Takeda nimmt Stellung zur aktuell in JAMA publizierten Metaanalyse von Pioglitazon

Wien (OTS) - Takeda Pharmaceuticals Europe Ltd weist auf eine Metaanalyse der wissenschaftlichen Daten von Pioglitazon-HCl (Actos(R)) hin, die von A. Michael Lincoff und seinen Kollegen an der Cleveland Clinic, Cleveland, USA, durchgeführt und im Journal of the American Medical Association (JAMA) publiziert worden ist.1 In der Analyse kommen die Autoren zu dem Schluss, dass Actos(R) bei unterschiedlichen Patientenpopulationen mit Typ-2-Diabetes im Vergleich zur Kontrollgruppe mit einem signifikant geringeren Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Tod assoziiert ist.

Die aktuelle Metaanalyse stellt die kardiovaskulären Daten zu Actos(R) in ihrer gesamten Breite und Tiefe dar: Die klinischen Studien zu Pioglitazon, die in den letzten 10 Jahren mit mehr als 16.000 Patienten durchgeführt wurden und sowohl Kurz- als auch Langzeitstudien umfassen, zeigen keine Hinweise darauf, dass Pioglitazon mit einem erhöhten Herzinfarkt-, Schlaganfall- oder Mortalitätsrisiko verbunden wäre.

Metaanalysen stellen eine systematische Übersicht über mehrere Studien dar. Auch wenn sie keine endgültige Bewertung bieten, so geben sie doch Einblicke in Aspekte eines Wirkstoffs oder Produkts, die bei der Bewertung einzelner Studien nicht unbedingt ersichtlich sein müssen. Der aus einer Gruppe randomisierter Studien mit gleichem oder ähnlichem Design ermittelte Gesamteffekt kann dabei helfen, die allgemeine Wirkung eines Medikaments in einer großen Population besser einzuschätzen. Die vorliegende Metaanalyse fügt den gesammelten Daten von Actos(R) hinsichtlich makrovaskulärer ischämischer Ereignisse weitere wertvolle Informationen hinzu und die Ergebnisse sind konsistent mit den Daten aus Versorungs- und prospektiven Studien.

Entscheidend in dieser Datensammlung ist die PROactive-Studie (Prospective pioglitazone clinical trial in macrovascular events), eine Studie mit Typ-2-Diabetikern, die ein hohes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse aufweisen.2 Die Ergebnisse dieser prospektiven, randomisierten, Placebo-kontrollierten Outcome-Studie, die von Wissenschaftlern als Studie mit strengsten wissenschaftlichen Maßstäben angesehen wird, wurden in die Actos(R)-Fachinformation aufgenommen. Die Ergebnisse zeigen unter Pioglitazon keinen Anstieg der Mortalität oder der makrovaskulären Ereignisse.

Actos(R) ist das einzige Thiazolidindion (TZD), das Sicherheitsdaten, basierend auf einer kardiovaskulären Outcome-Studie, in der Fachinformation aufweist.

Auf Grundlage der Aussagekraft und Konsistenz der Daten für Pioglitazon aus prospektiven Studien, Metaanalysen und Studien der Versorgungsforschung hat Takeda volles Vertrauen in das günstige Sicherheitsprofil von Actos(R) hinsichtlich des Risikos makrovaskulärer ischämischer Ereignisse.

Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner, international anerkannter Diabetologe und Studienkoordinator von PROactive in Österreich weist darauf hin, dass PROactive die erste prospektive Studie bei Typ-2-Diabetikern ist, bei der durch ein orales Antidiabetikum eine Sekundärprävention der makrovaskulären Ereignisse Schlaganfall und Herzinfarkt nachgewiesen werden konnte. Die signifikante Reduktion des Neuauftretens eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls ist nach Beurteilung von Prof. Schernthaner auf die komplexen antiatherogenen Effekte von Pioglitazon zurückzuführen.

In den beiden Metaanalysen, die im aktuellen JAMA zu Pioglitazon und Rosiglitazon publiziert wurden bestätigte sich für beide Substanzen ein erhöhtes Risiko für Herzinsuffizienz (Lincoff et al. JAMA 2007, Singh et al. 2007). Die Daten aus PROactive zeigten aber, dass die Mortalität und kardiovaskuläre Ereignisrate bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz unter Pioglitazon im Vergleich zur Kontrollgruppe geringer waren (Erdmann et al. Diab. Care 2007). Für kardiovaskuläre Komplikationen wurden hingegen divergente Daten für Rosiglitazon und Pioglitazon in den Meta-Analysen erhoben: Erhöhung des Infarktrisikos unter Rosiglitazon um 42%, allerdings ohne signifikante Erhöhung der kardiovaskulären Mortalität. Für Pioglitazon konnte dagegen eine 18% signifikante Senkung des Risikos für Myokardinfarkt, Schlaganfall und Tod nachgewiesen werden. Die neue Metaanalyse von Lincoff - in der 19 Studien berücksichtigt wurden - zeigt, dass die kardiovaskuläre Protektion nicht auf Hochrisikopatienten im Spätstadium des Diabetes beschränkt ist, sondern auch bei Patienten mit niedrigem Ausgangsrisiko in gleicher Weise nachweisbar ist.

