- 24.09.2007, 12:40:27
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Grüne Wien: Sicherheit für Suchtkranke bedeutet mehr Sicherheit im öffentlichen Raum
Cammerlander fordert SP auf, sich mit Konzept von Konsumräumen, auseinander zu setzen
Wien (OTS) - Es gebe kaum Menschen, die im öffentlichen Raum
Drogen konsumieren, erklärt der Wiener Drogenkoordinator Dressel.
"Doch die Situation am Karlsplatz, am Westbahnhof, am Mexikoplatz und
anderen neuralgischen Punkten zeigt, dass das überholte Wiener
Drogenkonzept dringend einer Reform bedarf", lautet dazu die Kritik
von Heidi Cammerlander, Sozialsprecherin der Grünen Wien
Die Grünen Wien haben wiederholt auf die Bedeutung einer
einschlägigen Reform hingewiesen, stießen damit aber bei der Wiener
SP auf taube Ohren. Immerhin scheint die VP die Zeichen der Zeit
erkannt zu haben. Cammerlander dazu: "Ich begrüße die Forderung nach
sinnvollen Lösungen für den Karlsplatz, die nun auch seitens der VP
vorgebracht werden, allerdings ist der Karlsplatz nicht der einzige
Platz in Wien, an dem mit Suchtmitteln gedealt und diese konsumiert
werden. Auch ist die Einrichtung von reinen Aufenthaltsräumen keine
langfristige Lösung".
Cammerlander fordert die SP auf, sich endlich mit dem Konzept von
Konsumräumen, wie sie in anderen europäischen Städten längst
realisiert wurden, auseinander zu setzen. "Ein speziell für Wiener
Bedürfnisse entwickeltes und wissenschaftlich begleitetes Modell für
Gesundheitsräume/Konsumräume ist, wie die aktuelle Situation zeigt,
längst überfällig", ergänzt die Sozialsprecherin. "In einem
geschützten Raum, sauber und unter Beobachtung, zu konsumieren
bedeutet nicht nur Sicherheit für das Leben der Kranken, sondern
bietet auch einen Zugang zu den Menschen und kann - wie Erfahrungen
aus anderen Europäischen Städte beweisen - Sicherheit für und im
öffentlichen Raum garantieren".
Rückfragehinweis:
Pressereferat: Erik Helleis, 0664 52 16 831
[email protected]
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