- 25.09.2007, 10:17:51
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Mailath präsentiert Elisabeth-Gedächtniskapelle
Wien (OTS) - Jeder in Wien kennt die Jubiläumskirche am
Mexikoplatz von außen, doch kaum jemand weiß, dass sich im Inneren
ein wahres Kleinod befindet: Die Elisabeth-Gedächtniskapelle. Sie ist
im Gegensatz zur Kirche prächtig ausgestattet - mit einer goldenen
Mosaikkuppel, einer Wandverkleidung aus Marmor und
Jugendstilelementen. Jetzt wurde in 20 Monaten die Kapelle
restauriert und mit Mitteln des Wiener Altstadterhaltungsfonds
aufwändig restauriert: Die Gesamtkosten beliefen sich auf 410.000
Euro, der Wiener Altstadterhaltungsfonds hat 136.500 Euro
bereitgestellt. "Die Elisabeth-Gedächtniskapelle ist sowohl in kunst-
als auch in kulturhistorischer Hinsicht ein Juwel und wurde jetzt
kenntnis- und detailreich restauriert", so Wiens Kulturstadtrat
Andreas Mailath-Pokorny. "Am Beispiel der Elisabeth-Gedächtniskapelle
zeigt sich auch, wie reich die Stadt an versteckten Kleinoden ist,
die es noch zu entdecken gilt".
Die Geschichte der Elisabeth-Gedächtniskapelle
Dem Andenken der charismatischen letzten Kaiserin
Österreich-Ungarns - Sisi - wurden bald nach ihrer Ermordung 1898
verschiedene Monumente und Gedenkstätten gewidmet. Auch die
Gesellschaft vom Roten Kreuz beschloss ihrer ersten Schutzherrin eine
Gedächtniskapelle in der Kaiser-Franz-Josef-Jubiläums-Kirche am
Mexikoplatz zu errichten.
Die Kirche selbst, errichtet 1900 bis 1913 anlässlich des
50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef, wirkt
besonders im Inneren zurückhaltend, durch Kürzungen von zugesagten
Geldern, fast unvollendet. Im Gegensatz dazu konnte die Kapelle auf
Grund der großzügigen Finanzierung durch die Gesellschaft vom Roten
Kreuz prunkvoll ausgestattet werden. Der Architekt von Kirche und
Kapelle war Viktor Luntz, ein Schüler Friedrich Schmidts und
Professor für mittelalterliche Baukunst an der Wiener Akademie der
Bildenden Künste, und so mag es nicht wundern, dass die räumliche
Wirkung der Kapelle dem berühmten Baptisterium San Giovanni in
Ravenna nachempfunden ist: Der Wandaufbau der achteckigen Kapelle ist
dreizonig, über den breiten Pfeilerarkaden sitzen die von jeweils
drei Rundpfeilern getragenen Bögen der sechs Emporen und darüber die
Kuppel. August Kirnstein übernahm 1903 nach dem Tod von Victor Luntz
die Leitung am Bau und war in der Folge für die künstlerische
Ausstattung der Kapelle verantwortlich. Konsequenterweise folgt das
Konzept für die reiche Ornamentierung und figurale Ausschmückung der
byzantinisch-altchristlichen Tradition.
Den Bezug zur Kaiserin Elisabeth stellt das runde Mosaik der hl.
Elisabeth über dem Triumphbogen und die Inschrift - S. Elisabeth In
Piam Memoriam Imperatricis et Regina Elisabeth - her.
Restaurierungsmaßnahmen
Die weitgehende Verschmutzung sowie Wasserschäden gaben den
Ausschlag für eine umfassende Restaurierung, der Untersuchungen und
maßgeschneiderte Konzepte vorangingen. Schwerpunkte waren die
Reinigung der Mosaiken, der Wandverkleidung aus Naturstein, der
großen Stuckmarmorflächen und der kleinteiligen Schablonenmalereien.
Nach Erfordernis restauratorisch behandelt wurden auch die 32 bunten
und in Blei gefassten ornamentalen Glasfenster, die Kapellenbänke und
Türen sowie die Gitter und Beschläge. Nicht zuletzt wurde die Kapelle
mit einer adäquaten Beleuchtung ausgestattet, um den prunkvoll
ausgestatteten Raum, der in der großen strengen und schmucklosen
Kirche ein besonderes Kleinod darstellt, für Veranstaltungen und
interessierte Besucher ins rechte Licht zu rücken.(Schluss) rr
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/ Dr. Renate Rapf Mediensprecherin StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny Tel.: 4000/81 175 E-Mail: [email protected]
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