• 30.08.2007, 14:50:12
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Übergangsfristen: Bartenstein begrüßt "Eisschmelze" in der Gewerkschaft

Alpbach (BMWA - OTS) - "Ich sehe es sehr positiv, dass offenbar
nun das Eis in der Gewerkschaft, was die Übergangsfristen für den
österreichischen Arbeitsmarkt betrifft, zu schmelzen beginnt", sagt
Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein am Donnerstag am
Rande einer Pressekonferenz in Alpbach in Anspielung auf aktuelle
Aussagen von SPÖ-Gewerkschaftschef Wilhelm Haberzettl, wonach er sich
eine moderate und sektorale Öffnung des heimischen Arbeitsmarkts
gegenüber den neuen EU-Beitrittsländern ab 2009 vorstellen kann.

"Ich habe immer gesagt, dass wir einen Großteil der Fachkräfte, die
uns heute fehlen, selber ausbilden müssen. Gleichzeitig ist es
wichtig, dass wir zusätzlich für jene Berufe öffnen, die dringend
gebraucht werden. Mit sektoraler Öffnung für Pfleger,
Schlüsselkräfte, Forscher und deren Familien sowie für Dreher,
Schweißer und Fräser haben wir gute Erfahrungen gemacht", so
Bartenstein. Ende September werde ihm das AMS eine Analyse zum
aktuellen Fachkräftebedarf in Österreich vorlegen. "Ich halte mich an
die Vorschläge des AMS und werde damit jenen Branchen unter die Arme
greifen, wo es geht", kündigt Bartenstein an. Auf Basis der
AMS-Analyse wird der Wirtschaftsminister eine neue
Fachkräfte-Verordnung für 2008 erlassen. "So viel wissen wir: Es wird
eine maßvolle Ausweitung geben - und zwar sowohl in Hinblick auf die
Zahl der Personen sowie jene der Berufsbilder", hält Bartenstein
fest. Gleichzeitig stellt Bartenstein klar, dass er sich um längeren
Schutz für jene Branchen einsetzen werde, die durch eine Öffnung des
Arbeitsmarktes betroffen sein könnten.

In Hinblick auf die aktuelle Diskussion um das Pensionsantrittsalter
erklärt Bartenstein, dass hier die Weichen gestellt seien. "Niemand
soll diese Weichen nun umstellen", so Bartenstein. Es müsse vielmehr
darum gehen, das tatsächliche Pensionsalter an das gesetzliche
heranzuführen. "Die bisher vollzogenen Reformen sind Grundlage für
die günstige Entwicklung. Immerhin hat sich der Anteil der
55-64-Jährigen Beschäftigten von 31 auf 35 Prozent erhöht." Dieser
Trend müsse weitergehen. Bedauerlicher Weise steigen unterdessen die
Zahlen der Invaliditätspensionen sprunghaft an, weil hier
Schlupflöcher in die Frühpension nicht geschlossen würden.
"Österreich ist bei Invaliditätspensionen international
Spitzenreiter",
so Bartenstein.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
   Ministerbüro: Mag. Maria Mittermair-Weiss, Tel.: (01) 711 00-5108
   Referat Presse: Mag. Alexandra Perl, Tel.: (01) 711 00-5518
   mailto: presseabteilung@bmwa.gv.at
   Internet: http://www.bmwa.gv.at

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