Grüne Wien: Sicherheit für Suchtkranke bedeutet mehr Sicherheit im öffentlichen Raum

Cammerlander fordert SP auf, sich mit Konzept von Konsumräumen, auseinander zu setzen

Wien (OTS) - Es gebe kaum Menschen, die im öffentlichen Raum
Drogen konsumieren, erklärt der Wiener Drogenkoordinator Dressel. "Doch die Situation am Karlsplatz, am Westbahnhof, am Mexikoplatz und anderen neuralgischen Punkten zeigt, dass das überholte Wiener Drogenkonzept dringend einer Reform bedarf", lautet dazu die Kritik von Heidi Cammerlander, Sozialsprecherin der Grünen Wien

Die Grünen Wien haben wiederholt auf die Bedeutung einer einschlägigen Reform hingewiesen, stießen damit aber bei der Wiener SP auf taube Ohren. Immerhin scheint die VP die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Cammerlander dazu: "Ich begrüße die Forderung nach sinnvollen Lösungen für den Karlsplatz, die nun auch seitens der VP vorgebracht werden, allerdings ist der Karlsplatz nicht der einzige Platz in Wien, an dem mit Suchtmitteln gedealt und diese konsumiert werden. Auch ist die Einrichtung von reinen Aufenthaltsräumen keine langfristige Lösung".

Cammerlander fordert die SP auf, sich endlich mit dem Konzept von Konsumräumen, wie sie in anderen europäischen Städten längst realisiert wurden, auseinander zu setzen. "Ein speziell für Wiener Bedürfnisse entwickeltes und wissenschaftlich begleitetes Modell für Gesundheitsräume/Konsumräume ist, wie die aktuelle Situation zeigt, längst überfällig", ergänzt die Sozialsprecherin. "In einem geschützten Raum, sauber und unter Beobachtung, zu konsumieren bedeutet nicht nur Sicherheit für das Leben der Kranken, sondern bietet auch einen Zugang zu den Menschen und kann - wie Erfahrungen aus anderen Europäischen Städte beweisen - Sicherheit für und im öffentlichen Raum garantieren".

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