Obmann des Wiener Verbands der Elternvereine an höheren und mittleren Schulen kritisch zum Vorstoß von Schmied

Mitbestimmungsrecht der Schulpartner nicht einschränken

Wien (OTS) - "Betroffen und enttäuscht" zeigt sich der Obmann des Verbands der Elternvereine an den höheren und mittleren Schulen Wiens, Mag. Johannes Theiner, über den überraschenden Vorstoß von Unterrichtsministerin Schmied, per Gesetz die Modellregionen zur Gesamtschule umzusetzen. "Mit diesem Entwurf von Unterrichtsministerin Schmied kann ich derzeit nicht mitgehen", so Theiner. "Das bm:ukk hat uns die Mitarbeit an diesem Projekt versprochen. Im Juni wurden die Schulpartner zuletzt über die 'Neue Mittelschule' informiert, aber wesentliche Fragen der Eltern konnten nicht beantwortet werden", betont der Obmann.

Man werde den Begutachtungsentwurf mit den anderen Elternverbänden sehr kritisch beraten. Sehr wohl gebe es Verbesserungsbedarf im Bezug auf Schulversuche. So seien Veränderungen für mehr Planungssicherheit, flexible Laufzeit und verlässliche Evaluation wünschenswert. Das Mitbestimmungsrecht der Betroffenen sei jedenfalls unverzichtbar. Die Mitbestimmung der betroffenen Eltern, Lehrer/innen und Schüler/innen sei jedoch nur an den Schulen gesetzlich geregelt. Die angekündigte "Stärkung der Schulpartnerschaft" solle vorrangig betrieben werden.

"Zuerst sollten Schulpartnergremien auf der Landesebene etabliert werden, ehe Entscheidungen dorthin verlagert werden!", betont Theiner. Insgesamt plädiert Theiner nachdrücklich für eine sachliche und entpolitisierte Diskussion über dieses Thema, und meint, dass dafür mehr Zeit erforderlich sei.

Rückfragen & Kontakt:

Verband der Elternvereine an den Höheren und Mittleren Schulen
E-Mail: obmann@elternverband.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0005