- 29.08.2007, 19:00:00
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Allianz: Startschuss für Vorsorge-Pickerl
Wien (OTS) -
- Umfrage: Nur 20 Prozent der Österreicher wirklich gut abgesichert
- Warnung durch demographische und soziologische Befunde
- Versicherung als lebensbegleitender "Navigator" in finanziellen
Risiko-Fragen
Vorsorge ist zum lebensbegleitenden Thema geworden, das "neue
Altern" beginnt bereits bei der Geburt. Allerdings zeigen aktuelle
Umfrageergebnisse: Nur jeder fünfte Österreicher fühlt sich wirklich
gut abgesichert. "Vor diesem Hintergrund kommen auf die
Versicherungen völlig neue Herausforderungen zu, sie wachsen in eine
neue Rolle", betonte Allianz Vorstandsmitglied Manfred Baumgartl vor
Journalisten. Der Versicherer übernehme die Funktion eines
"Navigators, der die Finanz- und Risikosituation des Kunden - den
Lebensphasen entsprechend - kontinuierlich überprüft und individuelle
Lösungen realisiert". Soziologische und demographische Belege stützen
Baumgartls Initiative für einen regelmäßigen Risikocheck, ähnlich dem
§ 57a-"Pickerl" beim Kfz.
Zugleich steigt die Zahl der Single-Haushalte - bereits 38 Prozent
aller Menschen über 60 leben in Österreich allein. Die Pflege älterer
Menschen, einst fast immer im Familienverband bewältigt, muss heute
in vielen Fällen ausgelagert werden. Den Versicherungen komme daher
eine zweite wesentliche Rolle zu, nämlich jene "vielfältige
Unterstützung zu organisieren, die aktives Altern ermöglicht", ist
Baumgartl überzeugt.
Wachsendes Unbehagen
Das Vorsorgebewusstsein scheint mittlerweile zwar vorhanden: 83
Prozent stufen private Zukunftssicherung als wichtig ein. 56 Prozent
haben aus ihrer Sicht auch Maßnahmen getroffen, an deren Spitze
freilich nach wie vor der Bausparvertrag und das klassische Sparbuch
zu finden sind. Unbehagen besteht dennoch. Speziell die ältere
Bevölkerung fürchtet den Wegfall von Sozialkontakten, die
Einschränkung von Flexibilität und Mobilität sowie fortschreitende
gesundheitliche Restriktionen, wie eine von Allianz Versicherung und
Kuratorium für Verkehrssicherheit kürzlich durchgeführte Studie
dokumentiert.
"Aktives Altern, wie das neue Leitbild heißt, soll den Menschen
ermöglichen, ihre Potenziale auszuschöpfen und aktive
gesellschaftliche Teilnahme gewährleisten. Dazu braucht es aber
geeignete Rahmenbedingungen, individuelle Vorsorge und
Zukunftsperspektiven und eine demographiesensible Planung", hält Dr.
Franz Kolland, Professor für Soziologie an der Universität Wien,
fest.
Neue Navigator-Rolle
Vier von zehn Österreichern über 60 tun sich schwer mit der Frage,
wieviel Geld ihnen pro Monat tatsächlich zur Verfügung steht, belegt
die Marktforschung. "Es fehlt ganz einfach die Navigation in
Finanzfragen", so Allianz Vorstand Baumgartl. Gefragt ist eine neue
Expertise, Beratung, die Transparenz schafft, damit zum richtigen
Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen getroffen werden können. Je
nach Lebensphase zeigen sich unterschiedliche Risiko- und
Bedarfsgegebenheiten - beginnend bei der Kapitalsicherung zum
Schulabschluss und Berufseinstieg über die Kreditdeckung beim
Immobilienerwerb, die Aussteuer der Kinder, die Pensionsplanung bis
hin zu Unfallassistance und Rentenversicherung im Alter.
Was der Kunde heute somit sein Leben lang brauche, sei eine Art
regelmäßige "§ 57a-Überprüfung" für seine Finanz- und
Risikosituation, meint man in der Allianz. Ein solcher
kontinuierlicher Check könne in viele verschiedene Richtungen führen:
Anpassung der Prämien, Anpassung des Bezugsrechts, Veränderung des
Risikoprofils, Einsatz anderer Vorsorgeinstrumente und vieles mehr.
Eine einmalige Status Quo-Definition mit lebenslanger Fortschreibung
sei jedenfalls weder zeitgemäß noch zweckdienlich. "Es geht um
Kontinuität und Regelmäßigkeit - im Dienste lebenslanger finanzieller
Sicherheit", betont Baumgartl.
Demographie prophezeit Zuspitzung
Die demographische Entwicklung verheißt auf lange Sicht eine
weitere Verschärfung der Vorsorge-Problematik. Die Bevölkerung im
erwerbsfähigen Alter werde ab 2018 deutlich sinken, während die
Lebenserwartung weiter steigt, kündigt Dr. Thomas Fent, Experte für
Bevölkerungsökonomie am Institut für Demographie der Akademie der
Wissenschaften, an. "Die staatliche Pensionsversicherung kann nicht
nachhaltig einen Lebensstandard gewährleisten, wie es derzeit der
Fall ist", so Fent. Aus demographischer Sicht sei es daher Aufgabe
der Vorsorge-Institute, die unverzichtbare private Eigenvorsorge
international zu diversifizieren und insbesondere in Ländern mit
einer gegenläufigen Bevölkerungsentwicklung zu investieren.
"Hätte ich gewusst, dass ich so lange leben werde, hätte ich
besser auf mich aufgepasst", zitiert Soziologe Kolland den
amerikanischen Komponisten Eubie Blake. Damit sich - zumindest in
materieller Hinsicht - möglichst wenige Österreicher einer solchen
späten Erkenntnis stellen müssen, ist lebenslanges aktives
Vorsorgemanagement das Gebot der Stunde.
Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend angegebenen
Vorbehalten.
Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Soweit wir in diesem Dokument Prognosen oder Erwartungen äußern
oder die Zukunft betreffende Aussagen machen, können diese Aussagen
mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden
sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher
wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen.
Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen können sich
Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage
und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz
Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der
anschließenden Integration von Unternehmen und aus
Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem aus
dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen, Stornoraten,
Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -tendenzen und,
insbesondere im Bankbereich, aus der Ausfallrate von Kreditnehmern
resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte und der
Wechselkurse sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen,
insbesondere hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können
entsprechenden Einfluss haben. Terroranschläge und deren Folgen
können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen
erhöhen. Die hier dargestellten Sachverhalte können auch durch
Risiken und Unsicherheiten beeinflusst werden, die in den jeweiligen
Meldungen der Allianz SE an die US Securities and Exchange Commission
beschrieben werden. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung,
Zukunftsaussagen zu aktualisieren.
Keine Pflicht zur Aktualisierung
Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser
Meldung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
Rückfragehinweis:
Dr. Marita Roloff Unternehmenskommunikation Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft Allianz Elementar Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft Hietzinger Kai 101-105 1130 Wien Tel: 01/878 07 - , Fax: - E-Mail: [email protected] Internet: www.allianz.at
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