Kreuzprotektion: Der HPV-Vierfachimpfstoff beugt auch präkanzerösen Zervixläsionen vor, die durch weitere krebsauslösende Typen humaner Papillomviren verursacht werden

Brunn am Gebirge (OTS) - Ergebnisse, die jetzt auf dem ICAAC-Kongress vorgestellt wurden, belegen, dass der HPV-Vierfachimpfstoff durch Kreuzprotektion Schutz vor präkanzerösen Läsionen bietet, die durch zehn weitere Virustypen hervorgerufen werden.

Erste Ergebnisse einer Subanalyse zweier großer Phase-III-Studien zeigen: der HPV-Vierfachimpfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs (gegen die HPV-Typen 6, 11, 16, 18), kann auch präkanzeröse Läsionen der Zervix (CIN2/3, AIS) verhindern, die durch zehn weitere krebsauslösende Typen humaner Papillomviren (HPV) ausgelöst werden, gegen die der Impfstoff nicht direkt gerichtet ist. Die Ergebnisse wurden auf der 47. Jahreskonferenz der ICAAC in Chicago (USA) präsentiert.

Dies sind die ersten publizierten Ergebnisse, die zeigen dass ein Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs vor präkanzerösen Läsionen schützt, die von HPV-Typen verursacht werden, gegen die der Impfstoff nicht direkt gerichtet ist.

"Der Schutz vor präkanzerösen Läsionen, die von weiteren Virustypen verursacht werden, zeigt, dass der HPV-Vierfachimpfstoff kreuzprotektiv wirken kann. Deswegen kann der Impfstoff einen zusätzlichen Schutz vor Zervixkarzinomen bieten, die durch andere Virustypen verursacht werden als diejenigen, gegen die der Impfstoff direkt gerichtet ist", so Patrick Poirot, Vizepräsident Medical and Scientific Affairs von Sanofi Pasteur MSD.

Während einer mittleren Beobachtungsdauer von drei Jahren ab Beginn der Impfung verhinderte der HPV-Vierfachimpfstoff 38% präkanzeröser Läsionen der Zervix (CIN 2/3, AIS), die durch die HPV-Typen 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58 oder 59 hervorgerufen werden. Diese weiteren zehn Virustypen verursachen in Europa ca. 16 % und weltweit bis zu 22 % aller Zervixkarzinome.

"Es gibt einen klaren Unterschied zwischen der Prävention von Erkrankungen, die durch die Virustypen verursacht werden, gegen die der Impfstoff direkt gerichtet ist, und dem Potenzial für ein gewisses Ausmaß eines indirekten Schutzes durch Kreuzprotektion. Wie erwartet, ist die kreuzprotektive Wirksamkeit niedriger als die direkte Wirksamkeit, da sich die weiteren Virustypen von den vier Virustypen, gegen die der Impfstoff direkt gerichtet ist, unterscheiden. Der Hauptnutzen der HPV-Impfung liegt in der direkten Protektion", kommentiert Patrick Poirot. "Der HPV-Vierfachimpfstoff hat eine bis zu 100%ige Wirksamkeit gegen präkanzeröse und frühe zervikale Läsionen, gegen präkanzeröse Läsionen der Vulva und der Vagina sowie gegen Genitalwarzen gezeigt, die von den HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 verursacht werden, gegen die sich der Impfstoff direkt richtet. Eine kreuzprotektive Wirksamkeit von 38% bezüglich zehn weiterer krebsauslösender Virustypen stellt einen signifikanten Zusatznutzen dar."

Schätzungen zufolge verursachen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 in Europa unter den HPV-bedingten Erkrankungen insgesamt 75 % aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs, 95 % der Vulva- und Vaginalkarzinome, 70 % der präkanzerösen Läsionen der Zervix, 50 % der frühen zervikalen Läsionen, 80 % der präkanzerösen Läsionen der Vulva und der Vagina sowie 90 % der Genitalwarzen.

Der HPV-Vierfachimpfstoff bietet einen breiteren und früheren Nutzen, der sich nicht nur auf die Prävention von Gebärmutterhalskrebs erstreckt. Der breiter gefächerte Nutzen ergibt sich daraus, dass der HPV-Vierfachimpfstoff auch Schutz vor Läsionen der Zervix und der Vulva sowie vor Genitalwarzen bietet. Und der Nutzen wird früher spürbar, da diese Läsionen - insbesondere frühe Läsionen der Zervix und Genitalwarzen - sich viel rascher entwickeln als Gebärmutterhalskrebs und häufig schon innerhalb weniger Monate nach Infektion mit den Viren auftreten.

Informationen zu Sanofi Pasteur MSD

Sanofi Pasteur MSD kann als Gemeinschaftsunternehmen auf die Innovationen und die Erfahrungen von Sanofi Pasteur - der Impfstoff-Sparte von Sanofi-Aventis - und von Merck & Co. zurückgreifen. Sanofi Pasteur MSD ist das einzige Unternehmen in Europa, das sich ausschließlich auf Impfstoffe spezialisiert hat. Weltweit arbeiten erfahrene Forschungsteams von Sanofi Pasteur und Merck & Co für Sanofi Pasteur MSD an der Entwicklung neuer Impfstoffe für Europa, die darauf abzielen, den Impfschutz auf weitere Krankheiten auszudehnen und bestehende Impfstoffe zu perfektionieren, um so die Verträglichkeit, die Wirksamkeit und die Akzeptanz von Impfungen zu verbessern.

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