- 20.09.2007, 13:24:23
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JVP-Kurz: Suchtproblematik zu wichtig für Effekthascherei
Junge ÖVP Wien und Frauenbewegung diskutieren mit Expert/-innen über das Suchtverhalten Jugendlicher
Wien (JVP) - Im Rahmen einer gemeinsamen Podiumsdiskussion der
Jungen ÖVP Wien und der Wiener Frauenbewegung diskutierten gestern
der geschäftsführende Landesobmann der JVP-Wien, Sebastian Kurz
gemeinsam mit den VP-Landtagsabgeordneten Ines Anger-Koch und GR
Karin Praniess-Kastner, der Universitätsprofessorin Dr. Gabriele
Fischer und Thomas Primus das Thema Drogen- und Suchtverhalten bei
Jugendlichen.
Jugendliche stehen unter Druck
"Die Jugendlichen von heute," so Kurz in seinem Eingangsstatement,
"stehen vor ganz anderen Herausforderungen. Sie sind mit einem
enormen Leistungsdruck von Eltern und Gesellschaft konfrontiert. Auf
der anderen Seite steht aber die Sehnsucht nach Geborgenheit, die
nicht immer gestillt werden kann. Die Rollenbilder haben sich einfach
verändert, es wird von den Kindern und Jugendlichen verlangt, immer
flexibler zu sein. Scheitern Jugendliche an diesen Herausforderungen,
kann das für manche ein Grund sein, in eine andere Welt zu flüchten!"
Nein zu Pauschalverurteilungen
Entschieden sprach er sich gegen eine Kollektivverurteilung junger
Menschen aus. "Pauschale Schuldzuweisungen der jungen Generation
bringen uns hier nicht weiter. Das ist für mich nichts anderes als
'Effekthascherei' für eine Schlagzeile auf Kosten der Jugendlichen.
Die konkrete Auseinandersetzung mit dem Problem Alkohol, in allen
Alters- und Gesellschaftsgruppen, ist hier wohl eher angebracht, um
tatsächliche Verbesserungen zu erzielen. Ich wehre mich dagegen, dass
Jugendliche heutzutage generell als Alkokids und Komasäufer
gebrandmarkt werden", meinte er dazu.
Einsatz für suchtkranken Kinder und Jugendliche erforderlich
Für den gf. Landesobmann ist klar, dass Sucht eine Krankheit ist und
niemand freiwillig süchtig wird. "Darum ist es unsere Aufgabe als
Jugendorganisation, uns für die betroffenen Kinder und Jugendlichen
einzusetzen. Die Junge ÖVP Wien wird in den nächsten Monaten in
weiteren Gesprächen mit Expertinnen und Experten ein Konzept zur
Suchtproblematik bei Kindern und Jugendlichen ausarbeiten und dann
der Öffentlichkeit präsentieren", kündigte er weiters an.
Echte Lösung gefragt
Und der geschäftsführende JVP-Landesobmann abschließend: "Die Wiener
SPÖ muss endlich aufwachen und effektiv handeln, statt mit erhobenem
Finger zu agieren! Pauschalverurteilungen sind keine Lösung!"
Rückfragehinweis:
Junge ÖVP Wien www.jvpwien.at Bartensteingasse 16, 1010 Wien Tel.: 01/51543 - 500 Fax: 01/51543 - 509 [email protected]
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