- 17.09.2007, 15:00:37
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20 Jahre Montreal Protokoll zum Schutz der Ozonschicht
Wien/Montreal (OTS) - Anfang der 80er Jahre wurde bei Messungen
der höheren Atmosphärenschichten ein massiver Abbau des Ozonmantels
festgestellt. Als Reaktion darauf wurde 1987 das Montreal Protokoll
verabschiedet. Ziel war der stufenweise Ausstieg aus der Produktion
und dem Verbrauch von Ozon abbauenden Stoffen. "Das mittlerweile von
191 Staaten ratifizierte Montreal Protokoll ist eines der
erfolgreichsten internationalen Umweltschutzabkommen. Besonders in
den EU-Mitgliedsstaaten wurden die Forderungen des Protokolls in
einigen Bereichen übertroffen. Unsere Hauptaufgabe für die Zukunft
ist es, diesen Prozess unumkehrbar zu machen und so eine vollständige
Regeneration der Ozonschicht zu sichern", sagte Günter Liebel,
Sektionschef im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft,
Umwelt und Wasserwirtschaft bei der 19. Vertragsstaatenkonferenz, die
derzeit in Montreal stattfindet.
Als eines der grundlegenden Prinzipien des Protokolls wurde die
Ausstiegsverpflichtung sowohl den Industriestaaten als auch den
Entwicklungsländern auferlegt. In den Industiestaaten wurde der
Ausstieg aus Ozon abbauenden Stoffen bereits Mitte der Neunzigerjahre
realisiert. In den Entwicklungsländern wird dieser Prozess bis 2010
abgeschlossen sein. Zur Unterstützung bei der Umsetzung wurde ein
Fonds eingerichtet, der durch die Industriestaaten finanziert wird
und aus dem Umstellungsprojekte in Entwicklungsländern gefördert
werden.
In Österreich wurde das Montreal Protokoll in Form mehrerer
Verordnungen zum Chemikaliengesetz umgesetzt. Darüber hinaus wurde
unter österreichischem EU-Vorsitz 1998 die EU-Ozonverordnung
verhandelt, wo es Österreich gelang, einen weitgehenden Ausstieg aus
Ozon abbauenden Stoffen EU-weit durchzusetzen. Ozon abbauende Stoffe
dürfen in der EU heute nur mehr in ganz wenigen Bereichen eingesetzt
werden: HFCKW als Kältemittel zum Nachfüllen in bestehenden
Kälteanlagen (Neuerrichtung ist bereits verboten), Halone als
Feuerlöschmittel in der Zivilluftfahrt und in militärischen
Anwendungen sowie die Verwendung Ozon abbauender Stoffe als
Laborchemikalien. Bei Asthmasprays wird die Umstellung auf FCKW-freie
Produkte zurzeit abgeschlossen.
Beobachtungen der unteren Atmosphären zeigten in den vergangenen
Jahren eine deutliche Abnahme der Konzentration der
Verursachersubstanzen. Die Wiederherstellung der Ozonschicht auf ein
Niveau vor 1980 wird für die Mitte dieses Jahrhunderts
prognostiziert. Das teilt das Lebensministerium abschließend mit.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823
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