- 20.09.2007, 14:25:21
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Bilanz der Wr. Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft
Tätigkeitsbericht 2006 im Wiener Landtag
Wien (OTS) - Der seit 1.7.2007 im Amt befindliche Pflege-,
Patientinnen- und Patientenanwalt Konrad Brustbauer hat für das Jahr
2006 der Landesregierung einen Tätigkeitsbericht vorgelegt, der am
21.9. auch im Landtag behandelt wird.
In diesem Zusammenhang dankt Brustbauer auch seinem
Amtsvorgänger Dr. Walter Dohr und ist stolz auf das schlagkräftige
Team, das er übernommen hat: "Die MitarbeiterInnen haben ein
gewaltiges Arbeitspensum für die Wiener PatientInnen geleistet und
sind mit viel Engagement bei der Sache", freut sich Brustbauer. Ein
paar Wermutstropfen gebe es aber auch. Brustbauer: " Dass auf
parteipolitischer Ebene eine Zweitanwaltschaft, der es natürlich von
vornherein an Unabhängigkeit mangelt, eingerichtet worden ist und
Aussagen gemacht worden sind, wonach man PatientInnen davon abraten
müsse sich an mich zu wenden, ist schon ein Schlag gewesen, auch für
meine MitarbeiterInnen, die im Dienste der PatientInnen und
pflegebedürftigen WienerInnen mit mir gemeinsam arbeiten."
Brustbauer ist aber überzeugt, dass die Leistungen der Pflege-
und PatientInnenanwaltschaft letztlich für sich sprechen und
verspricht weiterhin vollen Einsatz für die WienerInnen. Bester
Beweis und beste Motivation dafür seien die zuletzt stark gestiegenen
KundInnenkontakte.
Einige Leistungen der PatientInnenanwaltschaft:
Der neue Pflege- und Patientenanwalt hebt einige Leistungen
besonders hervor:
So sei etwa die Zahl der KundInnenkontakte von 2005 auf 2006 um
3.236 auf 11.837 angestiegen. In immerhin 2.187 Fällen musste die
PatientInnenanwaltschaft einem Vorbringen auf den Grund gehen und
wurden weitere Erhebungen eingeleitet. Für 360 Personen konnte
insgesamt eine Entschädigungssumme von fast 2,5 Mio. Euro erreicht
werden. Rund 967.000 Euro konnten bei Haftpflichtversicherern,
Rechtsträgern von Spitälern, Schiedsstellen oder Ärzten ausverhandelt
werden, rund 236.000 Euro wurden aus dem Wiener Härtefonds und
weitere rund 1.228.000 Euro aus dem Patientenentschädigungsfonds
gezahlt.
Apropos Patientenentschädigungsfonds: Dieser wurde im
Berichtszeitraum 2006 vom Rechnungshof geprüft. Dabei wurden - wie in
den Medien schon berichtet wurde - auch Unzulänglichkeiten bei der
Verwaltung des Geldtopfes festgestellt. Brustbauer dazu nicht ohne
Stolz: "Gemeinsam mit anderen Magistratsdienststellen, besonders mit
dem Rechnungsamt, ist es gelungen binnen kürzester Zeit diese Altlast
zu sanieren. Durch die stets ausreichende Liquidität ist Gott sei
Dank keinem einzigen geschädigten Patienten ein Nachteil erwachsen.
Die ausständigen Beiträge samt lediglich vorläufig entgangenen, weil
auf falschen Kostenstellen verrechneten Zinsen, werden
selbstverständlich dem Patientenentschädigungsfonds zugeschlagen. Ich
bin froh, dass diese erste Aufgabe, die ich mit meinem Team zu
erledigen hatte, gut abgeschlossen werden konnte und ich mich
inzwischen voll auf die Anliegen der PatientInnen und
Pflegebedürftigen konzentrieren kann. (Schluss) neu
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/ Gerhard Neustifter Leiter der Stabsstelle Administration, Presse Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft Schönbrunner Straße 7 1040 Wien Tel.: 5871204/82991, Mobil 0676/811882991 E-Mail: [email protected] www.patientenanwalt.wien.at/
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