- 24.09.2007, 10:21:11
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ÖAMTC: Das legendäre Pannenfahrzeug Steyr-Puch 500 feiert seinen Fünfziger (+Foto)
1957 rollten die ersten Exemplare vom Förderband
Wien (OTS) - "So klein und schon ein echtes Auto," mögen sich
junge Menschen heute beim Anblick eines Steyr-Puch 500 denken, doch
seinerzeit war der Kleine ganz groß. Auch der ÖAMTC erkannte das, als
er kurz nach Produktionsbeginn drei Steyr-Puch 500 auf Herz und
Nieren als mögliches Einsatzfahrzeug testete: 1959, also vor knapp 50
Jahren, wurden bereits 61 der gelben Fahrzeuge in den Dienst der
"Straßenwacht" des ÖAMTC aufgenommen, um die bisher im Einsatz
stehenden Motorrad-Beiwagenmaschinen zu ergänzen. Damit wuchs die
Flotte auf über 100 Fahrzeuge an und der Pannendienst konnte seinen
Aktionsradius in fast allen Bundesländern deutlich erweitern. Der
Steyr-Puch 500 des ÖAMTC wurde bald zum Synonym für "die gelben
Engel" und erfreut sich auch heute noch größter Aufmerksamkeit und
ungebrochener Sympathien.
Nach dem zweiten Weltkrieg beherrschten aus finanziellen Gründen
Motorräder das Straßenbild. Es folgten so genannte "Kabinenroller"
wie die Isetta von BMW. Doch das Wirtschaftswachstum und der Drang
nach Mobilität und Freiheit verlangten nach einem leistbaren
vollwertigen Auto für die Masse. Das nahm auch Wilhelm Rösche,
Direktor des Steyr-Puch-Werks in Graz-Thondorf, in den Fünfzigern
wahr und so entstand die Idee, mit dem Steyr-Puch 500 einen
Kleinwagen zu produzieren. Man investierte 100 Millionen Schilling
(umgerechnet 7,3 Millionen Euro) in eine Produktionsanlage auf dem
neuesten Stand der Technik - damit war das Budget allerdings
weitgehend ausgeschöpft. Die Entwicklung einer eigenständigen
Karosserie wäre nicht mehr leistbar gewesen. So entschloss man sich
mit Fiat zu kooperieren und die äußere Hülle des Fiat 500 zu
übernehmen, der am 4. Juli 1957 präsentiert wurde.
Am 30. September 1957 folgte der Steyr-Puch 500: Knapp drei Meter
lang, 1,30 Meter breit, mit einem serienmäßigen Stofffaltdach und
Platz für vier Personen. Italienisches Design trifft österreichische
Ingenieurskunst: Der Fiat Motor wurde durch einen Zweizylinder
Viertakt-Boxermotor von Steyr-Puch ersetzt. Seine 16 PS aus 500
Kubikzentimetern Hubraum hatten mit den 460 kg Gewicht nicht
übermäßig zu kämpfen und boten gleichzeitig einen wirtschaftlichen
Verbrauch von 4,5 bis 5,5 Litern auf 100 Kilometer. Gemeinsam mit der
überall gut zugänglichen Technik ergaben sich daraus niedrige
Fixkosten bei Steuern, Versicherung und Wartung - gute
Voraussetzungen für ein Volksauto. Viele Familien erfüllten sich in
diesem Kleinwagen den Wunsch nach der ersten Reise ins Ausland auf
eigener Achse. In den zunehmend engen Städten waren die Wendigkeit
und Kompaktheit ein weiterer Trumpf. In den Jahren darauf folgten
u.a. ein festes Dach und höhere Motorleistungen - mit dem 650 TR war
man sogar erfolgreich im Motorsport unterwegs.
Steyr-Puch 500 Sternfahrt am Jubiläumstag
Anlässlich des runden Geburtstages findet am 29. und 30. September
2007 eine Sternfahrt nach Graz statt, an der auch ein gelber
Steyr-Puch 500 des ÖAMTC teilnimmt. Außerdem wird die Veranstaltung
von ÖAMTC-Pannenfahrern betreut. Mit Unterstützung zahlreicher
Steyr-Puch 500 Liebhaber soll der Guinessbuch-Rekord der längsten
bewegten Oldtimerkette mit 350 Fahrzeugen erreicht werden.
Nähere Infos zu historischen Fahrzeugen und Veranstaltungen findet
man auf der Homepage des ÖAMTC unter www.oeamtc.at/oldtimer, Infos
zur Sternfahrt auch unter www.50puch500.eu.
Aviso an die Redaktionen:
Fotos vom Puch 500 als ÖAMTC-Pannenfahrzeug findet man im
ÖAMTC-Foto-Service auf der Homepage des Clubs unter
www.oeamtc.at/presse.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Max Kudlacek
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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