- 20.09.2007, 15:05:28
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Kreuzprotektion: Der HPV-Vierfachimpfstoff beugt auch präkanzerösen Zervixläsionen vor, die durch weitere krebsauslösende Typen humaner Papillomviren verursacht werden - ANHANG
Brunn am Gebirge (OTS) - Ergebnisse, die jetzt auf dem
ICAAC-Kongress vorgestellt wurden, belegen, dass der
HPV-Vierfachimpfstoff durch Kreuzprotektion Schutz vor präkanzerösen
Läsionen bietet, die durch zehn weitere Virustypen hervorgerufen
werden.
Erste Ergebnisse einer Subanalyse zweier großer Phase-III-Studien
zeigen: der HPV-Vierfachimpfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs (gegen
die HPV-Typen 6, 11, 16, 18), kann auch präkanzeröse Läsionen der
Zervix (CIN2/3, AIS) verhindern, die durch zehn weitere
krebsauslösende Typen humaner Papillomviren (HPV) ausgelöst werden,
gegen die der Impfstoff nicht direkt gerichtet ist. Die Ergebnisse
wurden auf der 47. Jahreskonferenz der ICAAC in Chicago (USA)
präsentiert.
Dies sind die ersten publizierten Ergebnisse, die zeigen dass ein
Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs vor präkanzerösen Läsionen
schützt, die von HPV-Typen verursacht werden, gegen die der Impfstoff
nicht direkt gerichtet ist.
"Der Schutz vor präkanzerösen Läsionen, die von weiteren
Virustypen verursacht werden, zeigt, dass der HPV-Vierfachimpfstoff
kreuzprotektiv wirken kann. Deswegen kann der Impfstoff einen
zusätzlichen Schutz vor Zervixkarzinomen bieten, die durch andere
Virustypen verursacht werden als diejenigen, gegen die der Impfstoff
direkt gerichtet ist", so Patrick Poirot, Vizepräsident Medical and
Scientific Affairs von Sanofi Pasteur MSD.
Während einer mittleren Beobachtungsdauer von drei Jahren ab
Beginn der Impfung verhinderte der HPV-Vierfachimpfstoff 38%
präkanzeröser Läsionen der Zervix (CIN 2/3, AIS), die durch die
HPV-Typen 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58 oder 59 hervorgerufen
werden. Diese weiteren zehn Virustypen verursachen in Europa ca. 16 %
und weltweit bis zu 22 % aller Zervixkarzinome.
"Es gibt einen klaren Unterschied zwischen der Prävention von
Erkrankungen, die durch die Virustypen verursacht werden, gegen die
der Impfstoff direkt gerichtet ist, und dem Potenzial für ein
gewisses Ausmaß eines indirekten Schutzes durch Kreuzprotektion. Wie
erwartet, ist die kreuzprotektive Wirksamkeit niedriger als die
direkte Wirksamkeit, da sich die weiteren Virustypen von den vier
Virustypen, gegen die der Impfstoff direkt gerichtet ist,
unterscheiden. Der Hauptnutzen der HPV-Impfung liegt in der direkten
Protektion", kommentiert Patrick Poirot. "Der HPV-Vierfachimpfstoff
hat eine bis zu 100%ige Wirksamkeit gegen präkanzeröse und frühe
zervikale Läsionen, gegen präkanzeröse Läsionen der Vulva und der
Vagina sowie gegen Genitalwarzen gezeigt, die von den HPV-Typen 6,
11, 16 und 18 verursacht werden, gegen die sich der Impfstoff direkt
richtet. Eine kreuzprotektive Wirksamkeit von 38% bezüglich zehn
weiterer krebsauslösender Virustypen stellt einen signifikanten
Zusatznutzen dar."
Schätzungen zufolge verursachen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 in
Europa unter den HPV-bedingten Erkrankungen insgesamt 75 % aller
Fälle von Gebärmutterhalskrebs, 95 % der Vulva- und Vaginalkarzinome,
70 % der präkanzerösen Läsionen der Zervix, 50 % der frühen
zervikalen Läsionen, 80 % der präkanzerösen Läsionen der Vulva und
der Vagina sowie 90 % der Genitalwarzen.
Der HPV-Vierfachimpfstoff bietet einen breiteren und früheren
Nutzen, der sich nicht nur auf die Prävention von
Gebärmutterhalskrebs erstreckt. Der breiter gefächerte Nutzen ergibt
sich daraus, dass der HPV-Vierfachimpfstoff auch Schutz vor Läsionen
der Zervix und der Vulva sowie vor Genitalwarzen bietet. Und der
Nutzen wird früher spürbar, da diese Läsionen - insbesondere frühe
Läsionen der Zervix und Genitalwarzen - sich viel rascher entwickeln
als Gebärmutterhalskrebs und häufig schon innerhalb weniger Monate
nach Infektion mit den Viren auftreten.
Informationen zu Sanofi Pasteur MSD
Sanofi Pasteur MSD kann als Gemeinschaftsunternehmen auf die
Innovationen und die Erfahrungen von Sanofi Pasteur - der
Impfstoff-Sparte von Sanofi-Aventis - und von Merck & Co.
zurückgreifen. Sanofi Pasteur MSD ist das einzige Unternehmen in
Europa, das sich ausschließlich auf Impfstoffe spezialisiert hat.
Weltweit arbeiten erfahrene Forschungsteams von Sanofi Pasteur und
Merck & Co für Sanofi Pasteur MSD an der Entwicklung neuer Impfstoffe
für Europa, die darauf abzielen, den Impfschutz auf weitere
Krankheiten auszudehnen und bestehende Impfstoffe zu perfektionieren,
um so die Verträglichkeit, die Wirksamkeit und die Akzeptanz von
Impfungen zu verbessern.
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Sanofi Pasteur MSD 2345, Brunn am Gebirge Campus 21, Europaring F11/402 Tel.: + 43 - 1 866 70 - 22 200 Fax: + 43 - 1 866 70 - 22 204 Ansprechpartner: Anfragen Medizin: Dr. Astrid Dworan-Timler Anfragen Marketing: Mag. Bernhard Prager mailto:[email protected] http:// www.spmsd.at http://www.spmsd.at/presse
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