- 31.08.2007, 11:58:33
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APA-OTS Politikportalanalyse: Ja zu Neutralität und Nato-Beitrittsoption
Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich ein Top-30 Ranking der
meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen
Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (24. August bis
30. August 2007) stehen SPÖ und ÖVP an der Spitze des Rankings: Rang
eins geht an Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ), Rang zwei belegt
Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP) und auf Rang drei steht
Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ).
Im Untersuchungszeitraum vom 24. bis 30. August stellt sich
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) mit 496 Nennungen an den ersten
Rang. Vor allem im Zusammenhang mit der ersten Ministerratsitzung
nach der Sommerpause machte Gusenbauer auf sich aufmerksam. Die SPÖ,
allen voran Verteidigungsminister Darabos (SPÖ; Rang drei, 407
Nennungen), forderte eine Änderung der nationalen Sicherheitsdoktrin
mit dem Ziel der Streichung der darin enthaltenen
Nato-Beitrittsoption. Hintergrund der Debatte war das Papier einer
ÖVP-Perspektivengruppe zur Abschaffung der österreichischen
Neutralität.
Die anfängliche Unterstützung durch Alfred Gusenbauer konnte sich
jedoch nicht halten, da eine Änderung der Verteidigungsdoktrin nicht
Teil des Koalitionsabkommens ist. Gusenbauer und Vizekanzler Wilhelm
Molterer (ÖVP; Rang zwei, Nennungen 459) betonten, dass eine
Streichung der Nato-Option nicht verhandelbar sei. Daher folgte am
Donnerstag eine Übereinkunft, nach der die Neutralität in der
Verfassung und die Nato-Option in der Sicherheits- und
Verteidigungsdoktrin verbleiben.
Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP) findet sich mit den Themen über
die Nato-Option und seinen klaren Worte zur derzeitigen Situation der
Regierung - bei den Sommergesprächen im ORF - auf Rang zwei des
Politikerrankings wieder. Im Interview mit dem ORF äußert sich
Molterer klar mit einem "Nein" zu den Plänen einer Pensionsreform-
und Steuerreform der SPÖ. Ungewiss gibt sich Molterer bei der Frage,
ob er die ÖVP an der Spitze in die Wahlen 2010 führen werde.
Der dritte Platz belegt in dieser Woche Norbert Darabos (SPÖ).
Neben der Diskussion über die Sicherheitsdoktrin kam er aufgrund
seiner Äußerungen zum Thema Raketenabwehr in die Schlagzeilen.
Norbert Darabos hatte das geplante Raketenabwehrsystem der USA in
Tschechien und Polen als "Provokation" bezeichnet. Dadurch zog er
sich sowohl Kritik aus der Regierungsreihe als auch international auf
sich. Ursula Plassnik wird unterstellt, dass sie dies gegenüber dem
tschechischen Außenminister Karl Schwarzenberger als "Dilettantismus"
bezeichnet hat. Aus den USA kam die kritische Reaktion: "Solche
Kommentare sind nicht hilfreich."
Unter den Top fünf sind des weiterem die ÖVP-Gesundheitsministerin
Andrea Kdolsky (Rang vier, 406 Nennungen) und FPÖ-Parteiobmann
Heinz-Christian Strache (Rang fünf, 333 Nennungen). Andrea Kdolsky
löste in der vergangenen Woche eine Diskussion über eine Steigerung
der Effizienz im Gesundheitswesen aus und Strache gestand, dass er
Kontakt zur "Wiking Jugend" hatte.
Neu eingestiegen in das Top-30 Politikerranking sind unter
anderem: Ursula Plassnik, ÖVP (Rang neun, 149 Nennungen), Doris
Bures, SPÖ (Rang elf, 128 Nennungen), und Alexander Van der Bellen,
Grüne (Rang 24, 79 Nennungen).
Die ÖVP ist in dieser Woche mit 14 PolitikerInnen im Rankig
vertreten. Die SPÖ brachte neun Politiker unter die Top-30, das BZÖ
ist mit drei Politerkern und die die FPÖ und die Grünen jeweils mit
einem vertreten. Des weiterem befinden sich im Ranking: Christoph
Leitl (WKÖ) und Gerhard Fritz (ÖGB).
MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das
OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.
Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den
kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download
über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).
Rückfragehinweis:
MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH
Mag. Clemens Pig, Geschäftsführender Gesellschafter
Tel.: +43 512 588 959-10
mailto:[email protected]
http://www.apa-mediawatch.at
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