- 04.09.2007, 09:00:00
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AUVA Statistik zeigt Dachdeckerunfälle leicht im Steigen
Sturz vom Dach bringt schwerste Verletzungen, längste Krankenstände - gesamt rund 10 Mio. Euro lebenslange Unfallfolgekosten pro Jahr
Wien (OTS) - Die AUVA hat in den Jahren 2002 bis 2006 in
Österreich 2.758 Arbeitsunfälle im engeren Sinn - ohne Wegunfälle -
in der Berufsgruppe Dachdecker anerkannt. Diese führten zu 57.898
Krankenstandstagen, 9 Menschen starben an den Unfallfolgen. Die
Anzahl der Dachdeckerunfälle zeigt seit 2002 eine leicht steigende
Tendenz - nicht so die Todesfälle zum Glück. Aus einem Sturz vom Dach
entstehen die schwersten Verletzungen und längsten Krankenstände:
Einem Anteil von 4,5 Prozent an den Verletzungen stehen 13,8 Prozent
an den Krankenstandstagen der vergangenen 5 Jahre (7.993 Tage)
gegenüber.
In Niederösterreich, Wien und Burgenland, dem Bereich der AUVA
Landesstelle Wien, kam es in diesem Zeitraum zu 1.132 Unfällen und
28.714 Krankenstandstagen. Der Sturz vom Dach führte zu 5,6 Prozent
der Verletzungen (63 Unfälle) sowie zu 15,4 Prozent der
Krankenstandstage (4.420). Fünf Dachdecker starben an den Folgen
eines Sturzes.
Die unfallträchtigste Arbeitszeit liegt nach den traditionellen
Esspausen zwischen 10 und 12 Uhr (24,1 Prozent der Unfälle von
Dachdeckern) und zwischen 14 und 16 Uhr (21,8 Prozent) sowie zwischen
8 und 10 Uhr (18,6 Prozent). Mit 22,6 Prozent der Arbeitsunfälle
liegt der Montag deutlich über dem Durchschnittswert der anderen
Arbeitstage.
Zu den häufigsten Verletzungen zählen Quetschungen und Prellungen
(24,2 Prozent), Schnittwunden (18,7 Prozent), Knochenbrüche (12,7
Prozent) und Rissquetschwunden (11,8 Prozent).
Die gesamten lebenslangen Unfallfolgekosten für ein Jahr
Unfallgeschehen dieser Berufsgruppe werden pro Jahr auf rund 10
Millionen Euro geschätzt (Basis 2004). Die AUVA übernimmt davon rund
4,5 Millionen Euro. Rund 1,5 Millionen Euro Folgekosten müssen die
Arbeitgeber direkt tragen. Die volkswirtschaftlichen Kosten
(Produktionsausfall etc.) erreichen rund 4,1 Millionen Euro.
Die ÖNACE fasst Zimmerei-, Dachdeckerei- und
Bauspenglerei-Betriebe in eine Wirtschaftsklasse zusammen. In dieser
Wirtschaftsklasse kam es von 2002 bis inklusive 2006 zu rund 15.400
Arbeitsunfällen im engeren Sinn, rund 4.900 passierten im
Betreuungsgebiet der AUVA Landesstelle Wien.
Die Unfallrate liegt bundesweit bei 118, im Bereich der
Landesstelle Wien bei 110 Unfällen auf 1.000 Arbeitnehmer (Wien: 128
AU/1.000 AN, Niederösterreich: 105, Burgenland: 94). Zum Vergleich:
das durchschnittliche Unfallrisiko eines österreichischen
Arbeitnehmers liegt bei 37 Unfällen pro 1.000 Arbeitnehmer.
Rückfragehinweis:
Gabriela Würth, GWK,
Tel.: (02242) 38300, (0676) 33 24 879
E-Mail: gabriela.wuerth.gwk@utanet.at
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