ÖAAB-Hoch: Fair Play für Beschäftigte bei etwaiger EM-Sonntagsöffnung walten lassen

Wien (VP-Klub) - "Wenn - vorausgesetzt GPA und der Handel einigen sich - an den Sonntagen während der Fußball-EM die Geschäfte offen halten werden, muss nachweislich sichergestellt sein, dass die betroffenen Angestellten im Handel nicht auf der Verliererseite stehen. ’Fair Play’ für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer darf hier nicht an den Toren der Stadien enden", erklärte heute der Landesgeschäftsführer des Wiener ÖAAB, LAbg. Alfred Hoch, zur etwaigen Sonntagsöffnung in Wien während der Fußballeuropameisterschaft 2008.

Öffnung am Sonntag soll weiterhin Ausnahme bleiben

Die Austragung eines solchen Großereignisses verlangt nach entsprechend adaptierten Rahmenbedingungen. Daher muss zum Schutz der Beschäftigten die arbeitsrechtliche Situation vorab genau geklärt werden. "Für uns ist wichtig, dass einerseits den Beschäftigten ihre Zusatzleistungen entsprechend abgegolten werden und andererseits, dass die Betroffenen vor allem die Wahlmöglichkeit haben, ob sie an den betreffenden Sonntagen arbeiten möchten oder nicht. Jegliche Form einer möglichen Zwangsverpflichtung wird strikt abgelehnt, denn Arbeiten am Sonntag darf nur die Ausnahme in einem Ausnahmefall EM sein", betonte der ÖAAB-Landesgeschäftsführer.

Soziale Infrastruktur muss entsprechend angepasst werden

Hoch weist zudem darauf hin, dass es mit einer simplen Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten nicht getan sei. Vielmehr sei es notwendig, bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen auch die soziale Infrastruktur (z.B. Kinderbetreuungseinrichtungen und deren Öffnungszeiten, Pflegeeinrichtungen für zu betreuende Angehörige) nicht zu vergessen. Hierbei gelte aber, so Hoch, dass man mit Forderungen nicht über das Ziel hinausschießen dürfe. "Vorschnelle Lösungen, die primär nur darauf ausgerichtet sind, medial einen Erfolg zu erzielen, werden seitens des Wiener ÖAAB nicht goutiert", so Hoch abschließend.

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