Gewichtige Tatsachen: Knapp ein Fünftel unserer Kinder ist zu dick

Kinder sollen in Schule die Zubereitung von gesunden Snacks erlernen

Wien (OTS) - Jeder 5. Bub und etwa jedes 6. Mädchen in Österreich ist zu dick. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die das Österreichische Grüne Kreuz für Vorsorgemedizin im Schuljahr 2005/06 im Auftrag des Danone Nutrition Fo-rums durchgeführt hat. Bislang einzigartig in Österreich wurden Daten über die Ge-wichtssituation von mehr als 114.000 österreichischen Schülerinnen und Schülern im Alter von 6 bis 14 Jahren erhoben. Damit steht nun erstmals umfangreiches, repräsen-tatives Datenmaterial zur Verfügung - bei den bisherigen Erhebungen wurden jeweils nicht mehr als 1.500 Kinder untersucht.

Jedes vierte Kind ist zu dick oder zu dünn

Gewichtigstes Ergebnis der aktuellen Studie: Nur 3 von 4 Schülerinnen und Schülern haben ihr Sollgewicht! Denn ein Fünftel der Burschen (20,2 Prozent) und etwa ein Sechstel der Mädchen (17,7 Prozent) ist übergewichtig, 7,2 Prozent der Buben und 8,7 Prozent der Mädchen haben wiederum ein zu geringes Körpergewicht.

Auch bei den Jüngeren ist Übergewicht bereits ein Thema - beim Eintritt in die Volksschule sind insgesamt ca. 15 Prozent der Kinder zu dick. Die Häufigkeit von Übergewicht steigt danach kontinuierlich und erreicht ihren Höhepunkt bei den 10- bis 11-Jährigen: Bei den 11-Jährigen sind 22,2 Prozent der Buben und 19,4 Prozent der Mädchen übergewichtig, teilweise sogar adipös (krankhaft fettleibig). Untergewicht ist vor allem bei den 6- bis 8-jährigen Mädchen zu finden.

Dicke Kinder leben in Ost-Österreich und gehen in die Hauptschule

Der Vergleich innerhalb Österreichs zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Bun-desländern. Die meisten dicken Kinder leben im Osten (Bgld., NÖ, W). Im Vergleich dazu sind in Tirol, Vorarlberg und in der Steiermark weit weniger SchülerInnen über-gewichtig.

Auch der soziale Status hat offensichtlich einen Einfluss auf die Gewichts¬entwicklung in jungen Jahren: So gibt es in kooperativen Mittelschulen bzw. Hauptschulen doppelt so viele Kinder mit starkem Übergewicht (Adipositas) wie in der AHS-Unterstufe.

Internationaler Vergleich: Mediterranes Übergewicht

Im Vergleich zu anderen EU-Ländern liegt Österreich hinsichtlich der Prävalenz von kindlichem Übergewicht im Mittelfeld. Die meisten dicken Kinder leben in den Mittel-meerländern Malta, Spanien, Portugal und Italien, am geringsten ist die Übergewichts-problematik in den Niederlanden, Dänemark und Deutschland.

Aus dicken Kindern werden kranke Erwachsene

Neben den Diskriminierungen und Hänseleien aus dem sozialen Umfeld haben dicke Kinder spätestens im jungen Erwachsenenalter mit ernsthaften gesundheitlichen Prob-lemen zu kämpfen. Heute ist zweifellos bewiesen, dass mit den überschüssigen Fett-polstern der Grundstein für frühzeitige Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ II und degenerative Skeletterkrankungen gelegt wird. Kinderarzt Univ. Prof. Dr. Karl Zwiauer, wissenschaftlicher Leiter der Studie, betont: "Diese Studie zeigt uns ers-tmalig schwarz auf weiß, wo der größte Handlungsbedarf liegt. Sie darf nicht ohne Konsequenzen bleiben." Im Sinne einer nachhaltigen Primärprävention sind daher alle Maßnahmen in Schule und Elternhaus begrüßenswert, die dem Kind die richtige Er-nährung langfristig schmackhaft machen. Dabei gilt es, sich primär um besonders ge-fährdete Zielgruppen zu kümmern.

Motivation statt erhobener Zeigefinger

Oft scheitern gut gemeinte Ernährungsinformationen für Kinder, weil sie "uncool" sind. Coole Speisen sind meist süß, fettig und leicht kaubar. Will man Kinder zum gesünde-ren Essen verführen, darf man ihre Lieblingsspeisen nicht verdammen, sondern muss sie sich zum Verbündeten machen. Wie das funktionieren kann wird ab September in Hauptschulen demonstriert. Das Projekt "Cooles Essen - Coole Kids" wurde vom Da-none Nutrition Forum ins Leben gerufen und spricht genau jene Kinder an, die laut Studie am ehesten vom Übergewicht betroffen sind. Ein junger Ernährungswissen-schafter (peer-group-Ansatz) besucht die Klasse für einen Vormittag und setzt mit den SchülerInnen gesunde Ernährung mit Messer und Schneidbrett um. Die Kinder lernen, einfache Gerichte selbst herzustellen und erfahren, warum das richtige Essen und Trinken für sie selbst ein Vorteil sein kann. Frank Uszko, Geschäftsführer von Danone Österreich, hält wenig vom erhobenen Zeigefinger und ist vom praktischen Projektan-satz überzeugt: "Täglich besser leben - unser Danone-Leitspruch - hat viel mit Genuss und Lebensfreude zu tun. Mit kindgerechtem Edutainment überzeugt man den Gaumen der anspruchsvollen Kinder mehr als mit trockener Nährstoffmathematik!"

Ideen der Kinder sind gefragt

Das Projekt "Cooles Essen - Coole Kids" wird vorerst in den Bundesländern Wien, NÖ und Bgl. angeboten, bevor es nach einer Evaluierungsphase auch österreichweit in Hauptschulen Einzug halten wird.

Begleitet wird das Projekt von einem Informationsfolder für Eltern sowie Empfehlungen für die Lehrer, wie die richtige Ernährung auch nach dem Projektvormittag im Schulall-tag lebensnah thematisiert werden kann. In einem Rezept-Wettbewerb sollen sich die Klassen noch intensiver mit kreativen Speisenideen auseinandersetzen.

Über das Danone Nutrition Forum:

Das Danone Nutrition Forum (DANUFO) stellt eine interdisziplinäre Wissenschaftsplatt-form mit namhaften Experten dar. Aufgabe dieses lebendigen Netzwerks ist die Förde-rung der Forschung, Wissenschaft und Bildung im Ernährungsbereich, um so zur Ver-besserung des Ernährungs- und Gesundheitszustandes der Bevölkerung beizutragen.

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