Wlodkowski erfreut über Genehmigung der "Ländlichen Entwicklung"

Bäuerliche Interessenvertretung verlangt zügige Auszahlung der Mittel

Wien (OTS) - "Mit der Genehmigung des österreichischen Programms zur Ländlichen Entwicklung durch den zuständigen EU-Ausschuss wurde nun die Grundlage für eine Politik geschaffen, die unsere Bauern in ihrer Wettbewerbsfähigkeit stärkt, den verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen unterstützt sowie den Konsumenten Nahrungsmittel höchster Qualität und Sicherheit garantiert. Das neue Programm ist im europäischen Vergleich die offensivste Strategie für den ländlichen Raum und wird der Land- und Forstwirtschaft sowie der ländlichen Wirtschaft neue Impulse bringen, die wiederum der gesamten Region zugutekommen", zeigte sich heute Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, über die Genehmigung des österreichischen Programms erfreut.

Dieser Zustimmung durch die EU gingen intensive Verhandlungen voraus. Zudem mussten im Vorfeld radikale Kürzungen und Änderungen abgewehrt sowie in den letzten Monaten die massiven Einwände gegen einige Punkte im österreichischen Programmentwurf entkräftet werden. Insgesamt gibt es im Programm Ländliche Entwicklung für die neue Periode mehr Geld für Österreichs Land- und Forstwirtschaft als bisher. Aufgrund neuer Regelungen gab es Umschichtungen, sodass im Umweltprogramm Kürzungen notwendig wurden, im Investprogramm erfolgt dafür eine Aufstockung der Mittel. Insgesamt stehen für die neue Periode der Ländlichen Entwicklung 2007 bis 2013 nun EUR 7,8 Mrd. zur Verfügung. Das entspricht pro Jahr EUR 1,1 Mrd. (EU und nationale Mittel).

Ländliche Entwicklung neu bedeutet Kontinuität und Weiterentwicklung

"Österreichs Landwirtschaftsminister Josef Pröll ist es im Gegensatz zu seinen meisten Kollegen aus anderen EU-Ländern gelungen, massive Kürzungen zu vermeiden und den bisherigen Anteil zu verteidigen. Zudem wird mit der nationalen Kofinanzierung sichergestellt, dass kein Geld in Brüssel liegen bleibt. Jetzt gilt es darauf zu achten, dass dieses Programm in der neuen Periode zügig umgesetzt wird und unsere Bauernfamilien zu ihrem Geld kommen", unterstrich Wlodkowski. Die bäuerliche Interessenvertretung erwarte, dass die Mittel für die Einheitliche Betriebsprämie (EBP), die Ausgleichszulage für Bergbauern und benachteiligte Gebiete (AZ) sowie für das Österreichische Umweltprogramm (ÖPUL) noch vor Jahresende an Österreichs Bauern überwiesen werden.

Investförderung und Regionaloffensive stärken ländliche Regionen

Mit dem Programm Ländliche Entwicklung können in den kommenden sieben Jahren die wesentlichen agrarpolitischen Schwerpunkte finanziert werden. Das sind die Abgeltungen von agrarischen Umweltleistungen im Umweltprogramm mit rund EUR 540 Mio. pro Jahr, die Unterstützung der Bergbauern mit rund EUR 276 Mio. im Bergbauernprogramm, die Investitionsoffensive mit EUR 142 Mio. pro Jahr und schließlich die Regionaloffensive, inklusive Leader, mit weiteren EUR 114 Mio. jährlich.

Symmetrie zwischen Ackerland und Grünland gewahrt

Im neuen Programm sei die bisher bereits angewandte Symmetrie zwischen Ackerland und Grünland und den einzelnen Produktionssparten aufrechterhalten worden. Zudem sei es gelungen, die Ausgleichszulage für Berg- und benachteiligte Gebiete im vollen Umfang zu sichern und die Investitions- und Bildungsmaßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bäuerlicher Betriebe weiter auszubauen. Das gelte auch für die Leader-Mittel, die in der neuen Periode verdreifacht wurden, erläuterte der LK-Präsident.

"Die Ländliche Entwicklung ist ein europaweit beispielhaftes Förderprogramm und ein bedeutendes Impulsprogramm für den gesamten ländlichen Raum in Österreich. Schließlich wird von der Investitionsoffensive der Landwirtschaft auch die ländliche Wirtschaft profitieren", stellte Wlodkowski fest.
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