Allianz: Startschuss für Vorsorge-Pickerl

Wien (OTS) -

  • Umfrage: Nur 20 Prozent der Österreicher wirklich gut abgesichert
  • Warnung durch demographische und soziologische Befunde
  • Versicherung als lebensbegleitender "Navigator" in finanziellen Risiko-Fragen

Vorsorge ist zum lebensbegleitenden Thema geworden, das "neue Altern" beginnt bereits bei der Geburt. Allerdings zeigen aktuelle Umfrageergebnisse: Nur jeder fünfte Österreicher fühlt sich wirklich gut abgesichert. "Vor diesem Hintergrund kommen auf die Versicherungen völlig neue Herausforderungen zu, sie wachsen in eine neue Rolle", betonte Allianz Vorstandsmitglied Manfred Baumgartl vor Journalisten. Der Versicherer übernehme die Funktion eines "Navigators, der die Finanz- und Risikosituation des Kunden - den Lebensphasen entsprechend - kontinuierlich überprüft und individuelle Lösungen realisiert". Soziologische und demographische Belege stützen Baumgartls Initiative für einen regelmäßigen Risikocheck, ähnlich dem § 57a-"Pickerl" beim Kfz.

Zugleich steigt die Zahl der Single-Haushalte - bereits 38 Prozent aller Menschen über 60 leben in Österreich allein. Die Pflege älterer Menschen, einst fast immer im Familienverband bewältigt, muss heute in vielen Fällen ausgelagert werden. Den Versicherungen komme daher eine zweite wesentliche Rolle zu, nämlich jene "vielfältige Unterstützung zu organisieren, die aktives Altern ermöglicht", ist Baumgartl überzeugt.

Wachsendes Unbehagen

Das Vorsorgebewusstsein scheint mittlerweile zwar vorhanden: 83 Prozent stufen private Zukunftssicherung als wichtig ein. 56 Prozent haben aus ihrer Sicht auch Maßnahmen getroffen, an deren Spitze freilich nach wie vor der Bausparvertrag und das klassische Sparbuch zu finden sind. Unbehagen besteht dennoch. Speziell die ältere Bevölkerung fürchtet den Wegfall von Sozialkontakten, die Einschränkung von Flexibilität und Mobilität sowie fortschreitende gesundheitliche Restriktionen, wie eine von Allianz Versicherung und Kuratorium für Verkehrssicherheit kürzlich durchgeführte Studie dokumentiert.

"Aktives Altern, wie das neue Leitbild heißt, soll den Menschen ermöglichen, ihre Potenziale auszuschöpfen und aktive gesellschaftliche Teilnahme gewährleisten. Dazu braucht es aber geeignete Rahmenbedingungen, individuelle Vorsorge und Zukunftsperspektiven und eine demographiesensible Planung", hält Dr. Franz Kolland, Professor für Soziologie an der Universität Wien, fest.

Neue Navigator-Rolle

Vier von zehn Österreichern über 60 tun sich schwer mit der Frage, wieviel Geld ihnen pro Monat tatsächlich zur Verfügung steht, belegt die Marktforschung. "Es fehlt ganz einfach die Navigation in Finanzfragen", so Allianz Vorstand Baumgartl. Gefragt ist eine neue Expertise, Beratung, die Transparenz schafft, damit zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen getroffen werden können. Je nach Lebensphase zeigen sich unterschiedliche Risiko- und Bedarfsgegebenheiten - beginnend bei der Kapitalsicherung zum Schulabschluss und Berufseinstieg über die Kreditdeckung beim Immobilienerwerb, die Aussteuer der Kinder, die Pensionsplanung bis hin zu Unfallassistance und Rentenversicherung im Alter.

Was der Kunde heute somit sein Leben lang brauche, sei eine Art regelmäßige "§ 57a-Überprüfung" für seine Finanz- und Risikosituation, meint man in der Allianz. Ein solcher kontinuierlicher Check könne in viele verschiedene Richtungen führen:
Anpassung der Prämien, Anpassung des Bezugsrechts, Veränderung des Risikoprofils, Einsatz anderer Vorsorgeinstrumente und vieles mehr. Eine einmalige Status Quo-Definition mit lebenslanger Fortschreibung sei jedenfalls weder zeitgemäß noch zweckdienlich. "Es geht um Kontinuität und Regelmäßigkeit - im Dienste lebenslanger finanzieller Sicherheit", betont Baumgartl.

Demographie prophezeit Zuspitzung

Die demographische Entwicklung verheißt auf lange Sicht eine weitere Verschärfung der Vorsorge-Problematik. Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter werde ab 2018 deutlich sinken, während die Lebenserwartung weiter steigt, kündigt Dr. Thomas Fent, Experte für Bevölkerungsökonomie am Institut für Demographie der Akademie der Wissenschaften, an. "Die staatliche Pensionsversicherung kann nicht nachhaltig einen Lebensstandard gewährleisten, wie es derzeit der Fall ist", so Fent. Aus demographischer Sicht sei es daher Aufgabe der Vorsorge-Institute, die unverzichtbare private Eigenvorsorge international zu diversifizieren und insbesondere in Ländern mit einer gegenläufigen Bevölkerungsentwicklung zu investieren.

"Hätte ich gewusst, dass ich so lange leben werde, hätte ich besser auf mich aufgepasst", zitiert Soziologe Kolland den amerikanischen Komponisten Eubie Blake. Damit sich - zumindest in materieller Hinsicht - möglichst wenige Österreicher einer solchen späten Erkenntnis stellen müssen, ist lebenslanges aktives Vorsorgemanagement das Gebot der Stunde.

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