• 22.09.2007, 08:00:00
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"profil": Pröll: "Molterer wird überrascht sein"

Josef Pröll will die Ergebnisse der Perspektivengruppe "sicher nicht im Parteivorstand durchkauen"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" betont ÖVP-Vizeobmann Josef
Pröll, dass er die Ergebnisse der von ihm geleiteten
ÖVP-Perspektivengruppe vor der Präsentation am 1. Oktober "sicher
nicht im Parteivorstand durchkauen" lassen will: "Ich habe Wert
darauf gelegt, dass die Perspektivengruppe Freiräume bekommt."
Selbst mit dem Parteichef will Pröll sich nicht absprechen: "Auch
Molterer wird von Forderungen überrascht sein. Ich leite die
Perspektivengruppe und ziehe die Schlüsse."

Den größten Änderungsbedarf für die ÖVP sieht Pröll darin,
Grundwerte weiterzuentwickeln und etwa über eine Möglichkeit zu
diskutieren, Homosexuelle nicht zu diskriminieren. Mit Österreichern
verheiratete Ausländer sollen die Möglichkeit zum Arbeiten bekommen.
Auf dieser Forderung beharrt Pröll trotz der Einwände von
Innenminister Günter Platter. Auf der anderen Seite will er
"Hausfrauen und Mütter aufwerten", etwa durch das Steuersystem - er
hält die Familienbesteuerung für ein wichtiges Thema.

Als seine persönliche Lehre aus den Perspektivengruppen führt
Pröll im "profil"-Interview an: "Wir alle haben ab 2000 Tempo gemacht
und das Erklären vernachlässigt. Nicht nur das Ergebnis zählt, man
muss die Leute in der Diskussion mitnehmen. Auch der Weg ist das
Ziel. Das habe ich unterschätzt."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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