- 05.09.2007, 11:55:47
- /
- OTS0128 OTW0128
Dritte Europäische Ökumenische Versammlung in Sibiu eröffnet
Hoffen auf Dialog
Sibiu (epdÖ) - Zuversichtlich im Hinblick auf Verlauf und Ergebnis
des internationalen Treffens äußerten sich Mitglieder der Delegation
der Evangelischen Kirchen A.B. und H.B. in Österreich zu Beginn der
Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung, die vom 4. bis 9.
September im rumänischen Sibiu stattfindet.
Vor dem Begrüßungsabend am 4. September drückte der lutherische
Bischof Mag. Herwig Sturm gegenüber epdÖ seine Hoffnung aus, dass die
"wesentlichen Themen, die uns interessieren", zur Sprache kommen, und
dass in Zukunft diese Themen auch umgesetzt werden. Der reformierte
Landessuperintendent, Mag. Thomas Hennefeld, bedauerte das zeitliche
Zusammentreffen mit dem Papstbesuch in Österreich, sprach aber von
der Hoffnung, dass durch die Versammlung "etwas Unerwartetes"
entstehen könnte.
Die lutherische Oberkirchenrätin Dr. Hannelore Reiner erwartet sich
von der Begegnung, bei der man die verschiedenen kirchlichen
Traditionen erleben könne, dass sich diese Traditionen dabei "sehr
nahe" kommen. Sibiu/Hermannstadt mit seiner Vielzahl christlicher
Konfessionen, so Reiner im Gespräch mit epdÖ, eigne sich dafür in
besonderer Weise. Auch Landeskurator-Stellvertreterin Gerhild
Herrgesell hofft auf Dialogbereitschaft und den Willen, "aufeinander
zuzugehen und festgefahrene eigene Positionen in Frage zu stellen".
Dass deutlich wird, "was miteinander verbindet", und nicht
Unterschiede hervorgehoben werden, erwartet die Jugendreferentin Ines
Hauser von der Evangelischen Jugend Österreich von der Ökumenischen
Versammlung.
Sprachliche und konfessionelle Vielfalt
In seinem Grußwort bei der Auftaktveranstaltung verwies auch der
Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, D.Dr. Christoph
Klein, vor mehreren hundert TeilnehmerInnen auf dem Hauptplatz von
Sibiu auf die traditionelle sprachliche und konfessionelle Vielfalt
der Stadt. Hier sei etwas von den "Schätzen der Weisen aus dem
Morgenland" zu entdecken, die die "Weisen aus dem Westen" bereichern
könnten und umgekehrt. Die Vizepräsidentin der Konferenz Europäischer
Kirchen (KEK), die schwedische Dekanin Margarethe Isberg, sprach bei
ihrer Begrüßung von einer "großen Verantwortung" der Ökumenischen
Versammlung und stellte die Frage: "Warum ist die ökumenische Straße
ein so langer und mysterienvoller Weg?"
Bürgermeister von Sibiu: Wunsch nach "einer christlichen Kirche"
Grußworte sprachen auch hohe Repräsentanten der Orthodoxen und
Römisch-katholischen Kirche sowie der Bürgermeister von Sibiu, Klaus
Johannis, der in rumänischer, englischer und deutscher Sprache seinen
Wunsch nach "einer christlichen Kirche" zum Ausdruck brachte.
Musikalisch gestaltete die Begrüßungsveranstaltung ein Jugendchor;
Jugendliche sprachen auch Gebete für die Versammlung und
präsentierten Lichtprojektionen. Im Anschluss wurde ein
Willkommensfest mit Musik und Tanz von Gruppen aus Sibiu gefeiert.
Auf dem Platz vor der evangelischen Kirche wurde den TeilnehmerInnen
vor dem Fest ein Begrüßungsmahl angeboten.
An der 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Sibiu nehmen 10
Delegierte der Evangelischen Kirche A.B. sowie drei Delegierte der
Evangelischen Kirche H.B. teil. Insgesamt gehören der Delegation aus
Österreich unter der Leitung des ÖRKÖ-Vorsitzenden Bischof Mag.
Herwig Sturm rund 60 Personen an.
Rückfragehinweis:
epdÖ
Tel.: (01) 712 54 61 DW 12
Dr. Thomas Dasek
mailto:[email protected]
http://www.evang.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | EPD






