ÖAMTC: Das legendäre Pannenfahrzeug Steyr-Puch 500 feiert seinen Fünfziger (+Foto)

1957 rollten die ersten Exemplare vom Förderband

Wien (OTS) - "So klein und schon ein echtes Auto," mögen sich
junge Menschen heute beim Anblick eines Steyr-Puch 500 denken, doch seinerzeit war der Kleine ganz groß. Auch der ÖAMTC erkannte das, als er kurz nach Produktionsbeginn drei Steyr-Puch 500 auf Herz und Nieren als mögliches Einsatzfahrzeug testete: 1959, also vor knapp 50 Jahren, wurden bereits 61 der gelben Fahrzeuge in den Dienst der "Straßenwacht" des ÖAMTC aufgenommen, um die bisher im Einsatz stehenden Motorrad-Beiwagenmaschinen zu ergänzen. Damit wuchs die Flotte auf über 100 Fahrzeuge an und der Pannendienst konnte seinen Aktionsradius in fast allen Bundesländern deutlich erweitern. Der Steyr-Puch 500 des ÖAMTC wurde bald zum Synonym für "die gelben Engel" und erfreut sich auch heute noch größter Aufmerksamkeit und ungebrochener Sympathien.

Nach dem zweiten Weltkrieg beherrschten aus finanziellen Gründen Motorräder das Straßenbild. Es folgten so genannte "Kabinenroller" wie die Isetta von BMW. Doch das Wirtschaftswachstum und der Drang nach Mobilität und Freiheit verlangten nach einem leistbaren vollwertigen Auto für die Masse. Das nahm auch Wilhelm Rösche, Direktor des Steyr-Puch-Werks in Graz-Thondorf, in den Fünfzigern wahr und so entstand die Idee, mit dem Steyr-Puch 500 einen Kleinwagen zu produzieren. Man investierte 100 Millionen Schilling (umgerechnet 7,3 Millionen Euro) in eine Produktionsanlage auf dem neuesten Stand der Technik - damit war das Budget allerdings weitgehend ausgeschöpft. Die Entwicklung einer eigenständigen Karosserie wäre nicht mehr leistbar gewesen. So entschloss man sich mit Fiat zu kooperieren und die äußere Hülle des Fiat 500 zu übernehmen, der am 4. Juli 1957 präsentiert wurde.
Am 30. September 1957 folgte der Steyr-Puch 500: Knapp drei Meter lang, 1,30 Meter breit, mit einem serienmäßigen Stofffaltdach und Platz für vier Personen. Italienisches Design trifft österreichische Ingenieurskunst: Der Fiat Motor wurde durch einen Zweizylinder Viertakt-Boxermotor von Steyr-Puch ersetzt. Seine 16 PS aus 500 Kubikzentimetern Hubraum hatten mit den 460 kg Gewicht nicht übermäßig zu kämpfen und boten gleichzeitig einen wirtschaftlichen Verbrauch von 4,5 bis 5,5 Litern auf 100 Kilometer. Gemeinsam mit der überall gut zugänglichen Technik ergaben sich daraus niedrige Fixkosten bei Steuern, Versicherung und Wartung - gute Voraussetzungen für ein Volksauto. Viele Familien erfüllten sich in diesem Kleinwagen den Wunsch nach der ersten Reise ins Ausland auf eigener Achse. In den zunehmend engen Städten waren die Wendigkeit und Kompaktheit ein weiterer Trumpf. In den Jahren darauf folgten u.a. ein festes Dach und höhere Motorleistungen - mit dem 650 TR war man sogar erfolgreich im Motorsport unterwegs.

Steyr-Puch 500 Sternfahrt am Jubiläumstag

Anlässlich des runden Geburtstages findet am 29. und 30. September 2007 eine Sternfahrt nach Graz statt, an der auch ein gelber Steyr-Puch 500 des ÖAMTC teilnimmt. Außerdem wird die Veranstaltung von ÖAMTC-Pannenfahrern betreut. Mit Unterstützung zahlreicher Steyr-Puch 500 Liebhaber soll der Guinessbuch-Rekord der längsten bewegten Oldtimerkette mit 350 Fahrzeugen erreicht werden.
Nähere Infos zu historischen Fahrzeugen und Veranstaltungen findet man auf der Homepage des ÖAMTC unter www.oeamtc.at/oldtimer, Infos zur Sternfahrt auch unter www.50puch500.eu.

Aviso an die Redaktionen:
Fotos vom Puch 500 als ÖAMTC-Pannenfahrzeug findet man im ÖAMTC-Foto-Service auf der Homepage des Clubs unter www.oeamtc.at/presse.

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