11:56:58
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Wiens Gesundheitssystem gerüstet für UEFA EURO 2008TM

Wien (OTS) - Vom 7. bis 29. Juni 2008 findet die UEFA EURO 2008TM
in Österreich und in der Schweiz statt. Wien ist mit sieben Spielen
inklusive Finale der Hauptaustragungsort. Die UEFA EURO 2008TM stellt
eine besondere Herausforderung für die Gesundheits- und
Notfallversorgung der Stadt Wien dar. Die Wiener Rettung, der Wiener
Krankenanstaltenverbund, die Magistratsdirektion (Krisenmanagement
und Sofortmaßnahmen), die vier Rettungs- und
Krankentransportorganisationen Wiener Rotes Kreuz, Arbeiter
Samariterbund Wien, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser
Hospitaldienst sowie das Österreichische Bundesheer arbeiten daher
eng zusammen und bereiten sich auf die Großveranstaltung vor.
Gemeinsam stellen diese Organisationen das Sanitätsteam Wien für die
UEFA EURO 2008TM. Rund 35 ExpertInnen aus allen acht Bereichen teilen
sich die Aufgaben. Die Zentrale des Sanitätsteams Wien wird von der
Wiener Rettung an deren Hauptstützpunkt in der Wiener Radetzkystraße
zur Verfügung gestellt. Ebenso obliegt die ärztliche
Gesamteinsatzleitung der Wiener Rettung. Das präsentierten
Bürgermeister Dr. Michael Häupl, Gesundheits- und Sozialstadträtin
Mag.a Sonja Wehsely, Peter Hoffelner, Einsatzleiter des Sanitätsteams
Wien, und Dr. Alfred Kaff, Chefarzt der Wiener Rettung heute,
Dienstag.

Zur Finanzierung aller Maßnahmen in Bezug auf die UEFA EURO
2008TM befindet sich die Stadt Wien in Verhandlungen mit dem Bund.
"Klar ist, dass die UEFA EURO 2008TM weit mehr als eine lokale
Herausforderung ist. Sie ist von überregionalem Interesse", so
Bürgermeister Dr. Michael Häupl.

Bis zu 100.000 BesucherInnen in der Fanzone

In der offiziellen Fanzone, die sich vom Heldenplatz über die
Ringstraße bis zum Rathausplatz erstrecken wird, werden täglich bis
zu 100.000 BesucherInnen erwartet. Die BesucherInnen der "Public
Viewings" werden vom Sanitätsteam Wien versorgt.

An normalen Spieltagen stehen daher insgesamt 60 NotärztInnen
und rund 680 SanitäterInnen bei 23 Sanitätshilfstellen und 23 mobilen
Sanitätseinheiten im Rahmen des Sanitätsteams Wien zur Verfügung. An
Spieltagen mit zwei Matches werden diese Kontingente noch weiter
erhöht. Dann stehen 67 NotärztInnen, über 870 SanitäterInnen bei 26
Sanitätshilfsstellen und 25 mobilen Sanitätseinheiten bereit. Die
Wiener Rettung stellt darüber hinaus an Spieltagen zwei statt sonst
einen ÖAMTC-Hubschrauber zur Verfügung. Dies findet alles zusätzlich
zum normalen Dienstbetrieb der Wiener Notfallversorgung statt.

Zum Vergleich: An "normalen" Tagen sind zeitgleich 18
NotärztInnen der Wiener Rettung und zwei NotärztInnen der "Vier für
Wien" im Einsatz. Dazu kommen 123 SanitäterInnen der Wiener Rettung
und 33 SanitäterInnen der "Vier für Wien".

Detaillierter Versorgungsplan für Notfälle

"Abseits der UEFA EURO 2008TM wird die 'normale'
Notfallversorgung wie sonst auch durch die Wiener Rettung
durchgeführt. Für darüber hinaus auftretende Spitzen stellen die
'Vier für Wien' Kontingente ehren- und hauptberuflicher
MitarbeiterInnen bereit", erklärte Gesundheits- und Sozialstadträtin
Mag.a Sonja Wehsely.

"Der Innenbereich des Ernst-Happel-Stadions wird auf Basis einer
nationalen Regelung, die für alle vier Spielorte (Wien, Salzburg,
Innsbruck, Klagenfurt) gilt, vom Roten Kreuz versorgt werden. Das
Sanitätsteam Wien gewährleistet die Versorgung von PatientInnen in
der Fanzone und im Außenbereich des Ernst-Happel-Stadions sowie im
Bereich für die An- und Abreise vom Praterstern bis zum Lusthaus, vom
Handelskai bis zur Prater Hauptallee. Im Bereich des Stadionbades
wird ein großes Hilfszentrum mit medizinischer Basisversorgung,
Sanitätshilfsstationen und mobilen Sanitätseinheiten u.v.m.
errichtet", so Peter Hoffelner, Einsatzleiter des Sanitätsteams Wien.

