Glawischnig zu Kindergeld: Kdolsky entpuppt sich als Frauenfeindin

Koalitionsstreit auf Kosten der Familien prolongiert

Wien (OTS) - "Die Verweigerungshaltung der ÖVP-Ministerin Kdolsky ist nicht mehr nachvollziehbar", ärgert sich Eva Glawischnig, stv. Bundessprecherin der Grünen. Grund für ihre Empörung ist der neuerlich entflammte Streit zwischen ÖVP und SPÖ um die Zuverdienst-Bedingungen für KindergeldbezieherInnen. "Der ÖVP-Politikerin fehlt jegliche Erfahrung darüber, unter welchen Bedingungen junge Mütter den Anschluss im Job nicht verlieren. Eine Arbeitszeitbegrenzung wäre ein geeignetes Mittel, um Frauenkarriere durch Mutterschaft nicht jäh abzuwürgen."
Statt schnell ein modernes, praxisorientiertes Kindergeld zu schaffen, würden die Koalitionspartner nur ihre Ideologie-besetzten Streitereien fortsetzen. Glawischnig: "Persönliche Profilierung steht in dieser Regierung vor Problemlösung."
Dass sich ausgerechnet ein weibliches Regierungsmitglied derart gegen die Gleichberechtigung der Frauen stelle, sei "skandalös", kritisiert Glawischnig scharf.
Gegenüber SP-Ministerin Bures erneuert die Grüne ihr Angebot, einem modernen Kindergeldgesetz im Parlament zuzustimmen. "Bures soll auf die Frauensolidarität bauen und ein eigenes Gesetz einbringen. Die Grünen sind dabei. Und ich bin mir sicher, dass auch in den Reihen der ÖVP-Frauen so manche mit dem derzeitigen Kurs Kdolskys unzufrieden ist und mitstimmt."

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