Übergangsfristen: Bartenstein begrüßt "Eisschmelze" in der Gewerkschaft

Alpbach (BMWA - OTS) - "Ich sehe es sehr positiv, dass offenbar
nun das Eis in der Gewerkschaft, was die Übergangsfristen für den österreichischen Arbeitsmarkt betrifft, zu schmelzen beginnt", sagt Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein am Donnerstag am Rande einer Pressekonferenz in Alpbach in Anspielung auf aktuelle Aussagen von SPÖ-Gewerkschaftschef Wilhelm Haberzettl, wonach er sich eine moderate und sektorale Öffnung des heimischen Arbeitsmarkts gegenüber den neuen EU-Beitrittsländern ab 2009 vorstellen kann.

"Ich habe immer gesagt, dass wir einen Großteil der Fachkräfte, die uns heute fehlen, selber ausbilden müssen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass wir zusätzlich für jene Berufe öffnen, die dringend gebraucht werden. Mit sektoraler Öffnung für Pfleger, Schlüsselkräfte, Forscher und deren Familien sowie für Dreher, Schweißer und Fräser haben wir gute Erfahrungen gemacht", so Bartenstein. Ende September werde ihm das AMS eine Analyse zum aktuellen Fachkräftebedarf in Österreich vorlegen. "Ich halte mich an die Vorschläge des AMS und werde damit jenen Branchen unter die Arme greifen, wo es geht", kündigt Bartenstein an. Auf Basis der AMS-Analyse wird der Wirtschaftsminister eine neue Fachkräfte-Verordnung für 2008 erlassen. "So viel wissen wir: Es wird eine maßvolle Ausweitung geben - und zwar sowohl in Hinblick auf die Zahl der Personen sowie jene der Berufsbilder", hält Bartenstein fest. Gleichzeitig stellt Bartenstein klar, dass er sich um längeren Schutz für jene Branchen einsetzen werde, die durch eine Öffnung des Arbeitsmarktes betroffen sein könnten.

In Hinblick auf die aktuelle Diskussion um das Pensionsantrittsalter erklärt Bartenstein, dass hier die Weichen gestellt seien. "Niemand soll diese Weichen nun umstellen", so Bartenstein. Es müsse vielmehr darum gehen, das tatsächliche Pensionsalter an das gesetzliche heranzuführen. "Die bisher vollzogenen Reformen sind Grundlage für die günstige Entwicklung. Immerhin hat sich der Anteil der 55-64-Jährigen Beschäftigten von 31 auf 35 Prozent erhöht." Dieser Trend müsse weitergehen. Bedauerlicher Weise steigen unterdessen die Zahlen der Invaliditätspensionen sprunghaft an, weil hier Schlupflöcher in die Frühpension nicht geschlossen würden. "Österreich ist bei Invaliditätspensionen international Spitzenreiter",
so Bartenstein.

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