20 neue Einsatzfahrzeuge für die Wiener Rettung

Die Modernisierung der Wiener Notfall- und Gesundheitsversorgung
schreitet voran. Die neue Topausstattung kommt auch der Versorgung
während der UEFA EURO 2008TM zu Gute. So unterstützt die Stadt Wien
etwa die Leitsystem-Vernetzung der Rettungs- und
Krankentransportorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Rotes Kreuz,
Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hospitaldienst unter dem Namen
"Leonis" mit einer Million Euro. Leonis wird ab sofort in Stufen bei
den "Vier für Wien" eingeführt, im Mai 2008 ist es im Vollbetrieb.
Darüber hinaus wird auch die neue Einsatzleitstelle der Wiener
Rettung im kommenden Frühjahr fertig gestellt werden.

Die Wiener Rettung erhält darüber hinaus 20 neue
Einsatzfahrzeuge, die ab November ausgeliefert werden und bis Februar
2008 an die speziellen Anforderungen der Top-Notfallorganisation
angepasst werden. Die Stadt Wien investiert dafür über 2,1 Millionen
Euro. Der Fuhrpark der Wiener Rettung, 61 Einsatzfahrzeuge, wird
dadurch zunächst um ein Drittel vergrößert, mittelfristig werden die
neuen Fahrzeuge ältere ersetzen. "Mir ist es wichtig, dass die
MitarbeiterInnen der Wiener Rettung zum Wohle der Wiener PatientInnen
mit modernem Gerät ausgestattet sind. Wenn damit auch die
Notfallversorgung bei der UEFA EURO 2008TM gesichert werden kann,
dann ist das ein durchaus erwünschter Nebeneffekt", so Wehsely.

"Die Hauptaufgaben der Wiener Rettung bei der
Europameisterschaft sind neben der ärztlichen Leitung des
Sanitätsteams Wien die Verteilung von Einsätzen, die
Notfallversorgung außerhalb der Fanmeilen und damit die
Notfallversorgung aller WienerInnen", skizzierte Dr. Alfred Kaff,
Chefarzt der Wiener Rettung. Um die besonderen Herausforderungen
während der Europameisterschaft bewältigen zu können, besteht für die
MitarbeiterInnen der Wiener Rettung in dieser Zeit keine
Urlaubsmöglichkeit.

Die Wiener Spitäler sind für das erhöhte Aufkommen gerüstet

"Auch die Wiener Spitäler sind auf ein erhöhtes
PatientInnenaufkommen bei der UEFA EURO 2008TM vorbereitet.
Insbesondere an den Spieltagen werden in den KAV-Spitälern
Donauspital, Krankenhaus Rudolfstiftung und Krankenhaus Floridsdorf,
die in der Nähe des Stadions gelegen sind, Kapazitäten freigehalten",
stellte Wehsely klar.

Der Wiener Krankenanstaltenverbund stellt Know-how und
medizinisches Material für die Erstversorgung und den Transport von
Verletzten zur Verfügung. AnästhestInnen, UnfallchirurgInnen und
KinderärztInnen des KAV werden direkt vor Ort in so genannten
medizinischen Basisversorgungseinheiten im Stadionbereich und in den
Fanzonen tätig sein.

In den Spitälern werden die Materialreserven erhöht und die
Möglichkeiten zur schnellen Verlegung von PatientInnen in andere
Häuser an den zu erwartenden speziellen Bedarf angepasst.

Auch auf die sprachliche Vielfalt während des großen Ereignisses
wird in den KAV-Spitälern Bedacht genommen, spezielle
Orientierungshilfen und Dolmetschangebote sind in Planung. Endgültig
steht erst nach der Auslosung Anfang Dezember fest, welche Teams in
Wien spielen werden und welche Sprachen dadurch noch intensiver zu
berücksichtigen sind.

In jedem KAV-Spital wird derzeit der Katastrophenfall geübt, die
entsprechenden Pläne werden auf ihre Tauglichkeit überprüft. Im
Austausch mit deutschen Städten - etwa München, Berlin und Hamburg -
wird auf die dortigen Erfahrungen während der Weltmeisterschaft
zurückgegriffen.

o www.sanitaetsteamwien.at/

(Schluss) me

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Michael Eipeldauer
Mediensprecher StRin. Mag.a Sonja Wehsely
Tel.: 01/ 4000/ 81231
Handy: 0676/ 8118 69522
E-Mail: [email protected]
Andreas Zenker
Sanitätsteam Wien
Handy: 0664 / 244 32 42
E-Mail: [email protected]
Mag.a(FH) Anja Richter
Wiener Organisationskomitee EURO 2008
Pressesprecherin
Tel.: 01/ 4000/ 51081
Fax: 01/ 4000/ 99 51089
Mobil: 0676/ 8118 51081
E-Mail: [email protected]

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