- 30.08.2007, 17:25:25
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Kinderbücher aus China - ein Gesundheitsrisiko?
Chinesische Druckfarben möglicherweise gesundheitsgefährdend

Wien (Verband Druck & Medientechnik) - Die europäische
Druckbranche ist besorgt über den steigenden Import von Kinderbüchern
aus nichteuropäischen Ländern, vor allem aus China.
Vor kurzem gingen Berichte von Kinderspielzeug aus China, das
europäische Standards für Spielzeug nicht erfüllt hatte und deshalb
zurückgerufen werden musste, durch die Medien. In einem Fall handelte
es sich um Kalender, die wegen bleihaltiger Druckfarben aus dem
Verkehr gezogen werden mussten. Solche Berichte geben Anlass zur
Besorgnis, dass Kinderbücher aus China ähnliche Gefahren für die
Gesundheit aufweisen.
KommR Michael Hochenegg, Präsident des österreichischen Verbandes
Druck & Medientechnik: "Diese Berichte beunruhigen uns. Kinderbücher,
besonders solche für Kleinkinder, sind aufwändig hergestellte
Produkte. Neben dem normalen Druck werden verschiedene andere
Verfahren eingesetzt, um die Sinne zu stimulieren, beispielsweise
Gold- oder spezielle Lackeffekte. Für diese Veredelungsprozesse wird
meistens das Siebdruckverfahren eingesetzt. Vor allem in Asien können
die verwendeten Druckfarben potenziell gesundheitsgefährend sein, und
es gibt praktisch keine Kennzeichnungspflicht für gefährliche
Substanzen."
Schon im März 2006 hatte die Vereinigung der europäischen
Siebdruckmaschinenhersteller (ESMA) in einem Positionspapier auf die
Gefahren von Siebdruckfarben - diese kommen auch im Textildruck zur
Anwendung - außerhalb Europas hingewiesen. Im Gegensatz zu China gibt
es innerhalb der EU ein dichtes gesetzliches Netzwerk, innerhalb
dessen die europäische Druckbranche arbeitet. Diese Gesetze und
Verordnungen garantieren hohe Umwelt-, Gesundheits- und
Sicherheitsstandards in Europa und tragen auch der sozialen
Verantwortung für die Mitarbeitern in den Betrieben Rechnung. Die
neue REACH-Verordnung der EU wird diese Zielsetzungen noch weiter
unterstützen. Darüber hinaus verzichten die europäischen Hersteller
von Druckfarben bereits seit einigen Jahren freiwillig auf die
Verwendung einer Reihe von möglicherweise gesundheitsgefährenden
Stoffen.
Der europäische Dachverband der Druckverbände, die Intergraf, hat
vor kurzem eine Studie über die Entwicklung der chinesischen
Druckbranche durchgeführt. In Bereichen wie Gesundheit und
Sicherheit, Qualität und Umweltschutz war es dabei nahezu unmöglich,
verbindliche Informationen über geltende Bestimmungen und deren
Einhaltung zu erhalten. Dazu Hochenegg: "Der europäische Konsument
muß sich auch in Zukunft darauf verlassen können, dass Druckprodukte
gesundheitlich unbedenklich sind. Wir fordern daher, dass europäische
Sicherheits- und Umweltnormen für alle in die EU importierten
Druckprodukte zur Anwendung kommen müssen!"
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Rückfragehinweis:
Verband Druck & Medientechnik
Mag. Werner Neudorfer
Tel.: 01/5126609
mailto:[email protected]
http://www.druckmedien.at
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