Matznetter: Finanzministerium ist Vorreiter bei E-Government

Wien (SK) - Bei der Eröffnung des Internet Summit Austria 2007 des Verbandes der österreichischen Internet Service Provider (ISPA) sagte Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter in seiner Ansprache, dass die Politik dafür sorgen müsse, dass die Verwaltung alle Möglichkeiten aus den modernen Kommunikationsformen im Rahmen von E-Government nützen müsse. Das Bundesministerium für Finanzen habe als erstes Ministerium und bei weitem am stärksten E-Government-Applikationen umgesetzt. "FinanzOnline hat heute bereits 1,3 Millionen User, was für uns die Spitzenposition innerhalb Europas bedeutet. Und darauf sind wir sehr stolz", sagte der Staatssekretär. ****

In manchen Bereichen des E-Governments sei Österreich noch nicht dort, wie wir hinkommen wollen. Und deshalb habe die neue Bundesregierung auch einen besonderen Schwerpunkt im E-Government gesetzt. Etwa die Plattform www.help.gv.at solle sich zu einer echten Drehscheibe in der Kommunikation zwischen BürgerInnen und Staat entwickeln, so Matznetter weiter.

Matznetter machte auf die enormen gesellschaftlichen Veränderungen aufmerksam, die mit der Nutzung des Internets Einzug gehalten hätten. Die Möglichkeiten der Kommunikation auf elektronischem Weg seien ein großer Umbruch an der Schwelle ins 21. Jahrhundert gewesen und es gehe darum, dafür zu sorgen, dass ein möglicht großer Teil der Gesellschaft daran teilhaben könne, so der Staatssekretär. In der Altersgruppe zwischen 14 und 19 Jahren könne Österreich eine Internetnutzung von 93 Prozent verzeichnen. In der Altersgruppe der über 60-Jährigen hingegen nütze nur jede 4. Person das Internet. Hier gebe es dringenden Handlungsbedarf, denn die über 60-Jährigen würden fast ein Drittel der Gesellschaft ausmachen, machte Matznetter deutlich.

Gleichzeitig gebe es auch ein Problem der regionalen Verteilung. Nicht alle Regionen Österreichs seien an die notwendige Infrastruktur für die Internetnutzung angeschlossen. Daher werde die Bundesregierung eine Breitbandinitiative mit 100 Millionen Euro umsetzen, die dazu führen solle, dass in jeder kleinen Gemeinde eine leistungsstarke Infrastruktur für einen Breitbandanschluss bestehe. "Wir brauchen in jedem kleinsten Dorf denselben Breitbandanschluss wie im urbanen Raum", sagte der Staatssekretär.

In seiner Eröffnungsrede erinnerte Matznetter daran, dass die Europäische Union festgelegt habe, die Agrarförderung der Jahre 2007 bis 2013 zu senken und gleichzeitig mehr Geld für die Entwicklung des ländlichen Raumes zur Verfügung zu stellen. "Ich frage mich, wo das Landwirtschaftsministerium die Gelder für Breitbandanschlüsse im ländlichen Raum vorgesehen hat?" Hier habe das Landwirtschaftsministerium Aufklärungsbedarf, schloss Matznetter. (Schluss) sl/mp

Rückfragehinweis: Mag. Dagmar Strobel, Pressesprecherin des Staatssekretärs, Tel: 01-51433-500054

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0003