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Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar: "Einzementierte Bildungs-Tradition" (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe, 30. August 2007

Klagenfurt (OTS) - In ihrem jüngsten Report hält die OECD fest,
dass es kaum Hinweise dafür gebe, dass Kinder von
Klassenwiederholungen profitieren würden. Solche Fragen - nämlich,
was Schülern welche Maßnahme nützt - wurden in Österreich lange nicht
gestellt. Ebenso wenig die Frage, wie viel Chancengleichheit das
heimische Bildungs-wesen garantieren kann.

Stattdessen blieben Eckpfeiler des Systems jahrzehntelang - quasi
als Tradition - einzementiert stehen. Diese Inflexibilität macht es
jetzt offenbar so schwierig, in der aktuellen Debatte einen
wirklichen Schritt nach vorne zu machen. Deshalb ist er aber nicht
weniger notwendig. Ziel eines zukunftsweisenden Konzepts kann es nur
sein, einen breiten Querschnitt der Bevölkerung an ein europäischen
Standards entsprechendes Bildungsniveau heranzuführen - durch
möglichst individuelle Förderung einzelner Schüler. Auf der Schulbank
gezüchtete Selektion fällt später ohnehin wieder auf die Gesellschaft
zurück.

Die Voraussetzung für eine Reform bildet eine ehrliche
Auseinandersetzung damit, wie effizient oder ineffizient bisherige
Unterrichtsformen sind und wie ihr Resultat konkret aussieht. Statt
"heiliger Kühe" wäre ein Ideenwettbewerb gefragt - für eine Schule
des 21. Jahrhunderts.

Rückfragehinweis:

Neue Kärntner Tageszeitung
   Viktringer Ring 28
   9020 Klagenfurt
   
   Mag. Michaela Geistler-Quendler
   Tel.: 0463/5866-514
   E-Mail: michaela.geistler-quendler@ktz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KTI

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