Bilanz der Wr. Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft

Tätigkeitsbericht 2006 im Wiener Landtag

Wien (OTS) - Der seit 1.7.2007 im Amt befindliche Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwalt Konrad Brustbauer hat für das Jahr 2006 der Landesregierung einen Tätigkeitsbericht vorgelegt, der am 21.9. auch im Landtag behandelt wird.

In diesem Zusammenhang dankt Brustbauer auch seinem Amtsvorgänger Dr. Walter Dohr und ist stolz auf das schlagkräftige Team, das er übernommen hat: "Die MitarbeiterInnen haben ein gewaltiges Arbeitspensum für die Wiener PatientInnen geleistet und sind mit viel Engagement bei der Sache", freut sich Brustbauer. Ein paar Wermutstropfen gebe es aber auch. Brustbauer: " Dass auf parteipolitischer Ebene eine Zweitanwaltschaft, der es natürlich von vornherein an Unabhängigkeit mangelt, eingerichtet worden ist und Aussagen gemacht worden sind, wonach man PatientInnen davon abraten müsse sich an mich zu wenden, ist schon ein Schlag gewesen, auch für meine MitarbeiterInnen, die im Dienste der PatientInnen und pflegebedürftigen WienerInnen mit mir gemeinsam arbeiten."

Brustbauer ist aber überzeugt, dass die Leistungen der Pflege-und PatientInnenanwaltschaft letztlich für sich sprechen und verspricht weiterhin vollen Einsatz für die WienerInnen. Bester Beweis und beste Motivation dafür seien die zuletzt stark gestiegenen KundInnenkontakte.

Einige Leistungen der PatientInnenanwaltschaft:

Der neue Pflege- und Patientenanwalt hebt einige Leistungen besonders hervor:

So sei etwa die Zahl der KundInnenkontakte von 2005 auf 2006 um 3.236 auf 11.837 angestiegen. In immerhin 2.187 Fällen musste die PatientInnenanwaltschaft einem Vorbringen auf den Grund gehen und wurden weitere Erhebungen eingeleitet. Für 360 Personen konnte insgesamt eine Entschädigungssumme von fast 2,5 Mio. Euro erreicht werden. Rund 967.000 Euro konnten bei Haftpflichtversicherern, Rechtsträgern von Spitälern, Schiedsstellen oder Ärzten ausverhandelt werden, rund 236.000 Euro wurden aus dem Wiener Härtefonds und weitere rund 1.228.000 Euro aus dem Patientenentschädigungsfonds gezahlt.

Apropos Patientenentschädigungsfonds: Dieser wurde im Berichtszeitraum 2006 vom Rechnungshof geprüft. Dabei wurden - wie in den Medien schon berichtet wurde - auch Unzulänglichkeiten bei der Verwaltung des Geldtopfes festgestellt. Brustbauer dazu nicht ohne Stolz: "Gemeinsam mit anderen Magistratsdienststellen, besonders mit dem Rechnungsamt, ist es gelungen binnen kürzester Zeit diese Altlast zu sanieren. Durch die stets ausreichende Liquidität ist Gott sei Dank keinem einzigen geschädigten Patienten ein Nachteil erwachsen. Die ausständigen Beiträge samt lediglich vorläufig entgangenen, weil auf falschen Kostenstellen verrechneten Zinsen, werden selbstverständlich dem Patientenentschädigungsfonds zugeschlagen. Ich bin froh, dass diese erste Aufgabe, die ich mit meinem Team zu erledigen hatte, gut abgeschlossen werden konnte und ich mich inzwischen voll auf die Anliegen der PatientInnen und Pflegebedürftigen konzentrieren kann. (Schluss) neu

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