• 06.09.2007, 10:45:02
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GRILLITSCH: BAUERNBUND ZEIGT KRAFT DER VERANTWORTUNG UND STARTET SEINE ZUKUNFTSOFFENSIVE

Erneuerbare Energie und Jugendarbeit sind wichtigste Schwerpunkte

Ried, 6. September 2007 (OTS) „Der Bauernbund setzt voll auf
die Zukunft und damit auf die Absicherung unserer bäuerlichen
Familienbetriebe. Eine dieser Zukunftschancen für die heimische
Land- und Forstwirtschaft heißt erneuerbare Energie“, erklärt
Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch anlässlich des
Agrarpolitischen Herbstauftaktes im Rahmen der Rieder Messe. Die
Regierung hat ihre Klimaziele festgeschrieben und der Anteil an
erneuerbaren Energien soll bis 2020 auf 45 Prozent verdoppelt
werden. „Unsere Bäuerinnen und Bauern sind sich ihrer Verantwortung
voll bewusst und erbringen damit Leistungen für die gesamte
Gesellschaft. Sie wollen nicht nur die Umwelt schützen, sondern für
den gesamten ländlichen Raum Arbeitsplätze und Einkommen schaffen.
Durch die Forcierung erneuerbarer Energie werden bis 2012 im
ländlichen Raum 20.000 Arbeitsplätze neu geschaffen“, so
Grillitsch. ****

Versorgung in allen Bereichen sichern

„Wir brauchen aber auch kluge Antworten auf die Frage nach der
Flächenbereitstellung für Lebens- und Futtermittelproduktion sowie
für erneuerbare Energie. In diesem Zusammenspiel gibt es eine ganz
klare Botschaft. An allererste Stelle steht zweifelsohne unser
ureigenstes Kerngeschäft – die Versorgungssicherheit mit heimischen
Lebensmitteln, und zwar zu gerechten Preisen“, stellt der
Bauernbundpräsident klar. Die Österreicher und Österreicherinnen
vertrauen auf heimische Qualität. Dies bestätigt eine „market“-
Studie vom Juni dieses Jahres. Demnach kaufen 85 Prozent der
Konsumenten am liebsten Lebensmittel unserer Bauern.

„Zweitens brauchen wir auch weiterhin für unsere 120.000
Veredelungsbetriebe Qualitätsfuttermittel zu leistbaren Preisen.
Alle darüber hinaus zur Verfügung stehenden Flächen werden dann zur
Produktion von Bioenergie herangezogen“, zeigt Grillitsch ganz klar
die Prioritäten auf. Derzeit werden rund 70.000 ha zur Erzeugung
erneuerbarer Energie verwendet. Bis 2010 werden 230.000 ha
benötigt. „Es gibt noch genügend Potenzial, das es zu mobilisieren
gilt. So ist die Flächenstilllegung angesichts der momentanen
Nachfrage ein antiquiertes Instrument, das abgeschafft werden muss.
Diese Flächen müssen zur Energiegewinnung herangezogen werden“,
fordert der Bauernbundchef. Die Umlenkung von Billigexporten und
die Nutzung von Energiehölzern sind weitere Möglichkeiten den
erhöhten Bedarf nach Alternativenergie abzudecken. „Wir können und
werden saubere, heimische und nachwachsende Energie liefern ohne
dabei die Versorgung mit Lebens- und Futtermittel zu gefährden“,
ist Grillitsch überzeugt. In diesem Zusammenhang bekräftigt er auch
abermals seine Forderung nach der raschen Überarbeitung des
Ökostromgesetzes.

Zukunftsoffensive für Hofübernehmer

Der Bauernbund wird sich in seiner Zukunftsoffensive auch
verstärkt der Jugendarbeit widmen. „10.000 Hofübernehmer bis zum
Jahr 2010 – das ist unser Ziel. Unsere Jugend braucht starke
Signale, denn nur so können wir das Überleben der bäuerlichen
zukunftsfähigen Familienbetriebe garantieren“, so der
Bauernbundpräsident. Er pocht dabei abermals auf politisch stabile
und verlässliche Rahmenbedingungen für eine sichere Zukunft mit
sicherem Einkommen in der Land- und Forstwirtschaft. Gleichzeitig
begrüßt der Bauernbundchef die im „Grünen Pakt“ verankerten
Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung sowie zur Investition als
äußerst wichtigen Vorstoß. Die nachfolgenden Generationen bräuchten
Planbarkeit. „Natürlich gilt es nun zu allererst die Verhandlungen
über den ‚Grünen Pakt’ unverzüglich abzuschließen, damit unsere
Bauern noch heuer ihr Geld bekommen“, so Grillitsch. „Die Zeichen
am Markt stehen derzeit gut und machen Mut für die Zukunft“, zeigt
sich Grillitsch erfreut. Er warnt gleichzeitig davor, die Bauern
als Preistreiber darzustellen, denn der Weg vom Weizen zum
Kaisersemmerl sei bekanntlich ein weiter. „In diesem Zusammenhang
über Kürzungen der Agrargelder nachzudenken ist nicht nur unsinnig,
sondern das absolute falsche Signal für die Jungen. Denn ob die
Preise am Markt in dieser Höhe stabil bleiben ist zwar
wünschenswert aber nicht abschätzbar“, mahnt Grillitsch zu
Vorsicht.

Eine aktuelle „OGM“-Umfrage zeigt, dass 63 Prozent der
Befragten den Bauernbund als moderne Organisation sehen. „Dies
spricht zweifelsfrei für die junge und dynamische Politik des
Bauernbundes. Wir haben stets ein offenes Ohr für die jungen
Betriebsführer und Betriebsführerinnen und nehmen ihre Anliegen
ernst“, so Grillitsch. Schon jetzt vertritt die Bauernbund Jugend
rund 40.000 Junglandwirte. „Österreich ist mit seiner lebendigen
und attraktiven Landwirtschaft EU-weit Spitzenreiter. Wir werden
diesen erfolgreichen Weg weitergehen, damit unser ländlicher Raum
auch in Zukunft Produktionsraum für wirtschaftende Bauern bleibt“,
so Grillitsch abschließend.

Rückfragehinweis: DI Ulrike Raser
Bauernbund Österreich, Brucknerstraße 6/3, 1040 Wien,
www.bauernbund.at, ZVR-Zahl: 882814846
Mobil: 0664/82 100 60, E-Mail: u.raser@bauernbund.at

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