Besonders wichtig sind für Prof. Schernthaner auch die günstigen Effekte auf die diabetische Dyslipämie, wodurch sich Pioglitazon neben strukturellen Unterschieden von anderen Glitazonen grundlegend unterscheidet, sodass nicht von einem einheitlichen Wirkungs- und Verträglichkeitsprofil innerhalb der Substanzklasse ausgegangen werden kann.

Über die PROactive-Studie

PROactive ist eine prospektive, randomisierte, Placebo-kontrollierte Outcome-Studie. Die Studie umfasste 5.238 Patienten mit Typ-2-Diabetes und makrovaskulärer Erkrankung, die bis zu 45 mg Pioglitazon oder Placebo am Tag erhielten. In dieser Studie konnte kein Unterschied in der Anzahl der makrovaskulären Ereignisse zwischen der Standardtherapie plus Pioglitazon und der Standardtherapie plus Placebo beobachtet werden. Auch wenn die Studie keinen signifikanten Unterschied beim primären Endpunkt, zusammengesetzt aus Tod, nicht-tödlichem Herzinfarkt, Schlaganfall, akutem Koronarsyndrom, Beinamputation oberhalb der Knöchels, koronarer Revaskularisierung und Revaskularisierung der unteren Extremitäten, erreichte, zeigen die Ergebnisse, dass es unter Pioglitazon keine kardiovaskulären Langzeitrisiken gibt.

Die europäische Arzneimittelagentur EMEA* hat vor kurzem die Actos(R)-Fachinformation überarbeitet und diese überzeugenden Sicherheitsdaten aufgenommen. Actos(R) ist damit das einzige Thiazolidindion (TZD), das Sicherheitsdaten, basierend auf einer kardiovaskulären Outcome-Studie, in der Fachinformation aufweist.

Über Actos(R)

Actos(R) erhielt seine erste Zulassung im Juli 1999 in den USA. Von der EMEA* wurde Actos(R) zur Behandlung des Typ-2-Diabetes im Oktober 2000 zugelassen. Im Januar 2007 wurde die Fachinformation erweitert. In Europa ist Actos(R) für die Behandlung des Typ-2-Diabetes indiziert:

+ als Monotherapie: bei Patienten (insbesondere übergewichtigen Patienten), die durch Diät und Bewegung unzureichend eingestellt sind und für die Metformin wegen Gegenanzeigen oder Unverträglichkeit ungeeignet ist. + als orale Zweifach-Kombinationstherapie: - mit Metformin bei Patienten (insbesondere übergewichtigen Patienten), deren Blutzucker trotz einer Monotherapie mit maximal verträglichen Dosen von Metformin unzureichend eingestellt ist - mit einem Sulfonylharnstoff nur bei Patienten mit Metformin- Unverträglichkeit oder Patienten, bei denen Metformin kontraindiziert ist und deren Blutzucker trotz einer Monotherapie mit maximal verträglichen Dosen eines Sulfonylharnstoffs unzureichend eingestellt ist. + als orale Dreifach-Kombinationstherapie zusammen mit: - Metformin und einem Sulfonylharnstoff bei Patienten (insbesondere übergewichtigen Patienten), die trotz einer oralen Zweifach-Kombinationstherapie keine ausreichende Blutzuckerkontrolle erreichen.

Pioglitazon ist auch angezeigt für die Kombination mit Insulin bei Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus, deren Blutzucker mit Insulin unzureichend eingestellt und bei denen Metformin aufgrund von Kontraindikationen oder Unverträglichkeit ungeeignet ist.

Takeda stellt außerdem CompetactTM her, das zwei breit eingesetzte Diabetestherapien (Metformin und Pioglitazon) in einer einzigen Tablette vereint, die zweimal am Tag eingenommen wird. CompetactTM wurde erstmals in Europa im Oktober 2006 eingeführt. CompetactTM 15 mg/850 mg Tabletten enthalten 15 mg Pioglitazon als Hydrochlorid und 850 mg Metformin-Hydrochlorid. Indikation:
Behandlung des Typ-2-Diabetes mellitus bei Patienten, insbesondere übergewichtigen Patienten, die unter einer oralen Monotherapie mit Metformin, trotz der maximal verträglichen Dosen, keine ausreichende Blutzuckerkontrolle erreichen.

Über Takeda in Europa

Takeda Pharmaceuticals Europe Ltd mit Sitz in London, Großbritannien, betreut alle Geschäftsangelegenheiten der Takeda Niederlassungen in Europa. Takeda Global Research & Development Center, Inc., mit Sitz in Deerfield, Illinois, USA, und London, Großbritannien, ist ein Tochterunternehmen der Takeda Pharmaceutical Company Limited und verantwortlich für die klinische Forschung und Entwicklung von Takeda in den USA und Europa.

Takeda Pharmaceutical Company Limited, mit Sitz in Osaka, Japan, ist ein forschungsorientiertes weltweites Unternehmen mit einem Hauptschwerpunkt auf Arzneimittel. Als größtes pharmazeutisches Unternehmen in Japan und eines der weltweit führenden verpflichtet sich Takeda, eine bessere Gesundheit für Patienten zu ermöglichen und den Fortschritt der Medizin durch die Entwicklung herausragender pharmazeutischer Produkte voranzutreiben. Weitere Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite www.takeda.com

* EMEA: European Medicine Evaluation Agency

Literatur:

1 Lincoll AM et al. JAMA 2007. 298: 1180-1188
2 Dormandy J. A. et al. Lancet 2005. 366:1279-1289

Rückfragen & Kontakt:

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