- 06.09.2007, 12:40:32
- /
- OTS0165 OTW0165
Apotheken starker Partner beim Rauch-Ausstieg
Kadenbach: Passivrauchen ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko
St. Pölten (NLK) - "In Österreich sterben jedes Jahr 14.000
Menschen vorzeitig an den Folgen des Rauchens", sagte heute,
Donnerstag, Landesrätin Karin Kadenbach in St. Pölten bei einer
Pressekonferenz, an der auch der Präsident der NÖ Apothekerkammer,
Mag. Werner Luks, und der Generaldirektor der NÖ Gebietskrankenkasse,
Konrad Köck, teilnahmen.
Erkrankungen der Lunge, des Mund- und Rachenraums oder des
Herz-Kreislauf-Systems würden wie zahlreiche andere Leiden durch den
Griff zur Zigarette ausgelöst, erklärte Kadenbach. Jetzt habe eine
aktuelle Studie zudem bewiesen, dass Raucher signifikant häufiger an
Alzheimer und an anderen Demenzerkrankungen leiden als Nichtraucher.
Außerdem würde die Zellalterung begünstigt, wodurch Teile des Erbguts
beschädigt würden, was wiederum die Wahrscheinlichkeit für
Demenzerkrankungen und für Krebs erhöhe, meinte Kadenbach.
"Passivrauchen ist keine unbedeutende Belästigung der
Nichtraucherinnen und Nichtraucher, sondern ein ernsthaftes
Gesundheitsrisiko", warnte Niederösterreichs Gesundheitsreferentin
weiter. Angesichts von rund 4.000 chemischen Verbindungen, vor allem
Karzinogene, Arsen und Formaldehyd, helfe nämlich "kein Öffnen eines
Autofensters". Deshalb habe man gemeinsam mit der NÖ
Gebietskrankenkasse die Kampagne "Rauchfrei in der Familie" ins Leben
gerufen. Diese Kampagne sei äußerst erfolgreich gewesen: Bis jetzt
seien 150.000 Aufkleber mit der Aufschrift "Rauchfreie Zone" und
"Unser Auto ist rauchfrei" verteilt worden bzw. würden zur Verteilung
aufliegen. Jetzt hätte man mit der NÖ Apothekerkammer einen weiteren
starken Partner beim Weg zum Rauch-Ausstieg in das Boot geholt. Als
nächste Stufe sei die Aufklärungsarbeit in den Schulen und für die
Kinder vorgesehen.
Die Lebenserwartung eines Rauchers sei um 7 bis 8 Jahre niedriger
als die eines Nichtrauchers, sagte Luks. Trotz der schädlichen
Wirkungen würden jedoch rund 2,3 Millionen ÖsterreicherInnen rauchen.
Immerhin 1,3 Millionen BürgerInnen möchten aber, so Luks, mit dem
Rauchen aufhören. Hier seien die Apotheken die erste Anlaufstelle.
Diese Beratungen in 207 öffentlichen Apotheken in Niederösterreich
würden von den KundInnen gerne angenommen.
Das Rauchertelefon der Sozialversicherungsträger mit der Nummer
0810 810 013 ist von Montag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr
österreichweit zum Ortstarif erreichbar. Mit dem Rauchertelefon -
Betreiberin ist die NÖ Gebietskrankenkasse - wurden in Österreich
2006 rund 3.200 länger dauernde Beratungsgespräche geführt. Bereits
seit über einem Jahr biete dieses Telefon allen, die zum
Rauch-Ausstieg bereit sind, schnelle, unkomplizierte Hilfe.
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12312
http://www.noe.gv.at/nlk
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK






