- 07.09.2007, 10:00:00
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Gewichtige Tatsachen: Knapp ein Fünftel unserer Kinder ist zu dick
Kinder sollen in Schule die Zubereitung von gesunden Snacks erlernen

Wien (OTS) - Jeder 5. Bub und etwa jedes 6. Mädchen in Österreich
ist zu dick. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die das
Österreichische Grüne Kreuz für Vorsorgemedizin im Schuljahr 2005/06
im Auftrag des Danone Nutrition Fo-rums durchgeführt hat. Bislang
einzigartig in Österreich wurden Daten über die Ge-wichtssituation
von mehr als 114.000 österreichischen Schülerinnen und Schülern im
Alter von 6 bis 14 Jahren erhoben. Damit steht nun erstmals
umfangreiches, repräsen-tatives Datenmaterial zur Verfügung - bei den
bisherigen Erhebungen wurden jeweils nicht mehr als 1.500 Kinder
untersucht.
Jedes vierte Kind ist zu dick oder zu dünn
Gewichtigstes Ergebnis der aktuellen Studie: Nur 3 von 4
Schülerinnen und Schülern haben ihr Sollgewicht! Denn ein Fünftel der
Burschen (20,2 Prozent) und etwa ein Sechstel der Mädchen (17,7
Prozent) ist übergewichtig, 7,2 Prozent der Buben und 8,7 Prozent der
Mädchen haben wiederum ein zu geringes Körpergewicht.
Auch bei den Jüngeren ist Übergewicht bereits ein Thema - beim
Eintritt in die Volksschule sind insgesamt ca. 15 Prozent der Kinder
zu dick. Die Häufigkeit von Übergewicht steigt danach kontinuierlich
und erreicht ihren Höhepunkt bei den 10- bis 11-Jährigen: Bei den
11-Jährigen sind 22,2 Prozent der Buben und 19,4 Prozent der Mädchen
übergewichtig, teilweise sogar adipös (krankhaft fettleibig).
Untergewicht ist vor allem bei den 6- bis 8-jährigen Mädchen zu
finden.
Dicke Kinder leben in Ost-Österreich und gehen in die
Hauptschule
Der Vergleich innerhalb Österreichs zeigt deutliche Unterschiede
zwischen den Bun-desländern. Die meisten dicken Kinder leben im Osten
(Bgld., NÖ, W). Im Vergleich dazu sind in Tirol, Vorarlberg und in
der Steiermark weit weniger SchülerInnen über-gewichtig.
Auch der soziale Status hat offensichtlich einen Einfluss auf die
Gewichts¬entwicklung in jungen Jahren: So gibt es in kooperativen
Mittelschulen bzw. Hauptschulen doppelt so viele Kinder mit starkem
Übergewicht (Adipositas) wie in der AHS-Unterstufe.
Internationaler Vergleich: Mediterranes Übergewicht
Im Vergleich zu anderen EU-Ländern liegt Österreich hinsichtlich
der Prävalenz von kindlichem Übergewicht im Mittelfeld. Die meisten
dicken Kinder leben in den Mittel-meerländern Malta, Spanien,
Portugal und Italien, am geringsten ist die Übergewichts-problematik
in den Niederlanden, Dänemark und Deutschland.
Aus dicken Kindern werden kranke Erwachsene
Neben den Diskriminierungen und Hänseleien aus dem sozialen Umfeld
haben dicke Kinder spätestens im jungen Erwachsenenalter mit
ernsthaften gesundheitlichen Prob-lemen zu kämpfen. Heute ist
zweifellos bewiesen, dass mit den überschüssigen Fett-polstern der
Grundstein für frühzeitige Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes
mellitus Typ II und degenerative Skeletterkrankungen gelegt wird.
Kinderarzt Univ. Prof. Dr. Karl Zwiauer, wissenschaftlicher Leiter
der Studie, betont: "Diese Studie zeigt uns ers-tmalig schwarz auf
weiß, wo der größte Handlungsbedarf liegt. Sie darf nicht ohne
Konsequenzen bleiben." Im Sinne einer nachhaltigen Primärprävention
sind daher alle Maßnahmen in Schule und Elternhaus begrüßenswert, die
dem Kind die richtige Er-nährung langfristig schmackhaft machen.
Dabei gilt es, sich primär um besonders ge-fährdete Zielgruppen zu
kümmern.
Motivation statt erhobener Zeigefinger
Oft scheitern gut gemeinte Ernährungsinformationen für Kinder,
weil sie "uncool" sind. Coole Speisen sind meist süß, fettig und
leicht kaubar. Will man Kinder zum gesünde-ren Essen verführen, darf
man ihre Lieblingsspeisen nicht verdammen, sondern muss sie sich zum
Verbündeten machen. Wie das funktionieren kann wird ab September in
Hauptschulen demonstriert. Das Projekt "Cooles Essen - Coole Kids"
wurde vom Da-none Nutrition Forum ins Leben gerufen und spricht genau
jene Kinder an, die laut Studie am ehesten vom Übergewicht betroffen
sind. Ein junger Ernährungswissen-schafter (peer-group-Ansatz)
besucht die Klasse für einen Vormittag und setzt mit den SchülerInnen
gesunde Ernährung mit Messer und Schneidbrett um. Die Kinder lernen,
einfache Gerichte selbst herzustellen und erfahren, warum das
richtige Essen und Trinken für sie selbst ein Vorteil sein kann.
Frank Uszko, Geschäftsführer von Danone Österreich, hält wenig vom
erhobenen Zeigefinger und ist vom praktischen Projektan-satz
überzeugt: "Täglich besser leben - unser Danone-Leitspruch - hat viel
mit Genuss und Lebensfreude zu tun. Mit kindgerechtem Edutainment
überzeugt man den Gaumen der anspruchsvollen Kinder mehr als mit
trockener Nährstoffmathematik!"
Ideen der Kinder sind gefragt
Das Projekt "Cooles Essen - Coole Kids" wird vorerst in den
Bundesländern Wien, NÖ und Bgl. angeboten, bevor es nach einer
Evaluierungsphase auch österreichweit in Hauptschulen Einzug halten
wird.
Begleitet wird das Projekt von einem Informationsfolder für Eltern
sowie Empfehlungen für die Lehrer, wie die richtige Ernährung auch
nach dem Projektvormittag im Schulall-tag lebensnah thematisiert
werden kann. In einem Rezept-Wettbewerb sollen sich die Klassen noch
intensiver mit kreativen Speisenideen auseinandersetzen.
Über das Danone Nutrition Forum:
Das Danone Nutrition Forum (DANUFO) stellt eine interdisziplinäre
Wissenschaftsplatt-form mit namhaften Experten dar. Aufgabe dieses
lebendigen Netzwerks ist die Förde-rung der Forschung, Wissenschaft
und Bildung im Ernährungsbereich, um so zur Ver-besserung des
Ernährungs- und Gesundheitszustandes der Bevölkerung beizutragen.
Foto- und Illustrationsmaterial sowie weiterführendes Datenmaterial:
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sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Dr. Petra Burger
Unternehmenskommunikation Danone Österreich
Telefon: 01/21157-215
E-mail: [email protected]
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