ÖAMTC-Folder für richtiges Verhalten an Bahnübergängen

Club fordert wirksame Sicherung von Eisenbahnkreuzungen und zeitgemäße Vorschriften

Wien (OTS) - Die Serie der Eisenbahnkreuzungsunfälle setzt sich fort. Gestern Abend hat eine Lenkerin im Bezirk Krems einen Triebwagen übersehen, heute wurde eine Lenkerin nahe Göttweig schwer verletzt, als sie mit ihrem Auto an einer unbeschrankten Eisenbahnkreuzung gegen einen Güterzug prallte. Der ÖAMTC hat bereits vor Wochen das Problem der Eisenbahnkreuzungsunfälle aufgegriffen und gemeinsam mit dem Land NÖ einen Sicherheitsfolder produziert. "Richtiges Verhalten an Bahnübergängen ist ein wichtiger Selbstschutz", ist ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer überzeugt. Der Folder ist in Niederösterreich kostenlos an allen Club-Stützpunkten sowie bei den Landesdienststellen erhältlich. Für Interessierte aus anderen Bundesländern ist er auch im Download unter www.oeamtc.at abrufbar.

Gleichzeitig versuchen die Club-Experten in Verhandlungen mit den ÖBB technische Verbesserungen - wo notwendig und finanzierbar - zu erreichen. "Sowohl Modernisierungen der Sicherungsanlagen als auch Bodenmarkierungen und bessere Verkehrszeichen sind mögliche Maßnahmen. Vor allem aber einfache Schritte wie das Abschneiden sichtbehindernder Pflanzen sollte man sofort angehen", schlägt der Clubjurist vor. "Jedenfalls wird es aber notwendig sein, die seit 1964 unveränderten Bestimmungen der Eisenbahnkreuzungsverordnung zu aktualisieren und den Erfordernissen des modernen Verkehrs anzupassen."

Sicherheitstipps der ÖAMTC-Experten

Vor allem Bahnübergänge auf gewohnten Strecken bergen ein erhöhtes Risiko. "Die Gefahr ist groß, dass man bei einer bekannt eingeschätzten Gefahrenstelle unvorsichtig wird", so Hoffer. Besonders vorsichtig muss man an Übergängen ohne Lichtzeichen oder Schranken sein - speziell wenn die Sicht durch Gebäude, Felsen, Pflanzen oder Nebel beeinträchtigt ist. "Man sollte mehrere Sekunden bei offenem Fenster auf ein Warnsignal warten, denn der Zug pfeift nicht ständig", rät der ÖAMTC-Jurist. Wenn der Bahnübergang mit einer Lichtzeichenanlage gesichert ist, bedeutet rotes Licht auf jeden Fall 'Halt'. Und zwar unabhängig davon, ob man einen Zug erkennen kann oder nicht. Auch bei "schwarzem Licht" oder einem offenen Schranken ist es besser Nachschau zu halten und kurz zu stoppen, weil ein Defekt an der Sicherungsanlage nicht ausgeschlossen werden kann.

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