Allianz startet erste europäische Betriebspension

Wien (OTS) - 15 Millionen EU-Bürger leben oder arbeiten in einem EU-Land, das nicht ihr Heimatland ist. Ein Viertel der Österreicher kann sich einen Jobwechsel ins Ausland vorstellen. Zwölf Prozent der Europäer sehen in den Schwierigkeiten bei der Übertragung von Pensionsrechten ein schwerwiegendes Mobilitätshindernis. Die von der EU angestrebte Harmonisierung der Betriebsrentensysteme wird aber noch jahrelang auf sich warten lassen. Die Allianz hat, als erste Versicherung, die Allianz European Pension entwickelt.

Die von der EU angestrebte Vereinheitlichung der Zusatzrentensysteme in Europa kommt nicht voran. Auf Grund der verschiedenen Ausformungen und der unterschiedlichen Bedeutung der betrieblichen Renten in den 27 EU-Ländern konnte in den Kernpunkten der Harmonisierung kein Konsens erzielt werden. Eine Umsetzung, die dazu beitragen würde, die Mobilität der europäischen Arbeitnehmer zu erhöhen, erscheint aus heutiger Sicht in den nächsten fünf Jahren unwahrscheinlich.

Betriebspension als Mobilitätskiller

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass mehr als ein Drittel aller EU-Bürger aus beruflichen Gründen ins EU-Ausland gehen würde, in Österreich sind es immerhin 23 Prozent. Als größtes Hindernis für einen Jobwechsel ins Ausland werden mangelnde Sprachkenntnisse (38 Prozent) genannt, zwölf Prozent der Befragten sehen aber die Schwierigkeiten bei der Übertragung von Pensionsrechten als Mobilitätshindernis.

"Deshalb zeigen auch immer mehr international ausgerichtete Unternehmen in der EU verstärktes Interesse, ihre Pensionsverpflichtungen auf überregionaler Ebene zu steuern. Zwar haben bislang nur fünf Prozent der multinationalen EU-Unternehmen ihre Altersversorgungen innerhalb der EU angeglichen, 60 Prozent planen es jedoch in den kommenden Jahren, da sie sich einen deutlichen Mehrwert bei Kosten, Transparenz, Risikokontrolle und personalpolitischen Zielen versprechen", analysiert Andreas Csurda, Vorstand der Allianz Pensionskasse AG, den klar ersichtlichen Trend bei der betrieblichen Altersvorsorge.

"One Europe - one Pension" - die Allianz European Pension

Die Allianz Versicherung reagiert als erster europäischer Versicherer auf die Bedürfnisse international ausgerichteter Unternehmen. Mit der Allianz European Pension sind bereits heute betriebliche Pensionszusagen auf europäischer Ebene umsetzbar. Das Kernelement dieser überregionalen Produktlösung ist eine standardisierte Vermögensverwaltung, die den jeweils geltenden nationalen Rahmenbedingungen angepasst und in die vorhandenen Pensionslösungen eingebettet wird. "Um den unterschiedlichen Veranlagungsrichtlinien der von der Allianz European Pension erfassten Länder gerecht zu werden, haben wir ein einheitliches Kapitalanlagekonzept entwickelt. Beiträge, die nicht dem Kapitalerhalt dienen, werden in einen der drei Sub-Fonds des Allianz European Investment SICAV, der auf die besonderen Bedürfnisse der betrieblichen Altersvorsorge des jeweiligen EU-Landes zugeschnitten ist, veranlagt", erklärt Thomas Groffmann, Head of European Pension der Allianz SE, das Anlagekonzept der Allianz European Pension. Wechselt ein Arbeitnehmer in ein anderes EU-Land, wird der Vertrag im Inland beitragsfrei gestellt, ein Pensionsvertrag im Ausland wird eröffnet. Die erworbene inländische Pensionsanwartschaft bleibt in der gemeinsamen Vermögensverwaltung veranlagt oder wird in die ausländische Einrichtung übertragen, soweit dies steuerlich sinnvoll ist. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten.

Beim Pensionsantritt bekommt der Anwartschaftsberechtigte die Leistungen aller in der Allianz European Pension zusammengefassten Zusatzrenten ausbezahlt. Diese werden gemäß OECD-Musterabkommen im jeweiligen Wohnsitz-Staat versteuert.

Ein jährlicher Bericht von All Net, dem weltweiten Allianz Netzwerk, liefert dem Arbeitgeber einen aussagekräftigen Überblick über die verschiedenen lokalen Vorsorgeverträge, die in der Allianz European Pension eingeschlossen sind, ergänzt um Informationen zur Wertentwicklung der Anlagefonds sowie relevante rechtliche und steuerliche Veränderungen auf dem Gebiet der betrieblichen Vorsorge.

In der Startphase bietet die Allianz European Pension Betriebspensionslösungen für Österreich, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien. 2008 werden Belgien, die Niederlande, Portugal und Luxemburg folgen.

Betriebliche Altersvorsorge in Österreich

In Österreich haben überbetriebliche Pensionskassen und Pensionskassenlösungen, mit veranlagten Vermögenswerten in Höhe von 12,4 Milliarden Euro (Stand 12/2006), einen Marktanteil von über 50 Prozent bei der betrieblichen Altersvorsorge. Direkte Pensionszusagen belaufen sich auf 8,8 Milliarden Euro, gefolgt von den Mitarbeitervorsorgekassen (Abfertigung Neu) mit 1,1 Milliarden Euro. Direktversicherungen und die noch junge Betriebliche Kollektivversicherung verwalten 400 Millionen Euro.
"Für die Allianz European CompPension, die Österreich-Variante, haben wir die Pensionskassenlösung gewählt, weil dadurch Beiträge der Arbeitgeber bis zu zehn Prozent des Bruttogehalts als Betriebsaufwand absetzbar sind und keine zusätzlichen Lohnnebenkosten und Sozialabgaben entstehen. Freiwillige Arbeitnehmerbeiträge bis zu 1000 Euro im Jahr werden staatlich gefördert (neun Prozent in 2007) und Leistungen daraus bleiben steuerfrei", erklärt Andreas Csurda die österreichische Lösung.
Der Bedarf nach einer betrieblichen Altersvorsorge auf europäischer Basis in Österreich zeigt sich an der internationalen Verschränktheit der europäischen Firmen. Heimische Unternehmen unterhalten in den EU-Ländern 2976 Töchter- bzw. Enkelgesellschaften. Im Gegenzug besitzen in der EU angesiedelte Unternehmen 2905 Gesellschaften in Österreich.

Die Allianz Gruppe ist in Europa der führende Anbieter bei der betrieblichen Altersvorsorge.

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