• 20.09.2007, 09:30:00
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Allianz startet erste europäische Betriebspension

Wien (OTS) - 15 Millionen EU-Bürger leben oder arbeiten in einem
EU-Land, das nicht ihr Heimatland ist. Ein Viertel der Österreicher
kann sich einen Jobwechsel ins Ausland vorstellen. Zwölf Prozent der
Europäer sehen in den Schwierigkeiten bei der Übertragung von
Pensionsrechten ein schwerwiegendes Mobilitätshindernis. Die von der
EU angestrebte Harmonisierung der Betriebsrentensysteme wird aber
noch jahrelang auf sich warten lassen. Die Allianz hat, als erste
Versicherung, die Allianz European Pension entwickelt.

Die von der EU angestrebte Vereinheitlichung der
Zusatzrentensysteme in Europa kommt nicht voran. Auf Grund der
verschiedenen Ausformungen und der unterschiedlichen Bedeutung der
betrieblichen Renten in den 27 EU-Ländern konnte in den Kernpunkten
der Harmonisierung kein Konsens erzielt werden. Eine Umsetzung, die
dazu beitragen würde, die Mobilität der europäischen Arbeitnehmer zu
erhöhen, erscheint aus heutiger Sicht in den nächsten fünf Jahren
unwahrscheinlich.

Betriebspension als Mobilitätskiller

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass mehr als ein Drittel aller
EU-Bürger aus beruflichen Gründen ins EU-Ausland gehen würde, in
Österreich sind es immerhin 23 Prozent. Als größtes Hindernis für
einen Jobwechsel ins Ausland werden mangelnde Sprachkenntnisse (38
Prozent) genannt, zwölf Prozent der Befragten sehen aber die
Schwierigkeiten bei der Übertragung von Pensionsrechten als
Mobilitätshindernis.

"Deshalb zeigen auch immer mehr international ausgerichtete
Unternehmen in der EU verstärktes Interesse, ihre
Pensionsverpflichtungen auf überregionaler Ebene zu steuern. Zwar
haben bislang nur fünf Prozent der multinationalen EU-Unternehmen
ihre Altersversorgungen innerhalb der EU angeglichen, 60 Prozent
planen es jedoch in den kommenden Jahren, da sie sich einen
deutlichen Mehrwert bei Kosten, Transparenz, Risikokontrolle und
personalpolitischen Zielen versprechen", analysiert Andreas Csurda,
Vorstand der Allianz Pensionskasse AG, den klar ersichtlichen Trend
bei der betrieblichen Altersvorsorge.

"One Europe - one Pension" - die Allianz European Pension

Die Allianz Versicherung reagiert als erster europäischer
Versicherer auf die Bedürfnisse international ausgerichteter
Unternehmen. Mit der Allianz European Pension sind bereits heute
betriebliche Pensionszusagen auf europäischer Ebene umsetzbar. Das
Kernelement dieser überregionalen Produktlösung ist eine
standardisierte Vermögensverwaltung, die den jeweils geltenden
nationalen Rahmenbedingungen angepasst und in die vorhandenen
Pensionslösungen eingebettet wird. "Um den unterschiedlichen
Veranlagungsrichtlinien der von der Allianz European Pension
erfassten Länder gerecht zu werden, haben wir ein einheitliches
Kapitalanlagekonzept entwickelt. Beiträge, die nicht dem
Kapitalerhalt dienen, werden in einen der drei Sub-Fonds des Allianz
European Investment SICAV, der auf die besonderen Bedürfnisse der
betrieblichen Altersvorsorge des jeweiligen EU-Landes zugeschnitten
ist, veranlagt", erklärt Thomas Groffmann, Head of European Pension
der Allianz SE, das Anlagekonzept der Allianz European Pension.
Wechselt ein Arbeitnehmer in ein anderes EU-Land, wird der Vertrag im
Inland beitragsfrei gestellt, ein Pensionsvertrag im Ausland wird
eröffnet. Die erworbene inländische Pensionsanwartschaft bleibt in
der gemeinsamen Vermögensverwaltung veranlagt oder wird in die
ausländische Einrichtung übertragen, soweit dies steuerlich sinnvoll
ist. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer entstehen dabei keine
zusätzlichen Kosten.

Beim Pensionsantritt bekommt der Anwartschaftsberechtigte die
Leistungen aller in der Allianz European Pension zusammengefassten
Zusatzrenten ausbezahlt. Diese werden gemäß OECD-Musterabkommen im
jeweiligen Wohnsitz-Staat versteuert.

Ein jährlicher Bericht von All Net, dem weltweiten Allianz
Netzwerk, liefert dem Arbeitgeber einen aussagekräftigen Überblick
über die verschiedenen lokalen Vorsorgeverträge, die in der Allianz
European Pension eingeschlossen sind, ergänzt um Informationen zur
Wertentwicklung der Anlagefonds sowie relevante rechtliche und
steuerliche Veränderungen auf dem Gebiet der betrieblichen Vorsorge.

In der Startphase bietet die Allianz European Pension
Betriebspensionslösungen für Österreich, Deutschland, Frankreich,
Griechenland, Italien und Spanien. 2008 werden Belgien, die
Niederlande, Portugal und Luxemburg folgen.

Betriebliche Altersvorsorge in Österreich

In Österreich haben überbetriebliche Pensionskassen und
Pensionskassenlösungen, mit veranlagten Vermögenswerten in Höhe von
12,4 Milliarden Euro (Stand 12/2006), einen Marktanteil von über 50
Prozent bei der betrieblichen Altersvorsorge. Direkte Pensionszusagen
belaufen sich auf 8,8 Milliarden Euro, gefolgt von den
Mitarbeitervorsorgekassen (Abfertigung Neu) mit 1,1 Milliarden Euro.
Direktversicherungen und die noch junge Betriebliche
Kollektivversicherung verwalten 400 Millionen Euro.
"Für die Allianz European CompPension, die Österreich-Variante, haben
wir die Pensionskassenlösung gewählt, weil dadurch Beiträge der
Arbeitgeber bis zu zehn Prozent des Bruttogehalts als Betriebsaufwand
absetzbar sind und keine zusätzlichen Lohnnebenkosten und
Sozialabgaben entstehen. Freiwillige Arbeitnehmerbeiträge bis zu 1000
Euro im Jahr werden staatlich gefördert (neun Prozent in 2007) und
Leistungen daraus bleiben steuerfrei", erklärt Andreas Csurda die
österreichische Lösung.
Der Bedarf nach einer betrieblichen Altersvorsorge auf europäischer
Basis in Österreich zeigt sich an der internationalen Verschränktheit
der europäischen Firmen. Heimische Unternehmen unterhalten in den
EU-Ländern 2976 Töchter- bzw. Enkelgesellschaften. Im Gegenzug
besitzen in der EU angesiedelte Unternehmen 2905 Gesellschaften in
Österreich.

Die Allianz Gruppe ist in Europa der führende Anbieter bei der
betrieblichen Altersvorsorge.

Rückfragehinweis:

Dr. Marita Roloff
   Tel.: 01/878 07 - 80726
   Fax:            - 40261
   mailto:marita.roloff@allianz.at
   
   Mag. Bernd Huemer
   Tel.: 01/878 07 - 88710
   Fax:            - 40261
   mailto:bernd.huemer@allianz.at
   
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Gruppe in Österreich
   Hietzinger Kai 101-105
   1130 Wien
   www.allianz.at

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