• 19.09.2007, 11:14:05
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Wlodkowski erfreut über Genehmigung der "Ländlichen Entwicklung"

Bäuerliche Interessenvertretung verlangt zügige Auszahlung der Mittel

Wien (OTS) - "Mit der Genehmigung des österreichischen Programms
zur Ländlichen Entwicklung durch den zuständigen EU-Ausschuss wurde
nun die Grundlage für eine Politik geschaffen, die unsere Bauern in
ihrer Wettbewerbsfähigkeit stärkt, den verantwortungsvollen Umgang
mit den natürlichen Ressourcen unterstützt sowie den Konsumenten
Nahrungsmittel höchster Qualität und Sicherheit garantiert. Das neue
Programm ist im europäischen Vergleich die offensivste Strategie für
den ländlichen Raum und wird der Land- und Forstwirtschaft sowie der
ländlichen Wirtschaft neue Impulse bringen, die wiederum der gesamten
Region zugutekommen", zeigte sich heute Gerhard Wlodkowski, Präsident
der Landwirtschaftskammer Österreich, über die Genehmigung des
österreichischen Programms erfreut.

Dieser Zustimmung durch die EU gingen intensive Verhandlungen
voraus. Zudem mussten im Vorfeld radikale Kürzungen und Änderungen
abgewehrt sowie in den letzten Monaten die massiven Einwände gegen
einige Punkte im österreichischen Programmentwurf entkräftet werden.
Insgesamt gibt es im Programm Ländliche Entwicklung für die neue
Periode mehr Geld für Österreichs Land- und Forstwirtschaft als
bisher. Aufgrund neuer Regelungen gab es Umschichtungen, sodass im
Umweltprogramm Kürzungen notwendig wurden, im Investprogramm erfolgt
dafür eine Aufstockung der Mittel. Insgesamt stehen für die neue
Periode der Ländlichen Entwicklung 2007 bis 2013 nun EUR 7,8 Mrd. zur
Verfügung. Das entspricht pro Jahr EUR 1,1 Mrd. (EU und nationale
Mittel).

Ländliche Entwicklung neu bedeutet Kontinuität und Weiterentwicklung

"Österreichs Landwirtschaftsminister Josef Pröll ist es im
Gegensatz zu seinen meisten Kollegen aus anderen EU-Ländern gelungen,
massive Kürzungen zu vermeiden und den bisherigen Anteil zu
verteidigen. Zudem wird mit der nationalen Kofinanzierung
sichergestellt, dass kein Geld in Brüssel liegen bleibt. Jetzt gilt
es darauf zu achten, dass dieses Programm in der neuen Periode zügig
umgesetzt wird und unsere Bauernfamilien zu ihrem Geld kommen",
unterstrich Wlodkowski. Die bäuerliche Interessenvertretung erwarte,
dass die Mittel für die Einheitliche Betriebsprämie (EBP), die
Ausgleichszulage für Bergbauern und benachteiligte Gebiete (AZ) sowie
für das Österreichische Umweltprogramm (ÖPUL) noch vor Jahresende an
Österreichs Bauern überwiesen werden.

Investförderung und Regionaloffensive stärken ländliche Regionen

Mit dem Programm Ländliche Entwicklung können in den kommenden
sieben Jahren die wesentlichen agrarpolitischen Schwerpunkte
finanziert werden. Das sind die Abgeltungen von agrarischen
Umweltleistungen im Umweltprogramm mit rund EUR 540 Mio. pro Jahr,
die Unterstützung der Bergbauern mit rund EUR 276 Mio. im
Bergbauernprogramm, die Investitionsoffensive mit EUR 142 Mio. pro
Jahr und schließlich die Regionaloffensive, inklusive Leader, mit
weiteren EUR 114 Mio. jährlich.

Symmetrie zwischen Ackerland und Grünland gewahrt

Im neuen Programm sei die bisher bereits angewandte Symmetrie
zwischen Ackerland und Grünland und den einzelnen Produktionssparten
aufrechterhalten worden. Zudem sei es gelungen, die Ausgleichszulage
für Berg- und benachteiligte Gebiete im vollen Umfang zu sichern und
die Investitions- und Bildungsmaßnahmen zur Stärkung der
Wettbewerbsfähigkeit bäuerlicher Betriebe weiter auszubauen. Das
gelte auch für die Leader-Mittel, die in der neuen Periode
verdreifacht wurden, erläuterte der LK-Präsident.

"Die Ländliche Entwicklung ist ein europaweit beispielhaftes
Förderprogramm und ein bedeutendes Impulsprogramm für den gesamten
ländlichen Raum in Österreich. Schließlich wird von der
Investitionsoffensive der Landwirtschaft auch die ländliche
Wirtschaft profitieren", stellte Wlodkowski fest.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Schauflergasse 6, 1014 Wien
Tel.: 01/53441-0, Fax: 01/53441-8509
mailto: [email protected]
http://www.agrarnet.info

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